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Internetseite
des Arbeitskreises der kritischen Einzelhändler Fürth

Anliegen des Arbeitskreises ist es, die wirtschaftlichen
Konsequenzen des Vorhaben "Neue Mitte" in den Blick zu rücken.
Dazu finden sich auf der Seite, neben der Liste der beteiligten Einzelhändler,
weitere Informationen und Downloads, nter dem Menüpunkt "materialien",
u.a. Vorlagen für das Logo und Motto des Arbeitskreises: "Nur
neu ist nicht genug! FÜRTH hat BESSERes verdient." |
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Homepage
des Stadtheimatpflegers Dr. Alexander Mayers

Informationen zum Thema "Neue Mitte Fürth" in seinen
Rundbriefen. |
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Übersicht
der zum Thema erschienenen Artikel in den Fürther Nachrichten

Alle Artikel unserer Lokalzeitung zur "Neuen Mitte" in chronologischer
Reihenfolge. |
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Fürth-Blog
zonebattler's homezone

Blog und Diskussionsforum der Fürther Bürger mit aktuellen
Beiträgen zur "Neuen Mitte". |
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Hompage
der Bürgerinitiative Pro Kulturforum

Im Sommer 2008 aufgelöste Bürgerinitiative gegen die damaligen
Pläne des Elektromarktes Saturn zur Bebauung des Kulturforum-Geländes. |
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| In Deutschland müssen sich erschreckend
viele Bürgerinitiativen gründen, um jeweils größeren
Schaden, den der rücksichtslose Bau von riesigen Shoppingcentern
mit sich brächte, von ihrer Stadt abzuwenden. Hier eine kleine
Auswahl: |
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Würzburg
- Homepage der Bürgerinitiative "Ringpark in Gefahr"
Im Juli 2004 hat sich eine Bürgerinitiative
gegen ein geplantes Einkaufszentrum im Ringpark am Würzburger
Hauptbahnhof gegründet. Die erklärten Gründe waren
die Gefährdung des Ringparks und der Bahnhofsquellen, der Abriss
von Baudenkmälern, die überzogene Bemessung der Verkaufsflächen
sowie eine befürchtete erhebliche Zunahme des Verkehrs. Nach
einer langen und von einer breiten Öffentlichkeit getragenen
Diskussions- und Streitphase mit dem Stadtrat kam es im Dezember
2006 schließlich zu einem Bürgerentscheid, bei dem die
Würzburger gegen das Projekt gestimmt haben. Das Ergebnis wurde
als Sensation und als "Sieg David gegen Goliath" gefeiert.
Die Bürgerinitiative hat sich nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid
nicht aufgelöst, sondern die Mitglieder sind bis heute sehr
rührig und beteiligen sich aktiv an der Stadtplanung.
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Oldenburg
- Homepage der Bürgerinititative "Bürgerbegehren
Oldenburg"
Der Bau war eigentlich schon unter Dach und
Fach. Ein Einkaufszentrum mit 15 000 Quadratmeter Verkaufsfläche
wollte die Hamburger ECE Projektmanagement GmbH mitten in Oldenburg
errichten. [...] Doch dann kamen die Kommunalwahlen und mit Bürgermeister
Gerd Schwandtner kam ein Mann an die Macht, der wohl als Albtraum
eines jeden Shoppingcenterplaners gelten kann. Schwandtner (parteilos)
ist vom Fach, war bislang Marketingprofessor an der Universität
Karlsruhe. Für Oldenburg kommt der neue Bürgermeister
zu dem Ergebnis: "Die geplante Schlossgalerie ist überdimensioniert
für die Innenstadt und verträgt sich in ihrer Massivität
nicht mit dem Stadtbild."
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Braunschweig
- Homepage der Bürgerinitiative "Schloßparkfreunde"
Der Schlosspark in Braunschweig war ein belebter
Ort, der von den Braunschweigern für Freizeitaktivitäten
und kurze Ruhepausen, als Treffpunkt und Veranstaltungsort, als
Erholung für Augen und Ohren genutzt wurde. Auf den Internetseiten
der Stadt wurde er als "grüne Seele der Innenstadt"
bezeichnet. [...] Der Schlosspark wurde nun ersetzt werden durch
ein dreistöckiges überdimensioniertes Kaufhaus (Mall)
mit aufgesetztem dreistöckigen Parkhaus und vorgesetzter Schlossfassade.
[...] Dies zu verhindern und den Schlosspark als öffentlichen
- für jeden jederzeit zugänglichen - Raum und als Grünanlage
in der Innenstadt zu erhalten ist nicht gelungen. Gesunder Menschenverstand
und das Engagement hunderter Braunschweiger Bürger konnten
sich nicht gegen die Interessen von ECE und Oberbürgermeister
durchsetzen.
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Mönchengladbach
- Homepage der Bürgerinitiative "rettet unsere Innenstädte
- Kein ECE-Shopping-Center in Mönchengladbach"
Nach dem Willen von CDU, SPD und FDP soll der
Hamburger Projektentwickler ECE in der Mönchengladbacher Innenstadt
ein Mega-Shopping-Center mit bis zu 30.000 qm reiner Einzel- handelsfläche
zzgl. größerer Flächen für Gastronomie/ Dienstleistung
im Bereich des alten Schauspielhauses an der Hindenburgstraße
errichten dürfen. [...] Das jetzt beabsichtigte Shopping-Center
vergrößert nicht nur diese Fläche, sondern gefährdet
aufgrund seiner Größe und seiner fehlenden Integration
in die vorhandene Umgebung den gewachsenen Einzelhandel in Mönchengladbach,
Rheydt und Umgebung. |
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Aachen
- Homepage der Bürgerinitiative "Kaiserplatzgalerie Aachen
aber anders!"
Die geplante Kaiserplatzgalerie liegt im Bereich
des mittelalterlichen Stadtgebietes. Sie grenzt unmittelbar an die
äußere Stadtmauer, deren Verlauf dem des heutigen Alleenringes
entspricht. Von der mittelalterlichen Stadt zeugen die Kirche St.
Adalbert, die historisch auf die Gründung des Adalbertstiftes
durch Kaiser Otto III. zurückgeht, sowie die Straßenführung
der Adalbertstraße und des Adalbertsbergs. [...] Der Bereich,
der mit der Kaiserplatzgalerie überbaut werden soll, zeichnet
sich durch eine kleinteilige Bebauung aus. Diese Kleinteiligkeit bestimmt
den abwechslungsreichen und lebendigen Charakter des Ortes. [...]
Die Kaiserplatzgalerie nimmt in keiner Weise Rücksicht auf die
Eigenheiten des Ortes. Vom Kugelbrunnen bis zur Kirche St. Adalbert
wird die kleinteilige Bebauungsstruktur durch eine durchgehende dreigeschossige
Glasfassade ersetzt. Der monotone Anblick soll durch eine wellenförmige
Fassadenführung im Grundriss und eine bauchförmige Wölbung
der Glashülle kaschiert werden. |
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Delmenhorst
- Homepage der Bürgerinititative "Bürgerbegehren
Lebendige Innenstadt"
Am 2. Oktober fasste der Rat der Stadt Delmenhorst
den Grundsatzbeschluss, ein innerstädtisches Einkaufszentrum
zu bauen. Der Beschluss wurde ohne eine breit angelegte Befragung
der Menschen in unserer Stadt und dem Umland getroffen. Auch von
Seiten der Kaufmannschaft gibt es viele Zweifel und Ablehnung. Aus
gutem Grund: [...] Wahrscheinlich ist eine weitere Verödung
der Innenstadt durch den Verdrängungswettbewerb. Dadurch werden
Existenzen zerstört und Arbeitsplätze vernichtet. [...]
Wir brauchen Vielfalt mit feinen Akzenten, nicht Eintönigkeit
und Überangebot. Einkaufszentren sehen überall gleich
aus. Für unsere Innenstadt wünschen wir uns spannendere
Ideen für die Gestaltung.
Das Bürgerbegehren läuft.
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| Schon seit Jahren beschäftigen
sich die maßgeblichen, überregionalen deutschen Zeitungen
(DIE WELT, DIE ZEIT, FAZ und SÜDDEUTSCHE ZEITUNG) mit der Problematik
"Innerstädtische Einkaufszentren": |
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Ladenmieten
- Die Provinz blüht (Jens Friedemann), FAZ April 2009

" ... Die Ladenmieten in den bevorzugten Einkaufszonen steigen
in einem überraschenden Tempo. Kapitalstarke Filialisten wie
Douglas, Bijou Brigitte oder auch Gerry Weber und die bekannten Mobilfunkanbieter
zieht es nun offenbar auch in Städte unter 100.000 Einwohner
- vor allem wenn deren Kaufkraft noch nicht mit Anbietern großflächiger
Einkaufszentren geteilt werden muss. |
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Einkaufszentren
besetzen beste Innenstadtlagen (Guratzsch, DIE WELT, Oktober 2001)

"In den Vereinigten Staaten wächst der Überdruss an
den Betontempeln" - und längst gehen auch in Deutschland
"Bürgerinitiativen [...] gegen diese "Trojanischen
Pferde" eines globalisierten Handels vor. [...] John Jerde [...]
Architekt aus den USA, [...] hat zahllose legendäre Kaufparadiese
[...] in die Welt gesetzt [...] Und ausgerechnet er rät den Europäern,
das amerikanische Beispiel nicht zu kopieren. [...] "Wenn ihr
jetzt Löcher in eure Städte reißt, um dort Platz für
die "Mall" zu schaffen, so ist das absurd. Ihr beseitigt
das Authentische, um mit Riesenaufwand ein Kunstprodukt an seine Stelle
zu setzen." [...] |
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Wird
die Stadt zum Einkaufszentrum? (Guratzsch, DIE WELT, Juni 2005)

[...] die Einkaufscenter. Seit sie ihren Angriff
auf die herkömmlichen Handelsstrukturen vom Stadtrand in die
Innenstädte verlegt haben, verbreiten sie zunehmend Unruhe in
der Geschäftswelt. Sie lösen Prozeßlawinen aus, bringen
Rathausmehrheiten ins Wanken und werden zum Gegenstand von Bürgerinitiativen.
[...] Und genau in diesem Augenblick setzt in Amerika nach Beobachtungen
von Wolfgang Christ, Städtebauprofessor an der Bauhaus-Universität
Weimar, eine gegenläufige Entwicklung ein. [...] Aus Malls werden
wieder Straßen und Plätze, zum Himmel offen und mit dem
städtebaulichen Kontext verwoben, mit integrierten Wohnfunktionen,
[...] In Deutschland freilich laufen Stadtparlamente noch immer dem
Gegenbild der gläsernen "Shopping-Mall" hinterher.
[...] werden ganze Quartiere dichtbebauter Innenstädte der fixen
Idee geopfert, daß ein Center neue Käuferströme in
die Stadt locken werde. [...] |
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Einkaufszentren
als Quartiers-Killer (Guratzsch, DIE WELT, Juli 2005)

[...] scheint das Innenstadtcenter von der
Verheißung umschwebt, daß es Leben, Käufer und gar
Touristen in die Zentren lockt und verödende Innenstädte
putzmunter macht. Ganze denkmalgeschützte Häuserblocks samt
Theater wurden wie in Görlitz aus dem Wege geräumt, um ihm
Platz zu machen. Doch allmählich macht sich Ernüchterung
breit. In Zeiten der Schrumpfung wird jeder Euro umgedreht, wachsen
keine kaufkräftigen jungen Schichten mehr heran, kann der Kuchen
der Einzelhandelsfläche nur einmal verteilt werden.[...] |
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Wieviel
"Shopping" verträgt die Stadt? (Guratzsch, DIE WELT,
März 2006)

[...] Und da waren es vor allem Forschungsergebnisse
der Soziologin Monika Popp (Universität München), die die
zahlreich angereisten Kommunalvertreter irritierten.
Schon vor fünf Jahren hatte die Wissenschaftlerin in einer repräsentativen
Studie am Beispiel von Städten in Bayern den Mythos von den "Frequenzbringern"
entzaubert, der immer wieder als Begründung für die Ansiedlung
neuer Center herhalten muß.[...] |
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Störenfried
Einkaufszentrum (Brockhoff, FAZ, März 2006)

[...] Häufig fehlt den Politikern der
Blick über den Tellerrand. Würden sich die für eine
Center-Errichtung Verantwortlichen in den Städten umsehen, in
denen Einkaufscenter eröffnet wurden, würden sie nicht ein
einziges Einkaufszentrum in ihrer Stadt zulassen.[...] |
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Neben
dem Center beginnt die Verödung (Guratzsch, DIE WELT, März
2006)

[...] Den von Investoren und Bürgermeistern
vorgelegten Positivgutachten stellte der Wissenschaftler (Junker und
Kruse, Stadtforschung Planung, Dortmund) ein vernichtendes Zeugnis
aus. "Ich kenne hundert Center, aber ein Gutachten, das die Stadtverträglichkeit
negativ eingeschätzt hätte, habe ich nicht gesehen."[...] |
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Das
Dorf in der Stadt (Haimann, DIE WELT, Juli 2006)

Einkaufszentren haben in den USA ausgedient
- Investoren planen Mischgebiete in den Zentren
[...] Inzwischen ist die Revitalisierung der Innenstädte das
große Investmentthema in den USA. Allein in Fort Worth stecken
Developer gerade 1,3 Mrd. US-Dollar - rund eine Mrd. Euro - in mehrere
Urban-Village-Vorhaben.[...] Die Ladenflächen dabei so dimensioniert,
daß sie kleine Geschäfte, nicht aber die großen Ketten
mit ihren Mega-Stores anlocken. [...] |
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Mit
dem Center kam der Leerstand (Guratzsch, DIE WELT, August 2006)

Eine Untersuchung in Bautzen relativiert die
Versprechungen von Einkaufszentrums-Entwicklern.
[...] Denn mit einer 150 Seiten starken Untersuchung hat der Geograf
Martin Franke jetzt am Frankfurter Institut für Humangeographie
[...] die erste umfassende Studie zu den Auswirkungen der Center-Gründung
in einer Mittelstadt vorgelegt. Unter dem Titel "Lokaler Einzelhandel
und integriertes Shopping-Center - Konkurrenz oder Symbiose?"
analysiert er detailliert, welche Auswirkungen sich fünf Jahre
nach dem Bau eines mitten in der Stadt errichteten Einkaufscenters
zeigen.
Frankes Befund ist zwiespältig. Das Shopping-Center habe die
Innenstadt zwar unzweifelhaft attraktiver gemacht. Gleichzeitig aber
habe es Geschäftslokale reihenweise brach fallen lassen. Die
Schuld daran gibt der Autor dem "ungebührlich andienerischen"
Verhalten der Politiker. Sie hätten nach seiner Einschätzung
"sowohl in finanzieller als auch in städtebaulicher Hinsicht
für die Stadt weitaus mehr aus den Verhandlungen mit dem Investor
herausschlagen können, als dies der Fall war". [...] |
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Die
Diktatur der Shoppingmalls (Kähler, Süddeutsche Zeitung,
Oktober 2006)

Immer gleich anmutende Einkaufszentren dominieren
das Stadtbild und zerstören genau das, was doch erhalten werden
soll: die lebendige Stadt.
[...]Die versprochenen Arbeitsplätze, oft 400-Euro-Jobs, muss
man gegen die in der alten Innenstadt verloren gehenden Arbeitsplätze
aufrechnen. Neue Ausbildungsplätze gibt es kaum, denn die Geschäfte
in den neuen Zentren bilden im Vergleich zum traditionellen Einzelhandel
im Verhältnis eins zu acht aus. Die Diplom-Ökonomin Monika
Walther kommt nach der Untersuchung von 70 kreisfreien Städten
zu diesem Ergebnis: Das "einzige Beispiel für eine eindeutig
positive Umsatzentwicklung, die auf die Ansiedlung eines innerstädtischen
Shopping-Centers zurückgeführt werden kann, ist die Stadt
Wolfsburg." Dennoch handeln die Betreiber weiter munter mit Illusionen[...]
Der "Freiraum Stadt" wird zum Zweckraum degradiert. Öffentlicher
Raum wird privatisiert und kontrolliert. Aufhalten darf man sich darin
nur, solange man zahlungskräftig ist und Ruhe gibt. Früher
machte Stadtluft frei. Diese Freiheit verspielen nun die Städte
selbst. |
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Innenstadt
zu verkaufen (Frenkel, DIE ZEIT, Oktober 2006)

Die Firma ECE darf immer neue Einkaufscenter
in die Citys klotzen. Die Kommunalpolitik gibt damit ihren Einfluss
preis
[...] Denn die Center besetzen nicht allein die geografische Mitte
der Stadt und verändern sie so. Sie sind steingewordene Politik.
Sie machen variablen öffentlichen Raum zu weitgehend uniformem
privatem Raum - es gilt nicht mehr, was die Stadt will, es gilt, was
der Eigentümer oder Vermieter will[...] |
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Bunte
Langeweile (Rautenberg, DIE ZEIT, Oktober 2006)

[...] Selbst die hässlichste Zone ist
ein städtischer Raum, und das heißt: Hier haben alle Bürger
der Stadt dasselbe Recht. Das Einkaufszentrum hingegen ist ein Haus,
und dort bestimmt ein Hausherr, der Center-Manager, seinen Regeln
hat ein jeder zu gehorchen. So gibt es hier keine politischen Kundgebungen
und keine Demonstrationen, niemanden, der Unterschriften sammelt.
Allen droht Hausverbot, die nicht ins aufgeräumte Weltbild passen:
Bettlern oder Skatern oder Straßengauklern oder einfach Menschen,
die unter Menschen sein wollen, weil sie einsam sind und der Fernseher
sie nicht tröstet.[...] |
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Schuld
und Sühne im Shopping-Center (von Petersdorff, FAZ, Januar 2007)

[...] Dass sich diese neuen Konsumlandschaften
durchsetzen konnten, ist kein Wunder. Ihre Betreiber bieten Kommunalpolitikern
häufig eine schnelle Lösung für die Krise des innerstädtischen
Handels [...] Der Hauptkritikpunkt lautet, dass die Shopping-Center
der neuen Generation nicht nur innerstädtische Händler vertreiben,
sondern sich selbst genügen. Geschickter Branchenmix und der
Fahrstuhl zum Parkhaus bedeuten, dass der Kunde kaum noch hinausgeht
und etwa in der Fußgängerzone flaniert. Damit stirbt das
urbane Leben, gleichzeitig wächst die Monotonie, weil Einkaufszentren
mit den immer gleichen Filialisten besetzt sind. Gepflegte bunte Langeweile. |
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Shoppingcenter
jagen sich Kunden ab (Reichel, Handelsblatt, Juni 2007)

Der Wettbewerb um Standorte für Shoppingcenter
wird härter.
[...]Marcus Hüttermann, Geschäftsführer Douglas Immobilien
GmbH & Co. KG, wurde deutlich: "Wir brauchen keine neuen
Shoppingcenter." Wenn er die von Betreibern ermittelten Einzugsgebiete
zusammenrechne, müsse Deutschland ein Volk mit 110 Millionen
Menschen sein, sagte der Chef der Immobiliensparte der Parfümeriekette.
Deutschland hat 82 Millionen Einwohner.[...] |
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Shopping
auf Kosten der City (Guratzsch, DIE WELT, November 2007)

Göttinger Diskussion über die Auswirkungen
großer Einkaufstempel
[...]Mit diesem Einmarsch in die Stadtmitte sprengen die großvolumigen
Komplexe die Parzellenstruktur. Ganze historische Quartiere werden
"niedergelegt", um ihnen Raum zu schaffen. Sebastian Sommer,
Bodendenkmalpfleger in München: "Die Innenstädte werden
zu archäologischen Wüsten."[...] |
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