Die
sogenannte Neue Mitte von Fürth von Dr. Alexander Mayer, Stadtheimatpfleger
Das Parkhotel und der Eingang zur Rudolf-Breitscheid-Straße
1957 ein stadtbildprägendes Gebäude.
Die Planung
Eckdaten: 12.000 qm Grundfläche, 45.000
qm Nutzfläche, 25.000 qm Verkaufsfläche. Abriss Bestand
ab Sommer 2009. Eröffnung 2011
Seit Juli diesen Jahres haben das Landesamt für
Denkmalpflege und ich die Ablehnung der Pläne für die
Neue Mitte in der jetzigen Form formuliert. In vier Sitzungen (einschließlich
Begehungen) bis Dezember hat sich der Investor um keinen Zentimeter
bewegt, erst im Vorfeld zur Auslobung zum sogenannten "Architektenwettbewerb"
um einige Millimeter aber einige Millimeter machen immer
noch keinen Zentimeter.
Die Verluste sind somit bekannt, nicht bisher die (Neu-) Gestaltung.
Bekannt ist, was der Investor als unverzichtbar ansieht und woran
nach Auskunft des Baureferates auch im Gutachterverfahren (bzw.
im eingeschränkten Architektenwettbewerb) nicht zu rütteln
sein wird:
Senkrechte Erschließung der Rudolf-Breitscheid-Straße
(Aufriss auf 40 Meter Länge)
Einziehung des öffentlichen Straßenraumes
Rudolf-Breitscheid-Straße (Bereich von
Nr. 4 bis 12)
Weitgehender Flächenabriss in der Rudolf-Breitscheid-Straße,
die Reste werden entkernt.
Mindestgröße 20.000 qm Einkaufsfläche.
Zudem wurde bekannt, dass die Regelung der Erschließung (Anlieferung)
den Planern Probleme bereitet, entweder geschieht dies unterirdisch
mit entsprechenden Abfahrtsrampen oder aber die Moststraße
wird zwischen Hall- und Friedrichsstraße zur Laderampe und
damit de facto gesperrt - womit neben der Rudolf-Breitscheid-Straße
eine weitere Parallelverbindung entfallen würde.
Der Blick aus der
Luft zeigt in etwa den Umfang des Areals, auf dem das Einkaufszentrum
bisher geplant ist. Rechts sind Freiheit und Adenaueranlage
zu erkennen, links liegt die Fußgängerzone, dazwischen
verläuft die Rudolf-Breitscheid-Straße, die teilweise
ins Center integriert werden soll.
Foto: Nürnberg Luftbild / Fürther Nachrichten
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Die ersten Entwürfe
von "Sonae Sierra" für das Einkaufszentrum: Die
Zeichnung zeigt den gläsernen Eingangsbereich auf Höhe
des Hypo-Bank-Gebäudes. Zwei ähnliche Zugänge
sollen in der Hallstraße und in der Fußgängerzone
entstehen. Kritiker sprechen von einem "Flughafenterminal".
Repros: Fürther Nachrichten
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Projekte
des Investors Sonae Sierra
(Deutsche Internetpräsenz: www.sonaesierra.de)
Das Alexa
in Berlin - ein Rundgang
Die Liste der Geschäfte
im alexa. Wenn die Filalen abgezogen sind, bleiben ca. 30 %
Berliner Einzelhandelsgeschäfte übrig. Beim Studieren
der Liste finden sich auch etliche Filialisten, die im City-Center
oder in der Fussgängerzone bis dato eigene Geschäfte
unterhalten.
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Die Öffnungszeiten
und die "Hausordnung".
Alle reden bei Fürths "Neuer Mitte" von der Unpassierbarkeit
nachts von 1 bis 5 Uhr, was passiert an Sonn- und Feiertagen?!
Im Alexa zumindest sind die Türen weitestgehend zu.
Fotografieren(!), Rauchen, Hunde verboten, zur "eigenen
Sicherheit" wird auch noch gefilmt.
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Architektonisch
besonders gelungen die Seitenansicht (Auf dem Gelände des
heutigen Alexas stand das ehemalige Polizeipräsidium und
spätere Hauptquartier der Gestapo mit dem Beinamen die
"Rote Burg"- aus Wikipedia)
Und hier die Ansicht
einer "polyzentrischen" Lieferanfahrt, so demnächst
in der Mostst.?
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Erlebniseinkauf
im Alexa:
Eröffnung des Mediamarkts im Alexa am
11. September (sic!) 2007
"McDonalds-Sturm" im Alexa am 13.10.2007
(Hier ist auch die Kamerafahrt durch das Gebäude bemerkenswert)
Politiker und Presseecho zum Alexa:
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der am
Anfang (2004) begeistert den Spaten schwang...
Aus dersuedenderstaedte.org: Das öffentliche Wohnzimmer - Von Karsten Peters
[...]
Indem die MünsterArkaden mit der Möglichkeit zum Einkauf
nur einen Teil der Funktionen öffentlichen Raums übernehmen,
sich aber zumindest das Recht vorbehalten, nicht alle an dessen
Nutzung teilhaben zu lassen, wird hier nicht nur ein Wohnzimmer
zum öffentlichen Raum, sondern auch der öffentliche
Raum zum Wohnzimmer. Vor der Hand sind die Arkaden jedem zugänglich,
jedoch werden deren Betreiber keinen Skater dulden, den sie
nicht eingeladen haben, kein Punk wird neben der Rolltreppe
einfach nur sitzen dürfen, weil [...] der Eigentümer
und mit ihr die Pächter der Ladenparzellen durch sie ihren
Umsatz gefährdet sehen. Auch deshalb wird die Sparkasse
nicht auf ihr Hausrecht verzichten, werden die "MünsterArkaden"nicht
zu einem öffentlichen Raum, sondern bleiben ein modern
eingerichtetes, ungemütliches Wohnzimmer mit Rolltreppe.
[...]
* "Eine etwaige Verlinkung ist nur mit
Zustimmung der MÜNSTER ARKADEN GbR erlaubt."
Dokumentation der Planung,
Veröffentlichung, Bau und Betrieb des City-Centers Fürth
Das verlorene Einkaufsparadies
Aufstieg und Niedergang des City-Centers
Die "Neue Mitte" ist keine Neuinszenierung,
sondern nur die Wiederaufnahme des Schauspiels "City-Center".
Eine Dokumentation der Bürgerinitiative Bessere Mitte Fürth.
Die Leser dieser
Dokumentation von Dipl. Kfm. Gert Kuntermann und Dr. Michael Müller mögen sich ihr Urteil bilden
und die Koordinaten ihrer Stellung als Bürger dieser Stadt
selbst bestimmen.
Datengrundlage sind Artikel der Fürther Nachrichten
zum City-Center aus dem Zeitraum 1970 bis heute (Stadtarchiv
Fürth: Zeitgeschichtliche Sammlung).
Ende Dezember 1970 erwirbt die Stadt Fürth mit dem
Geismann-Areal Schickedanz - Grundbesitz für
5 Mio. DM. (FN 29.12.1970)
Der Eingang des City-Centers
Fürth
Frühjahr 1977: Stadtentwicklungsreferent und Bürgermeister
Heinrich Stranka berichtet vor kleinem Kreis von Handelseinrichtungen,
die auf dem Geismann-Areal angesiedelt
werden sollen. Kein Vollkaufhaus, kein zentraler Verbrauchermarkt,
keine basarähnlichen Einrichtungen.
Es gehe bei dem geplanten Vorhaben aber um eine Einrichtung,
die geeignet sei, neue Käuferschichten nach Fürth zu bringen.
Ziel: Mehr Attraktivität und Zentralität in
der Fürther Innenstadt. (FN 2. 5. 1977)
September 1978: Attraktivität des Warenangebots im Innenstadtbereich
soll mit neuem Einkaufszentrum wesentlich ansteigen. Die Stadt Fürth
verspricht:
Angriff auf die City:
Kritische Texte zur Konzeption, Planung und Wirkung von integrierten
und nicht integrierten Shopping-Centern in zentraler Lage
Es
ist erschreckend. Bald schon wöchentlich gehen Meldungen
über neue in Planung oder im Bau befindliche innerstädtische
Einkaufszentren durch die Gazetten. In manchen Städten
werden bedenkenlos historische Stadtgrundrisse zerstört,
Baudenkmale beiseite geräumt und die Verödung traditioneller
Einkaufszonen in Kauf genommen, um neuen Einkaufszentren Platz
zu machen. Obwohl seit Jahren kein Wachstum im Einzelhandel
zu verzeichnen ist, werden ständig weitere Verkaufsflächen
geschaffen. Es scheint, dass diese Umformungen um jeden Preis
verwirklicht werden sollen, auch wenn damit der Verlust einer
über Jahrhunderte gewachsenen Stadtkultur verbunden ist.
Im vorliegenden Aufsatzband beschäftigen sich namhafte
Architekturkritiker, Stadtsoziologen, Stadtplaner, Geografen,
Consulter, Makler und Betreiber von Einkaufszentren aus unterschiedlichsten
Blickwinkeln mit diesem Thema.
Über die Herausgeber:
Walter Brune, Dipl.-Ing., 1926 in Bremen geboren, machte
sich bereits 1950 als Architekt selbstständig. Seit 1970
ist er auch Bauherr zahlreicher Projekte, wie etwa der Kö
Galerie in Düsseldorf (1987 »Shopping Center of
the Year«, icsc New York).
Rolf Junker, Dipl.-Ing., 1950 in Soest geboren, geschäftsführender
Gesellschafter des Büros Junker und Kruse Stadtforschung/Planung
in Dortmund, ist Mitglied der Deutschen Akademie für
Städtebau und Landesplanung.
Holger Pump-Uhlmann, 1960 in Lübeckgeboren, Architekt
und Architekturhistoriker, hat an der TU Delft/Niederlande
promoviert. Er ist freiberuflich tätig.
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verantwortlichen Personen erlaubt! Fragen an kontakt@bessere-mitte-fuerth.de