Logo der Bürgerinitiative Eine bessere Mitte für Fürth Abendstimmung auf der Fürther Freiheit      
           
 
 
   
 
Mediathek:
Mi., 25.01.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Imagepflege für die Innenstadt"
Fr., 13.01.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Verwirrspiel im City-Center"
Sa., 28.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Abschied von einem trostlosen City-Center"
Mo., 26.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Einkaufspläne: Ein Hoffen und Bangen"
Mo., 12.12.2011
Leserbrief von Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer in den Fürther Nachrichten veröffentlicht auf fuerther.freiheit.info
Do., 08.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Korb vom Fürther Baukunstbeirat"
Di., 06.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt lockt ihren Baukunstbeirat"
Sa., 26.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Handwerk fühlt MIB auf den Zahn"
Fr., 25.11.2011
Kommentar in den Fürther Nachrichten:
"Schräge Töne ohne jede Not"
Fr., 25.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abschied vom Architektenwettbewerb"
Di., 22.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Architekten pochen auf den Wettbewerb"
Mo., 21.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Kaufkraft fließt zu stark ab"
Fr., 18.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Stadt schlägt neuen Kurs ein"
Sa., 29.10.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Projekt für die City: Kippt der Wettbewerb?"
Mi., 12.10.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Das City-Center schließt Mitte Januar"
Di., 13.09.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Jetzt bekommen die Architekten das Wort"
So., 14.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Kontroverse ohne Ende - der politische Zwist um Möbel Höffner geht weiter"
So., 14.08.2011
Der kommunal-politische Kommentar in den Fürther Nachrichten:
"Schulterschluss für die City"
Di., 09.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"In Fürth bahnt sich der Umschwung an"
Di., 09.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Marktkauf-Gebäude bleibt länger verwaist"
Sa., 06.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt gibt das her"
Do., 04.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Thema Innenstadt: Der Investor hat das Wort"
Mo., 01.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Center verleibt sich C&A ein"
Fr., 29.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wie geht es mit dem Einkaufsschwerpunkt weiter?"
Do., 28.07.2011
Artikel auf fuerth.de:
"Entscheidung für Investor gefallen"
Mi., 27.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Berliner Firma baut Fürther Einkaufszentrum"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Rennen scheint gelaufen"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Noch ein Votum für MIB"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wachsende Gegnerschar will Höffner stoppen"
Mo., 18.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Investor klagt über verfrühte Diskussion"
Mi., 14.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Stadt verschiebt das Votum um eine Woche"
(inkl. Bilderstrecke)
Mo., 11.07.2011
Dokumentation auf der Seite der Medien PRAXIS:
Videos von den Präsentationen der Investoren
Sa., 09.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Drei Entwürfe für den Fürther Einkaufsschwerpunkt"
Do., 08.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Absage an das Ufo"
Mi., 07.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Spannung in der Fürther Innenstadt steigt"
Mi., 11.05.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Weiterer Bewerber wirft das Handtuch"
Do., 14.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Im Fürther City-Center stehen die Zeichen endlich auf Grün"
Fr., 08.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Stück Innenstadt ins Internet verdrängt"
Sa., 02.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Nachbarn machen Fürth Konkurrenz"
Mi., 30.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Projektbeirat muss schweigen"
Sa., 26.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Marktkauf-Komplex soll aufgemöbelt werden"
Sa., 19.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther City: Auftritt der Investoren"
und der Kommentar von Wolfgang Händel:
"Pannen und Lokalpatrioten"
Fr., 18.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Debatte um den Denkmalschutz"
Mi., 16.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Zweifel am effektiven Denkmalschutz"
Mi., 02.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"City-Center: Käufer beruhigt die Skeptiker"
Sa., 26.02.2011
Artikel im Sonntagsblitz:
"Fürths neues Vorzeigeprojekt"
Do., 24.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Markstein auf dem Weg zur attraktiven City"
Di., 22.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Innenstadtpläne kommen großen Schritt voran"
Sa., 19.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Jetzt geht es in die Vollen"
Di., 15.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Schulterschluss von Handwerk und Handel"
Fr., 11.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Das heikle Ringen um mehr Öffentlichkeit "
Mi., 09.02.2011
Blogbeiträge in der Fürther Freiheit zur Meldung in den Fürther Nachrichten "Wirtschaftsbeirat ..."
Mi., 09.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wirtschaftsbeirat kritisiert die Grünen"
Sa., 05.02.2011
Pressemitteilung zur Kritik an der "Erklärung zur Innen-stadtentwicklung" im "Neue Mitte"-Blog der Grünen u.a. mit einer Grafik des vorgeschlagenen Verfahrens der Stadt Fürth
Sa., 05.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Streit um den Einkaufsschwerpunkt schwelt"
Do., 03.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Grüne verärgern Wirtschaftsreferenten"
Mi., 02.02.2011
"Erklärung zur Innenstadtentwicklung" der Grünen im Original
So., 28.11.2010
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"»Einkaufsstadt Fürth«: Die Weichen werden jetzt gestellt"
So., 29.08.2010
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"Neues von der neuen »Neuen Mitte«"
Mi., 06.08.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Hoffnung im Center"
Di., 14.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Mangel an 'junger Mode'" dazu passend die Dokumentation von Dr. M. Müller:
"Einkaufsstadt Fürth. Eine Analyse des innerstädtischen Einzelhandels
jetzt online!
Di., 07.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"BI Bessere Mitte bleibt am Ball"
Fr., 03.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"City-Center: OB warnt vor zu viel Euphorie"
Do., 02.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Viel Hoffnung auf eine neue 'Neue Mitte'"
Mi., 01.07.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Pläne für die Neue Mitte haben sich erledigt"
und der Kommentar:
"Das Center ist tot, es lebe das Center!"
Mo., 22.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"In der Neuen Mitte brodelt die Gerüchteküche"
Sa., 13.06.2009
Leserbriefe in den Fürther Nachrichten im Original und mit dokumentierten Kürzungen bei zonebattler.net
Mo., 08.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerinitiative ist verärgert über OB"
Do., 04.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"CSU attackiert den Fürther OB"
Die in dem Artikel erwähnte Presse-mitteilung der CSU
Sa., 30.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Eine Chance für Fürth"
Fr., 29.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"CSU und Grüne klären die Fronten"
Do., 28.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Neue Mitte: Entscheidung muss noch warten"
Mo., 25.05.2009
Artikel
in der Nürnberger Zeitung:
"Überschätzte
'Neue Mitte'?"
Sa., 23.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Streit um Zahlen"
Do., 21.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Herbe Kritik am CSU–Schwenk"
Der in dem Artikel erwähnte JHV-
Leitantrag der SPD zur "Neuen Mitte"
Di., 19.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"CSU nähert sich der Bürgerinitiative"
Mo., 18.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Buntes Fest für Erhalt der Breitscheidstraße"
Sa., 16.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Baureferent rät zum bedächtigen Vorgehen"
Fr., 15.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Kritische Händler fordern den runden Tisch"
Do., 14.05.2009
Artikel
in der Nürnberger Zeitung:
"Fürth: 'Neue Mitte' oder 'bessere Mitte'?"
Mi., 13.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"'Besser feiern' in der Breitscheidstraße"
Mi., 13.05.2009
Fernsehbericht in Franken TV in den Nachrichten (das Datum 13.05.2009 muss auf der Seite ausgewählt werden)
Zu sehen auf der Seite von
Franken TV
Di., 12.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Kritiker pochen auf einen Bürgerentscheid"
Do., 07.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Rathauschef heizt die Diskussionen an" und der Kommentar:
"Kritik an der falschen Stelle"
Mi., 06.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Neue Mitte: Stimmung ist durchwachsen"
Di., 05.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten: "Ernüchterung statt Erkenntnis"
und in der NZ:
"Fürth will um 'Jahrhundertchance' kämpfen"

Mo., 04.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt hat Plan B schon in der Schublade"

Fr., 01.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Neue Mitte droht zu scheitern"
und der Kommentar:
"Kein Grund zur Schwarzmalerei"
Do., 30.04.2009
Artikel
in der NZ:
"Neue Mitte Fürth droht zu scheitern"
Do., 23.04.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Denkmalpfleger im Clinch mit der Stadtspitze"
Fr., 10.04.2009
Relaunch der Internetseite der "Kritischen Einzelhändler"
Do., 09.04.2009
Leserbriefe
in den Fürther Nachrichten:
"Große Befürchtungen"
Do, 02.04.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Der Dialog stockt nach dem ersten Treffen"
 
Mo., 30.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Im Handel knirscht es - Kritische Geschäftsleute werden offensiv"
So., 29.03.2009
Internetseite der "Kritischen Einzelhändler" online
Fr., 27.03.2009
Presseerklärung

"Neue Mitte": Unvereinbare Standpunkte - Bürgerinitiative ist enttäuscht über mangelnde Kompromiss-bereitschaft des Investors Sonae Sierra
Mi., 25.03.2009
Leserbriefe
in den Fürther Nachrichten:
"Riesenchance oder Katastrophe?"
Mi., 21.03.2009
Hörfunkbericht im Bayerischen Rundfunk über Verluste im Einzelhandel durch das Einkaufszentrum "Stadtgalerie" in Schweinfurt: "Dass der Investor sein Geld..."
 
Do., 19.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Der Rathauschef müht sich um Fürths Image"
 
Mi., 18.03.2009
Berichte im Bayerischen Rundfunk über das neue Einkaufs-zentrum "Stadtgalerie" in Schweinfurt:
Artikel "Einzelhändler klagen über Umsatzeinbrüche"
Fernsehbeitrag
"In der Innenstadt bleiben Kunden aus"
Di., 17.03.2009
Artikel
in den Erlanger Nachrichten:
"SPD erforscht Laden-Leerstände"
 
Mo., 16.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerinitiative will von Erfahrungen profitieren"
Di., 10.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerentscheid zum Thema Neue Mitte rückt näher"
Sa., 28.02.2009
Leserbrief
in den Fürther Nachrichten:
"Ringen um öffentliches Eigentum"
Di., 24.02.2009
Artikel
in der Süddeutschen Z. über das von Soane Sierra betriebene "Alexa" in Berlin:
"Das Leben ist eine Baustelle"
Sa., 21.02.2009
Leserbrief
in den Fürther Nachrichten:
"Innenstadtcharakter respektieren"
Fr., 13.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Annäherung bei der Neuen Mitte"
Do., 12.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Gegenentwurf soll die bessere Mitte bringen"
Mi., 11.02.2009
Fernsehbericht des Bayerischen Fernsehens (BR 3) in der Frankenschau
Zu sehen auf BR-online
Sa., 07.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Das City-Center als Mahnmal?" und "Wettbewerb dauert länger"
Di., 03.02.2009
Artikel
im Fränkischen Tag:
"Einkaufscenter-Boom erreicht Fürth"
Di., 03.02.2009
Artikel
in Focus:
"Einkaufszentren -
In der City nur noch Ramsch"
Zu lesen auf der Seite von Focus online
Mi., 21.01.2009
Fernsehbericht des Bayerischen Fernsehens (BR 3) in der Frankenschau
Zu sehen auf BR-online
Mi., 21.01.2009
Hörfunkinterviews im Bayerischen Rundfunk (BR 1) mit OB Dr. Thomas Jung und BI-Sprecherin Ursula Kreutz
Zu hören auf BR-online
Mi., 21.01.2009
Kommentar zur Podiumsdiskussion der FN: "Eine ermutigende Erfahrung"
Zu lesen auf der
Seite der Fürther
Nachrichten
Di., 20.01.2009
Video zur Podiumsdiskussion der FN
Zu sehen auf der Seite der Fürther Nachrichten
Di., 20.01.2009
Artikel zur Podiumsdiskussion der FN: "1000 Fürther beim FN-Forum"
Zu lesen auf der
Seite der Fürther
Nachrichten
Fr., 16.01.2009
Fernsehbericht in Franken TV in den Nachrichten (das Datum 16.01.2009 muss auf der Seite ausgewählt werden)
Zu sehen auf der Seite von
Franken TV
Do., 15.01.2009
Hörfunkinterviews
bei Radio Franken mit:
Dr. Michael Müller - Sprecher der Bürgerinitiative

Dr. Thomas Jung - Oberbürgermeister der Stadt Fürth
 
6. Dezember 2011
Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Fürth
 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Jung,

der Stadtrat hat unserer Ansicht nach am 23.11.2011 unter Punkt 3 mit knapper Mehrheit einer Beschlussvorlage zugestimmt, deren konkreter Inhalt unklar und stark interpretierfähig bleibt.

In der Stellungnahme der BI vom 27.10.11 zum weiteren Verfahren nach Abschluss des In­vestoren-Auswahlverfahrens hat sich die BI für einen gut vorbereiteten Wettbewerb ausge­sprochen und hierzu konkrete Wünsche formuliert. Gleichzeitig hat die BI eine mögliche Alternative in Form eines echten Workshop-Verfahrens skizziert. Leider wurde der Vorschlag, genauere Informationen über das Verfahren in Wittenberg, einzuholen, nicht aufgegriffen. Nach unserem jetzigen Kenntnisstand und nach dem Vortrag von Herrn Laule im Stadtrat handelt es sich beim »kooperativen Dialogverfahren« in Wittenberg nicht um ein echtes Workshop-Verfahren, wie es sich die BI vorstellen könnte.

Dazu aus unserer Stellungnahme vom 27.10.2011 (s.u.):

»…Im Falle eines Workshops wie er von MIB in Wittenberg durchgeführt worden ist, wäre interessant (evtl. vor Ort) zu erfragen, wie dieser Workshop konkret realisiert wurde, wie die Erfahrungen waren und wie die Ergebnisse ausgefallen sind. Im Wortsinne impliziert ja ein ‘Workshop’ ein mehrtägiges ‘Werkstatttreffen’ verschiedener Planer, die gemeinsam oder in Konkurrenz, aber mit direktem Feedback eines Supervisors verschiedene Varianten und Ideen für ein Projekt oder Areal entwickeln. Dieses Vorgehen käme dem in der Präsentation des Kon­zeptes von Herrn Craven geäußerten Vorschlag, dass die Geschäftshäuser auf der nördlichen RBS auch durchaus von unterschiedlichen Architekten entwickeln werden könnten, um schon dadurch eine stadtverträgliche Maßstäblichkeit zu erreichen, sehr nahe. Die BI glaubt, dass ein in dieser Richtung geartetes ‘Workshop-Verfahren’ bei sorgfältiger Auswahl der Workshop-Teilnehmer und Leitung des Workshops durch James Craven durchaus positive Ergebnisse hervorbringt…«

Ein solches echtes Workshopverfahren wurde unserer Kenntnis nach bereits einige Male – vorwiegend mit städtebaulicher Aufgabenstellung – erfolgreich praktiziert. Für den Gestaltungsprozess im Falle des Einkaufsschwerpunktes Rudolf-Breitscheid-Straße wäre dies ein mögliches Verfahren, das bei richtiger Vorbereitung durchaus Erfolg versprechend sein könnte. Die BI favorisiert nach heutigem Kenntnisstand und Beschlusslage im Stadtrat ein echtes Workshop-Verfahren mit kompetitivem und gleichzeitig kooperativem Ansatz.

Die BI spricht sich dafür aus, dass weiterhin ein breiter Dialog in der Stadtgesellschaft gesucht wird. Nach den Vorstellungen der BI sollten die Vertreter der Fraktionen im Fürther Stadtrat eng in den weiteren Gestaltungsprozess mit einbezogen werden.

Nach unserer Auffassung besteht im Fall des Einkaufsschwerpunktes RBS ein hoher Grad an Übereinstimmung zwischen dem, was sich die Fürther Bürger, der Investor und auch die Fach­leute als Ergebnis für die Fürther Innenstadt wünschen. Der Weg dorthin wird z. Zt. kontrovers diskutiert, er führt unserer Ansicht nach aber immer über Transparenz und Dialog.

Die BI steht der Stadt Fürth auch weiterhin als konstruktiver Dialogpartner zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Manuela Helfrich
Dr. Thomas Heyden
Dr. Christofer Hornstein
Dirk John
Peter Krauss
Maria Langer
Dr. Alexander Mayer
Martin Peetz
Kamran Salimi
Ralph Stenzel
Susanne Zoller

 
 

27. Oktober 2011

STELLUNGNAHME der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"
zum weiteren Vorgehen im Verfahren zum Einkaufsschwerpunkt
Rudolf-Breitscheid-Straße


Die BI "Bessere Mitte für Fürth" steht – wie in früheren Stellungnahmen ausführlich
begründet – hinter dem vom Architekturbüro Dunett/Craven erarbeiteten Konzept des
Berliner Investors MIB.

Für die BI sind folgende städtebaulichen und architektonischen Eckpfeiler des MIBKonzepts besonders wichtig:

  1. Erhalt der RBS in voller Breite und Aufwertung des öffentlichen Raumes durch
    Umwandlung der RBS bis zur Fürther Freiheit in eine Fußgängerzone mit
    hohem Aufenthaltscharakter
  2. Erhalt und Integration der Baudenkmäler auf der südlichen RBS inkl. ihrer
    gesamten historischen Bausubstanz
  3. Beschränkung der Verkaufsfläche auf die für Fürth verträglichen 15.000 m²
  4. Schaffung großflächiger Einzelhandelsflächen für hochwertige Textilprodukte
    und Schuhe
  5. Erhalt der Parkhotel- bzw. Festsaal-Fassade an der Moststraße
  6. Erschließung der rückwärtigen Projektflächen durch attraktive Lichthöfe
  7. Offenes Geschäftshausmodell mit Verzicht auf interne Mall und Aufwertung
    der Straße als natürliche Mall. Dadurch auch Vernetzung des
    Einkaufsschwerpunkts mit dem benachbarten Einzelhandel
  8. Rückführung der Kubatur an der Parkhotel-Ecke auf die Dimensionen vor
    Aufstockung des Parkhotels
  9. Möglichkeit einer differenzierten und auf die Fürther Innenstadt angepassten
    Fassadengliederung bei den Neubauten auf der nördlichen RBS

Die nun aufgeworfene Frage, ob der ursprünglich in der Aufgabenbeschreibung zum
Dialogverfahren angeführte klassische Architekten-Wettbewerb oder ein sog.
Workshop-Verfahren wie von MIB in der Weltkulturerbestadt Wittenberg praktiziert,
zum besten Ergebnis für die Stadt führen, vermag die BI nicht vorauszusagen.

Im Falle eines beschränkten Architektenwettbewerbs wünscht sich die BI, dass
folgende Punkte beachtet werden:

  1. Der Investor, die Stadtverwaltung und ein von der Stadt Fürth bestimmter
    Projektbeirat erarbeiten eine Auslobung, die sich streng am Grundkonzept des
    Architekten James Craven orientiert und zusätzlich die Möglichkeit lässt, auch
    den unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Festsaal des Parkhotels in
    einen Entwurf mit zu integrieren.
  2. Wettbewerb als beschränkter Wettbewerb mit mindestens 8 Teilnehmern, die
    positive Referenzen in der Realisierung von Neubauten in historischen
    Innenstädten haben. Die BI hat der Stadt Fürth und dem Investor einige
    Vorschläge zu entsprechenden Büros gemacht.
  3. James Craven als Vorsitz einer Jury, deren Fachpreisrichter ebenfalls positive
    Referenzen aufweisen sollten.
  4. Eventuell könnte eine Zwischenpräsentation hilfreich sein.

Im Falle eines Workshops wie er von MIB in Wittenberg durchgeführt worden ist,
wäre interessant (evtl. vor Ort) zu erfragen, wie dieser Workshop konkret realisiert
wurde, wie die Erfahrungen waren und wie die Ergebnisse ausgefallen sind. Im
Wortsinne impliziert ja ein "Workshop"ein mehrtägiges "Werkstatttreffen"
verschiedener Planer, die gemeinsam oder in Konkurrenz, aber mit direktem
Feedback eines Supervisors verschiedene Varianten und Ideen für ein Projekt oder
Areal entwickeln. Dieses Vorgehen käme dem in der Präsentation des Konzeptes
von Herrn Craven geäußerten Vorschlag, dass die Geschäftshäuser auf der
nördlichen RBS auch durchaus von unterschiedlichen Architekten entwickeln werden
könnten, um schon dadurch eine stadtverträgliche Maßstäblichkeit zu erreichen, sehr
nahe. Die BI glaubt, dass ein in dieser Richtung geartetes „Workshop-Verfahren“ bei
sorgfältiger Auswahl der Workshop-Teilnehmer und Leitung des Workshops durch
James Craven durchaus positive Ergebnisse hervorbringt.

Im Ergebnis wünscht sich die BI

  1. Eine nachhaltig zeitlose Gestaltung im Dialog mit dem historischen Kontext,
    also unter Aufnahme stadttypischer Proportionen und Materialien
  2. Integration und Erhalt des denkmalgeschützten historischen Saals
  3. Aufwertung des öffentlichen Raumes an dieser Stelle
  4. Vermeidung von historisierender Disney- oder Kulissenarchitektur
  5. Vermeidung modernistischer Bausünden von überschaubarer
    geschmacklicher Halbwertszeit und absehbar schwindender gesellschaftlicher
    Akzeptanz
  6. Einen qualitätvollen Ersatzbau für das Parkhotel, in dem durchaus auch die
    historischen Fassadenelemente des jetzigen Gebäudes integriert werden
    können
  7. Sorgfältige Gestaltung der „rückwärtigen“ Fassaden in der Moststraße

Wenn diese Punkte - bei welchem auch immer gewählten Verfahren - beachtet
werden, so ist sich die BI sicher, wird es auch zu einem hochwertigen Besatz der
Flächen kommen und davon die gesamte "Einkaufsstadt Fürth" profitieren.

Die Unterzeichner: Lothar Berthold, Dr. Thomas Heyden, Manuela Helfrich, Klaus Heller,
Dr. Christofer Hornstein, Peter Krauss, Ursula Kreutz, Dr. Alexander Mayer, Dr. Michael Müller, Martin Peetz, Werner Schmidt, Sandra Spranger, Ralph Stenzel, Angela Wenzel, Susanne Zoller

 

Zum denkmalgeschützten Festsaal bzw. "Kaisersaal" im ehemaligen Parkhotel:

Die BI betrachtet den Festsaal als besonders schützenswert und sehr gut in ein Gesamtkonzept integrierbar. Die Zerstörungen durch Umnutzung und Vandalismus sind überschaubar und nach Rückbau der neuzeitlichen Technikräume kann der Saal zum Highlight des ganzen Projekts werden. Gerade für den hochwertigen Textilhandel, für den seitliche Belichtungsflächen oft unerwünscht sind, wäre der repräsentative Saal mit natürlicher Oberbelichtung ideal. Denkbar wäre ein modernes "Haus-in-Haus"-Konzept, bei dem weitgehend ohne Wandanbindung in den Saal ein transparenter oder geöffneter Kubus gestellt wird. Denkbar wären auch "schwebende" Ebenen. Auf diese Weise bliebe der Saalcharakter mit seiner imposanten Decke erhalten und erlebbar. Weiterer Vorteil wäre eine denkmalverträgliche Rückbaumöglichkeit und dadurch die Möglichkeit, den Saal in späteren Zeiten auch wieder als Saal zu nutzen.

Das BI-Mitglied Dipl. Ing. Klaus Heller hat sich die Mühe gemacht, die Innenansicht des Saals dreidimensional in einer CAD-Animation darzustellen, um die vor Ort momentan nicht zu erlebenden Potentiale des Saales zu erkennen.

 

 
Historische Ansicht des Festsaals 1915
 
Schnitt des Festsaals - Animation von Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
Computergenerierte Ansicht des Festsaals - Animation Dipl. Ing. Klaus Heller - BI Bessere Mitte für Fürth
 
Neues von der neuen Mitte - die Weichen werden jetzt gestellt
 
11. Juli 2011

Presseerklärung der Bürgerinitiative zu den abgegebenen Angeboten im wett-bewerblichen Dialogverfahren "Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße"
 

Die Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ bedankt sich bei den Investoren, die sehr
viel Mühe und Arbeit aufgewendet haben, um ein konkretes und teilweise sehr
detailliertes Angebot für den neuen „Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße“
nach den Vorgaben der Stadt Fürth abzugeben.
Die Angebote dreier renommierter, deutschlandweit und teilweise europaweit
agierender Investoren haben gezeigt, wie attraktiv Fürth als Investitionsstandort ist
und dass ausgearbeitete Vorgaben der Stadt Investoren nicht etwa abschrecken,
sondern ganz im Gegenteil als Orientierung für seriös agierende Investoren eher
hilfreich sind.

Den Vertretern der Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ sind Kaufpreisangebot und
rechtliche Vertragsklauseln der drei Angebote im Detail nicht bekannt. Somit können
von unserer Seite die Aspekte der Angebote in dieser Hinsicht nicht wirklich beurteilt
werden. Die Bürgerinitiative hat aber großes Vertrauen in die kompetente Bewertung
dieser Zuschlagskriterien durch die Verwaltung. Als selbstverständlich erscheint es
der BI, dass der Verkauf der drei Grundstücke Parkhotel, Fiedler- und Wölfelareal
(die alle von der Stadt äußerst günstig erworben wurden und eine absolute 1a-Lage
mit natürlich gegebener Frequenz aufweisen) mindestens kostenneutral für die Stadt
erfolgen muss. Selbstredend sollten auch die Kosten für den nach Abschluss der
Baumassnahme wieder – hoffentlich gestalterisch aufgewertet – herzustellenden
öffentlichen Raum vom Investor übernommen werden. Der Vertrag sollte keine
unzumutbaren Rücktrittsklauseln, aber entsprechende Erfüllungsbürgschaften der
Investoren erhalten.

Unter Würdigung der Angebotspräsentationen im Projektbeirat am 7.7.2011
und vorbehaltlich der oben erwähnten rechtlich-vertraglichen Gesichtspunkte
empfiehlt die Bürgerinitiative „Bessere Mitte Fürth“ der Stadt, das Angebot der
Firma MIB anzunehmen. Der Vertreter der BI wird im Projektbeirat
entsprechend votieren.

Begründungen:

MIB lässt den öffentlichen Raum als solchen unangetastet und wertet ihn auf. Das
MIB- Konzept schafft es, über ein reines Geschäftshausmodell mit attraktiven
Lichthöfen und der Straße als natürlicher „Mall“ ein auf Fürth individuell
zugeschnittenes Konzept anzubieten, das verspricht, sich sowohl in der Architektur
als auch im damit angezogenen Besatz vom üblichen Shopping-Center-Einerlei
wohltuend abzusetzen, welches keiner in Fürth will und braucht.
Bei den Zuschlagskriterien „Öffentlicher Raum“ und „Städtebau/Maßstäblichkeit“
vergibt die BI die volle Punktzahl an MIB und sieht keinen Verbesserungsbedarf.
Besonders positiv soll hier erwähnt werden, dass MIB vorschlägt, die einzelnen
Geschäftshausfassaden von unterschiedlichen Architekten entwickeln zu lassen, um
so die Gefahr einer entstehenden Großstruktur schon im Ansatz zu vermeiden.
Beim Kriterium „Denkmalschutz“ liegt MIB ebenfalls vorne, weil mit den Denkmälern
an der südlichen Rudolf-Breitscheidstraße deutlich am sensibelsten umgegangen
wird und weil die Fassade und die Saaldecke (zumindest nach der Schnittzeichnung
von MIB) des denkmalgeschützten Saales im Parkhotel erhalten werden sollen. Hier
regt die BI an, noch einmal im Detail prüfen zu lassen, ob nicht doch der Erhalt des
gesamten Saales möglich ist.

Die „Erschließung“ erschien der BI ebenfalls schlüssig. Die Geschäftserschließung in
die Tiefe über Lichthöfe ist genial zu nennen. Die Anlieferung über die Moststraße ist
vermutlich ohne echte Alternative und die verhältnismäßig kleine Anzahl der
Parkplätze erhöht den integrativen Faktor des Konzeptes: Der Kunde kommt mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln oder nutzt den bisher in Fürth eigentlich ausreichend
verfügbaren Parkraum in den Parkhäusern. Die bestehenden Parkhäuser und die UBahn-
Stationen mit unmittelbarer Anbindung an die vorhandenen fußläufigen
Einzelhandelslagen wirken so als „Magneten“ bzw. als „Knochenenden“ für die
gesamte Einkaufsstadt. Die Kundenfrequenz in der bisherigen Fußgängerzone steigt.
Anzumerken wäre hier, dass die erhobenen Gebühren in den bestehenden
Parkhäusern deutlich günstiger gestaltet werden sollten und dass zusammen mit
allen Einzelhändlern der Innenstadt über ein einheitliches Erstattungssystem bei
Kauf nachgedacht werden sollte.

Nicht im Kriterienkatalog als Bewertungspunkt enthalten, aber dennoch sehr wichtig
erscheint der BI, dass die Firma MIB durch Ihr bisheriges Engagement z.B. in Leipzig
und in der Weltkulturerbestadt Wittenberg eindrucksvoll dargestellt hat, dass sie ein
„stadtverträgliches Bauen im historischen Umfeld“ nicht nur kann, sondern auch will.
Dass gestalterisch und wirtschaftlich nachhaltiges Engagement bei MIB keine
Absichtserklärung oder reines Präsentationsvokabular darstellt, lässt sich sehr gut
anhand der Referenzenliste von MIB nachprüfen.

Wichtig und zielführend sieht die BI den Architekten-Wettbewerb im Anschluss an die
Auswahl des Investors an. Der Auslobungstext sollte die Leitlinien des MIBKonzeptes
deutlich herausstellen. Bei der Auswahl der Teilnehmer, vor allem aber
bei der Auswahl der Jury ist darauf zu achten, dass alle Beteiligten positive
Referenzen im Umgang mit historischen Städten und deren denkmalgeschützer
Bausubstanz aufweisen können.

Susanne Zoller
Peter Krauss
Klaus Heller
Dr. Alexander Mayer
Dr. Christofer Hornstein

 
 
20. Juni 2011
 
     
     
11. Mai 2011

Das Investorenauswahlverfahren in Dialogrunden und die Vertreter/innen der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"
 
Das Investorenauswahlverfahren findet als Geheimwettbewerb statt.

Hierbei gibt es Dialogrunden (Vertreter der Stadt) mit den Bewerbern (Investoren/Errichter) und den begleitenden Projektbeirat, der von den Dialogteilnehmern der Stadt über den "Dialog" mit den Investoren detailliert informiert wird.

Im Projektbeirat sind mit je einer Stimme vertreten:
die im Stadtrat vertretenen Parteien (Grüne, SPD, CSU),
die Bürgerinitiative,
der Einzelhandel,
der Wirtschaftsbeirat
und der Stadtheimatpfleger

Diese sieben Vertretungen werden nach Ihrer letzten Zusammenkunft, Mitte Juli,
eine Empfehlung für einen der Bewerber aussprechen. Dabei dürfen sich auch die Stellvertreter einbringen, aber nur über eine(n) Sprecher(in) - für die BI "Eine bessere Mitte für Fürth": Christofer Hornstein und Susanne Zoller / Stellvertreter: Klaus Heller
und Peter Krauß.

Der Stadtrat entscheidet dann, aufgrund der Entscheidungen der Fraktionen und des
Vorschlages des Projektbeirates, Ende Juli, wer den Zuschlag erhält.

Die Projektbeirat-Sitzungen finden immer kurz nach den Dialogrunden statt.

Die 1. PBS war am 29.03., hier konnten auch alle Vertreter der sieben Delegierten
teilnehmen; alle wurden zur Geheimhaltung verpflichtet. Da noch nicht alle
Teilnehmer die Geheimhaltungserklärung unterzeichnet hatten, wurde in dieser
Runde nur "oberflächlich" über die Dialogrunde 1 / Stufe 1 "Grobplanung" (siehe
Aufgabenbeschreibung Investorenauswahlverfahren …) informiert.

Die 2. PBS fand am 18.04. statt:
hier wurden die in der Dialogrunde 1 / Stufe 2 "Raumprogramm und Erschließung"
im Maßstab 1:500 vorgelegten Planungen der Bewerber vorgestellt.

Die 3. PBS wird nun mit einer Begehung des "Parkhotels mit Theatersaal"
verbunden (hier sind auch wieder die Vertreter der sieben Delegierten zugelassen).

Die 4. PBS behandelt Anfang Juni die Dialogrunde "Recht und Grundstückserwerb";
hierbei sind wieder "nur" die sieben Vertreter der Gruppierungen anwesend.

Die 5. PBS dient der nochmaligen Darstellung der Ergebnisse aus den vorhergehenden
Dialogrunden, diesmal auch mit Teilnahme der Stellvertreter.

Mitte Juli soll dann, nach Vorstellung der Konzepte in der Öffentlichkeit, in der letzten PBS
ein abschließendes Votum des Projektbeirates, mit je einer Stimme pro Interessengruppe, erfolgen.

Unsere Vertreter/innen bei den Dialogrunden:
Dr. Christofer Hornstein   Susanne Zoller
     
 
     
Wohnort: Fürth - Ritzmannshof
Beruf: Architekt - selbständig
Schwerpunkt: Denkmalpflege - Sanierung
Homepage mit Büroprofil: www.architekt-hornstein.de
in der BI aktiv seit: Januar 2009
Funktion in der BI: BI- Sprecher und Vertreter im Projektbeirat

  Wohnort: Fürth - Südstadt
Beruf: Wirtschaftsmathematikerin - Statistik
in der BI aktiv seit: Dezember 2008
Funktion in der BI: BI-Sprecherin und Vertreterin im Projektbeirat
Schwerpunkt: Dimensionierung und wirtschaftliche Aspekte
Fürth ist eine außergewöhnlich vielseitige und freundliche Stadt. Die Innenstadt hat zudem eine einmalig hohe Dichte an historischer Bausubstanz. Gerade die Geschlossenheit der erhaltenen Sandsteinfassaden in der westlichen Innenstadt macht Fürth zu einem einzigartigen Juwel unter den bayerischen Großstädten. Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich, mich für eine ange­messene bauliche Entwicklung unserer schönen Stadt einzusetzen. Mein Ansatz ist "sachbezogenes Wirken durch Überzeugen" anstelle von polari­sierender Fundamentalopposition. Dabei setze ich besonders auf den konstruktiven Dialog mit allen Stadtgestaltern und fordere diesen auch ein.

Ich stehe als Architekt für einen Denkmalschutz mit Augenmaß und habe eine ebenso kritische Distanz zum Diktat der Moderne in der "Architekturszene" und zur Globalisierung unserer gebauten Umwelt wie zur historisierenden Kulissenarchitektur. Jedes neue Bauwerk sollte sich in seiner Außenwirkung dem großen Ganzen unterordnen und im vermittelnden Dialog mit seiner gebauten und natürlichen Umgebung stehen.

  Ich wohne seit zwölf Jahren in Fürth. Mich hat das besondere Flair der Stadt - urbanes Leben hier, kleinstädtische Strukturen da, historisch gewachsenes Stadtbild - sofort fasziniert und angezogen. Dennoch: Leben heißt Veränderung.

Daher möchte ich im Rahmen der Mitwirkungs­möglichkeiten der BI im Projektbeirat dazu beitragen, dass das neue Einkaufzentrum in Größe und Auslegung zu Fürth passende Dimensionen erhält. Es sollte eine Ergänzung und belebende Konkurrenz zum innerstädtischen Einzelhandel darstellen und sich mit all seinen notwendigen Funktionalitäten gut in die umgebende Stadt integrieren. Außerdem ist mir die stadtbildver­trägliche Gestaltung des geplanten Einkaufs­schwerpunktes unter Umnutzung und Erhalt vorhandener Baudenkmäler wichtig.

Seit Bestehen der Bürgerinitiative habe ich mich intensiv in das Thema "Innerstädtische Einkaufs-zentren" eingearbeitet und die Erfolgsfaktoren gelungener Lösungen kennengelernt. Ich möchte die Möglichkeit nutzen, dies im konstruktiven, sachlichen Dialog im Projektberat einzubringen.

     
Klaus Heller   Peter Krauß
     
 
     
Dipl.-Ing. (FH), 42 Jahre, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative "Bessere Mitte"

Der Bauingenieur ist schon vor vielen Jahren aus dem Landkreis nach Fürth gezogen:

"Es lebt sich zwischen den großzügigen Grün­flächen sehr angenehm. Auf Spaziergängen durch die Stadt entdecke ich gerne immer neue Details, ob architektonisch oder menschlich!
In der Bürgerinitiative engagiere ich mich, da die Rudolf-Breitscheid-Straße einen sehr sensiblen Teil Fürths darstellt. In diesem Zusammenhang interessiere ich mich vor allem für Verkehrs­fragen. Bus-, Fahrrad- und Fußgängerverkehr liegen mir dabei ganz besonders am Herzen. Das Parkhotel ist städtebaulich einer der markantesten Punkte in Fürth. Es vermittelt ein Stück Heimat. Hier muss meines Erachtens mit großer Umsicht vorgegangen werden, auch wenn der Bau nicht unter Denkmalschutz steht. Als Vertreter der Bürgerinitiative im Projektbeirat kann ich die städtebauliche wie architektonische Qualität der eingereichten Entwürfe bewerten, aber auch die entstehenden baulichen Probleme realistisch beurteilen."

 

1958 im Fürther Nathanstift geboren und als einer der vielen Nathanier im Eingangsbereich des neuen Nathanstifts am Klinikum mit Emailletafel
verewigt.

Fürther mit Leib und Seele sowie Kleeblatt­anhänger seit früher Jugend und jahrelang Handballer im Kleeblattdress

Wohnt unmittelbar am wunderschönen Fürther Stadtpark, in der BI aktiv seit Januar 2009 und Vertreter im Projektbeirat.

Von Beruf Installateurmeister und staatl. gepr. Versorgungstechniker; 17 Berufsjahre im Familienbetrieb selbständig.

Besonders die zentrale Innenstadt liegt mir unter anderem wegen meiner in der Blumenstraße verbrachten Kindheit besonders am Herzen.
Deshalb kämpfe ich mit und in der BI für Lösungen, die der Denkmalstadt Fürth gerecht werden, für einen Einkaufsschwerpunkt, der sich in die Fußgängerzone öffnet, damit kein ge­schlossenes Center entsteht, für Passagen­lösungen, die verbinden und erschließen, eine ansehnliche und intelligente Lösung, die auch unsere bestehenden, attraktiven, inhaber­geführten Einzelhandelsgeschäfte mitkommen lässt, für eine Lösung die auch unseren Kultur­schaffenden Möglichkeiten bietet und somit einen fetten Kontrapunkt zu den vielerorts entstandenen
"Shopping-Malls" setzt.

     
 
4. April 2011

Fragen der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" zum Dialogverfahren an die Stadt Fürth und deren Antworten

BI: Alle Projektbeiratsmitglieder, also auch die Fraktionsvertreter müssen die
Geheimhaltungsverpflichtung unterschreiben!?
Stadt: Ja, volle Zustimmung.

BI: Tagt der Projektrat inkl. BI-Vertreter auch nach der Dialogrunde 3 (Rechtliches, Vertragsdetails u.ä.)?
Stadt: Ja, diese Projektratssitzung wird allerdings von den Details her auch nach Redaktionsschluss geheim bleiben müssen, denn die hier besprochenen Fakten und Details werden auch im Stadtrat üblicher Weise immer nur in nichtöffentlicher Sitzung besprochen. Somit muss dies auch im Projektbeirat so sein.

BI: Die BI bittet um eine schriftliche Bestätigung, dass folgende Unterlagen der BI zur vollständigen Veröffentlichung nach „Redaktionsschluss“ zur Verfügung gestellt werden:
1. die kompletten Angebote der 4 Investoren inkl. Pläne und sonstiger Details
2. Protokolle des Projektbeirates
Falls dazu aus juristischen Gründen eine Einverständniserklärung der Investoren notwendig erscheint, erbitten wir auch dies in Schriftform.
Stadt: Volle Zustimmung, bis auf die Unterlagen zur dritten Dialogrunde. Das Einverständnis der Investoren wird bei der nächsten Dialogrunde eingeholt. Danach gibt es auch die schriftliche Bestätigung.

BI: Wann wird der "Redaktionsschluss" sein?
Stadt: Vermutlich um den 7. Juli 2011 herum. Votum Projektbeirat 14. oder 15. Juli 2011. Somit bleibt ca. eine Woche Zeit, die Ergebnisse VOR Empfehlung im Projektbeirat der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.

BI: Findet ein abschließendes Treffen des Projektrates nach Redaktionsschluss statt, um die Empfehlungen abzugeben und evtl. einen gemeinsamen Favoriten zu küren?
Stadt: Ja, vermutlich am 14. oder 15. Juli 2011 (s.o.).

BI: Wird es und soll es ein Ranking in der Empfehlung des Projektbeirates geben?
Stadt: Das sollte der Projektbeirat entscheiden.

BI: Wie ist das Abstimmungsverfahren im Projektbeirat angedacht?
Stadt: Das sollte der Projektbeirat entscheiden.

BI: Unterstützt die Verwaltung die Info-Veranstaltung der BI nach Redaktionsschluss?
Stadt: Ja.

BI: Wie ist das (geplante) weitere Verfahren nach Redaktionsschluss?
Stadt: 7. Juli 2011 Redaktionsschluss – 1 Woche später (14. Juli 2011) Votum Projektbeirat – 18. Juli 2011 Wirtschafts- und Grundstücksausschuss – 27. Juli 2011 Investorenabstimmung im Stadtrat. Alles unter der Voraussetzung, dass es im Dialogverfahren keine Verzögerung gibt.
 

29. März 2011

Die Bürgerinitiative "Bessere Mitte für Fürth" ist im Projektbeirat des laufenden "Wettbewerblichen Dialogverfahren" zur Investorensuche für den "Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße" vertreten und möchte die interessierte Öffentlichkeit und die Presse über den Stand des Verfahrens informieren.

Aus rechtlichen Gründen müssen wir jedoch unsere vorgesehenen Informations-veranstaltungen im Stadtmuseum Fürth absagen!

Sobald das Dialogverfahren abgeschlossen ist, werden wir umgehend und umfassend informieren. Hierzu ergeht dann zeitnah eine gesonderte Einladung an diese Stelle und über unseren Newsletter

 
Die Bürgerinitiative unterstützt(e) den Dringlichkeitsantrag der Grünen Partei vom 15. März 2011 im Stadtrat, die Formulierung "Weitere zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes" beizubehalten.

Hier der Wortlaut (als pdf-Datei)

Über den Antrag wurde nicht abgestimmt, da der Wirtschaftsreferent Müller das Angebot unterbreitete, die ursprüngliche Formulierung in die erste Dialogrunde mit den potentiellen Investoren mitzunehmen.
 

Die Presseerklärung der Bürgerinitiative vom 4. März 2011

Die BI begrüßt den konstruktiven Dialog mit der Stadt Fürth bezüglich des Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße. Insbesondere wird das vorgesehene Dialogverfahren zur Investorenauswahl als sinnvoll erachtet: Die Stadt Fürth sichert sich damit schon im Vorfeld weitgehende Einflussmöglichkeiten auf die Projektentwicklung. Die Einbeziehung von Stadtheimatpfleger, Einzelhandelsverband, Wirtschaftsbeirat und der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« im Projektbeirat gewährleistet zumindest den Informationsfluss zu relevanten Interessenvertretern; inwieweit eine Rückkopplung zur Dialogrunde gewährleistet ist, bleibt abzuwarten.

Viele unserer Forderungen gingen in die Aufgabenbeschreibung zum Investoren-Auswahlverfahren ein. Eines unserer zentralen Anliegen jedoch – der Erhalt der Rudolf-Breitscheid-Straße in voller Breite als öffentlicher Raum – fand keine Berücksichtigung in der Vorgabe.

Mit Verwunderung mussten wir außerdem feststellen, dass der Satz »Weitere zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes«, der am Montag, den 21.02.2011 im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss so beschlossen wurde, in der Beschlussvorlage der Stadtratssitzung vom Mittwoch, den 23.02.11 fehlte und dies in der Vorstellung der Vorlage durch die Verwaltung keine Erwähnung fand.

Es bleibt nun abzuwarten, inwieweit die Stadt Fürth als »Denkmalstadt Fürth« die Anliegen des Denkmalschutzes – aus der starken Position des Verkäufers heraus – im Dialogverfahren de facto vertreten wird.

Die Bürgerinitiative möchte Transparenz in das Verfahren bringen und eine interessierte Öffentlichkeit umfassend informieren. Dazu bieten wir im Anschluss an die Projektbeirat-Sitzungen öffentliche Info-Veranstaltungen zum Stand des Verfahrens.

Ort und Termine werden rechtzeitig auf unserer Internet-Seite veröffentlicht. Hierzu wird es auch eine kurze Pressenotiz geben.

 

Die am 23.02.2011 vom Fürther Stadtrat beschlossene genaue Aufgabenstellung für das Investoren- Auswahlverfahren mit den Kennzeichnungen der übernommenen (blau) und nicht übernommenen (rot) Textpassagen der Stellungnahme der Bürgerinitiative Bessere Mitte.

Hier kann sich jede/r Interessierte über den genauen Wortlaut informieren:

 
Dokument als pdf-Datei

Download des Dokuments als pdf-Datei
Broschüre "Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufscentern"

Im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen im Januar 2011:
Rolf Junker, Junker und Kruse, Stadtforschung Planung, Dortmund
Dr. Gerd Kühn, Deutsches Institut für Urbanistik GmbH, Berlin
Dr. Holger Pump-Uhlmann, Architekt, Braunschweig
 
Dokument als pdf-Datei

Download der Broschüre als pdf-Datei
Im November 2010 verschickte das Wirtschaftsreferat einen Kriterienkatalog zum "Interessebekundungsverfahren" für Investoren beim neuen Einkaufsschwerpunkt
Rudolf-Breitscheid-Straße, verbunden mit mit der Bitte um Stellungnahme.

Empfänger des Schreibens waren die Stadtratsfraktionen, der Stadtheimatpfleger und auch wir, die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth".

Hier das Antwortschreiben der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth":

 

Sehr geehrter Herr Müller,

vielen Dank für die Zusendung des Entwurfes eines Kriterienkataloges für ein
"Interessenbekundungsverfahren"im Zusammenhang mit der Investorensuche für
den Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Ihrer Bitte, dazu Stellung
zu nehmen, kommen wir hiermit gerne nach.

Ihr Schreiben wurde auf dem letzten Treffen der BI unter reger Beteiligung
engagierter Fürther Bürger ausführlich und konstruktiv erörtert. Die Voraussetzungen
für das Ziel der Bürgerinitiative, nämlich "Eine bessere Mitte für Fürth" zu erreichen,
sind durch den Rückzug des portugiesischen Großinvestors Sonae Sierra und den
Kauf der Areale Wölfel, Fiedler und Parkhotel durch die Stadt Fürth erheblich
gewachsen. Die BI begrüßt, dass aus den Erfahrungen der Vergangenheit die
Lehren gezogen wurden und die Stadt Fürth das Heft des Handelns nun selbst in die
Hand genommen hat. Wir möchten alle Entscheider noch einmal daran erinnern,
dass es im laufenden Verfahren um weit mehr geht als nur um die kurz- und
mittelfristige Verbesserung des Einkaufsangebotes in der Innenstadt. Es geht vor
allem um die Gestaltung eines städtebaulich hochsensiblen Bereiches, der das Bild
der Stadt auf lange Zeit prägen wird.

Die BI empfiehlt der Stadt Fürth, sich Ihrer mittlerweile sehr guten Ausgangssituation
für die Investorensuche bewusst zu sein und entsprechend selbstbewusst zu suchen
und zu verhandeln. Gerade die z. Z. defizitäre Einkaufssituation in der Innenstadt bei
gleichzeitiger Verbesserung der Sozialstruktur macht Fürth für Investoren
hochinteressant. Die zum Verkauf stehenden Bereiche an der Hauptverbindungsachse
zwischen Schwabacher Straße und Fürther Freiheit sind Herzstücke der
Einkaufsstadt und müssen als Top-Standorte angesehen werden.

Uns ist bewusst, dass der Kriterienkatalog zum "Interessenbekundungsverfahren"
bewusst knapp gehalten wurde und regen auch nicht an, diesen Katalog episch zu
verbreitern, aber wir möchten Ihnen gegenüber unsere Position zu den einzelnen
Punkten etwas ausführlicher darlegen.

Punkt a)

Erhaltung der Wegebeziehung in der Rudolf-Breitscheid-Straße als öffentlicher
Raum (zumindest für Fußgänger und Radfahrer)


Der hier mit „Erhaltung der Wegebeziehung“ leider etwas vage angesprochene Punkt
ist und bleibt einer der zentralen Anliegen der Bürgerinitiative. Die BI fordert
Erhaltung der Rudolf-Breitscheid-Straße als öffentlicher Raum in ihrer heutigen
Breite
. Die Planungshoheit der Stadt Fürth für die gesamte Rudolf-Breitscheid-
Straße muss erhalten bleiben. Das Teilstück von der Hallstraße bis zur
Friedrichstraße sollte zur klassischen Fußgängerzone umgewandelt werden. Gegen
einen adäquat dimensionierten "Skywalk" gibt es keine Einwände. Von einer Stahl-
Glasüberdachung der Rudolf-Breitscheid-Straße wird allerdings abgeraten. Es ist
wünschenswert, dass der Bus nach wie vor durch die RBS und die Hallstraße fährt.

Punkt b)

Einbindung/Einfügung in die Stadtstruktur/Baustruktur


Der BI scheint es wichtig, diesen etwas banal und selbstverständlich
daherkommenden, wichtigen Punkt einmal näher zu erläutern:

Die Einzigartigkeit der historischen Stadt Fürth macht nicht die Hornschuh-
Promenade und nicht die Altstadt um die Gustavstraße aus (so schön und malerisch
sich diese auch heute präsentieren), sondern die historische Weststadt mit Ihren
noch fast völlig unversehrten, klassizistischen Sandsteinfassaden. Hier liegt
architekturhistorisch unbestreitbar das Alleinstellungsmerkmal der Stadt Fürth, mit
dem sich ja auch die Initiative um Herrn Lothar Berthold für die Aufnahme in die
Liste als "Weltkulturerbe" bewerben möchte. Leider ist noch nicht jedem in Fürth
bewusst, welch ein Juwel die westliche Innenstadt darstellt. Gerade in ihrer
Geschlossenheit besteht ihr Wert, einzelne Häuser sind weniger spektakulär. Die
westliche Innenstadt ist vergleichbar mit einer Briefmarkensammlung, deren Wert in
Ihrer Vollständigkeit und nicht in einzelnen Marken besteht.
Bei der Einfügung in die Stadtstruktur müssen v. a. die typischen Proportionen der
westlichen Innenstadt beachtet werden. Eine einheitliche architektonische
Ausformung der drei Areale würde diese völlig Proportionen sprengen und stellt kein
gestalterisch-nachhaltiges Konzept dar. Für den ökonomischen Erfolg ist das
zentrale Management des dreiteiligen Geschäftshausmodells wichtig, nicht die
Realisierung einer vermeintlich "repräsentativen" Großstruktur, hinter der sich im
Falle von Einkaufszentren nur die Kleinstrukturen einzelner Läden wieder finden.
Insofern stellt der Verkauf aller drei Areale an einen Investor und die architektonische
Trennung dieser Bereiche kein Widerspruch dar, sondern fördert die gestalterische
Nachhaltigkeit durch Wahrung Fürth-typischer Proportionen.

Punkt c)

Denkmalgeschützte Gebäude sind in die Planung einzubeziehen und
weitestgehend zu erhalten.


Wenn wir die zugesandte Übersichtskarte richtig lesen, betrifft dieser Punkt vor allem
die Anwesen Rudolf-Breitscheid-Straße 4 und 6. Hier ist die BI der Auffassung, dass
es ohne Schwierigkeiten machbar ist, sowohl die Fassaden als auch die dahinter
liegende Bausubstanz der Ober- und Dachgeschoße in ein architektonisch reizvolles
Gesamtkonzept zu integrieren. Die ohnehin stark neuzeitlich veränderten
Erdgeschosse können aus unserer Sicht gänzlich als Portal für die rückwärtigen
Geschäfte genutzt werden.

Punkt d)

In Anlehnung an die Zielvorgaben des integrierten Einzelhandels- und
Zentrenkonzeptes soll eine Stärkung der innerstädtischen Leitsortimente
insbesondere in den Bereichen Bekleidung und Schuhe erfolgen.


Diesen klar formulierten Punkt unterstützt die BI und erkennt keinen
Erläuterungsbedarf.

Punkt e)

Sachgerechte, städtebaulich und denkmalpflegerisch angemessene und
ansprechende Lösung für einen evtl. Ersatzbau des Parkhotels


Die BI befürwortet den Erhalt der Fassade des Parkhotels, v. a. wegen des hohen
emotionalen Wertes des Gebäudes und seinem identitätsstiftenden Charakter für
Fürth, auch wenn hier nur der Festsaal unter Denkmalschutz steht. In Gesprächen
am Stand der BI wurde deutlich, dass viele Fürther Bürger an diesem Fürther
Wahrzeichen hängen.

Punkt f)

Begrenzung der (Einzelhandels-) Verkaufsflächen auf ca. 15.000 m2/netto


Die Begrenzung der Einzelhandels-) Verkaufsflächen auf ca. 15.000 m2/netto war
und ist eine zentrale Forderung der BI. So kann ein Impuls für die Einkaufsstadt Fürth
gesetzt werden, ohne dass es in anderen Bereichen zu Verödungen kommt. Hierbei
erscheint es uns sehr wichtig, dass als Größenbegriff nicht irgendeine selektierte, die
z.B. den Raum hinter der Ladentheke nicht als Verkaufsfläche bemisst, zur
Anwendung kommt, sondern die international eingeführte GLA (Gross Leasable
Area), also die gesamte Geschäftsfläche!
Die Gesellschaft für
Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (GIF) erteilt nähere Auskünfte zur korrekten
Verkaufsflächenberechnung.

Punkt g)

Optional soll der Bau einer Tiefgarage
- unter dem Center oder
- unter der Freiheit
möglich sein unter der Voraussetzung der Baurealisierung in der
kirchweihfreien Zeit und der verkehrs- und stadtverträglichen
Situierung/Gestaltung der Ein- und Ausfahrten


Für diesen Punkt regt die BI an, die Auswirkungen des zu erwartenden Liefer- und
Kundenverkehrs bei jedem vorgelegten Konzept zu prüfen. Außerdem plädieren wir
für ein Parkleitsystem für alle bestehenden Parkhäuser. In jedem Fall sollten nicht in
eine bestehende Gebäudestruktur eingefügte solitäre Ein- und Ausfahrten für eine
Tiefgarage (z.B. auf der Fürther Freiheit) aus städtebaulichen Gründen unbedingt
vermieden werden.

Punkt h)

Refinanzierung des Kaufpreises für die von der Stadt erworbenen Grundstücke
(Fiedler- / Wölfel-Areal/Parkhotel)


Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich bei den drei Arealen um Sahnestücke des
Fürther Immobilienmarktes, die von der Stadt Fürth vergleichsweise günstig
erworben worden sind. Insofern stellt die Refinanzierung inkl. der Zinsen und evtl.
weiterer Finanzierungskosten eine Selbstverständlichkeit dar. Der BI scheint es
wichtig darauf hinzuweisen, dass der Qualität des Konzeptes der eindeutige Vorrang
vor dem gebotenen Kaufpreis gegeben werden muss. Nur durch ein in jeder Hinsicht
nachhaltiges Konzept wird der langfristige Nutzen (und auch der ökonomische
Mehrwert) für die Stadt Fürth gesichert.

Zusätzlich zu den oben abgehandelten Kriterien hält die BI eine architektonisch
reizvoll Integration der Sandstein-Fassade des Fiedler-Gebäudes für wünschenswert.

Die BI fordert einen offenen Architektenwettbewerb für das geplante Areal.
Größter Wert ist dabei auf die Auswahl einer Jury zu legen, deren Mitglieder
Erfahrung im Umgang mit historischen Innenstädten nachweisen können
. Die
BI stellt sich zur Verfügung, bei der Auswahl der Jury-Mitglieder und bei der
Aufstellung der Wettbewerbskriterien behilflich zu sein.

Dass im neuen Konzept wohl kein Platz mehr für ein Kino ist, kann man bedauern, es
ist aber verständlich, wenn vorrangig große Fläche für Textil und Schuhe zur
Verfügung gestellt werden sollen. Die BI regt an, die Untergeschosse des City-
Centers für ein Innenstadt-Kino zu nutzen. Für diesen Zweck wäre auch der bisher
wenig angenommene Eingang neben dem Theater ideal. Die große Tiefgarage des
City-Centers wäre ebenfalls optimal. Ergänzen könnte man das Angebot durch
Gastronomie, Diskothek und evtl. noch ein Fitnesscenter, also Innenstadt belebende
Angebote für ein eher jugendliches Publikum.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" unterstützt die Stadt Fürth weiterhin
konstruktiv und appelliert an alle Entscheider, sich ihrer Verantwortung für eine
nachhaltig positive Entwicklung der schönen Fürther Innenstadt bewusst zu sein.

Beste Grüße!

Dr. Christofer Hornstein
(Sprecher BI)

 
 
Die Stadt Fürth will die Innenstadt an einen Investor verkaufen. Wir lassen uns die Fürther Freiheit nicht verbauen!
 
Durch die Weigerung des Besitzers eines
Hauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße,
dieses zu verkaufen, sollte vom vorgesehenen
Investor Sonae Sierra bis Ende Juni ein
neuer Vorschlag erstellt werden.
So stellte es sich der Investor "Sonae Sierra" vor:
Wer in Fürth von A nach B möchte, muss durch den neuen Shopping-Koloss – und Einkaufen wird erste Bürgerpflicht.
  Das internationale Konsortium Sonae Sierra plant mitten in Fürth ein Shopping Center von gewaltigen Ausmaßen, der Stadtrat gibt grünes Licht. Bis zu 25.000 qm Verkaufsfläche sollen - genau wie vor 25 Jahren beim City-Center - täglich etwa 20.000 Menschen in die Fürther Innenstadt locken.

Der Preis: Teile der Rudolf-Breitscheid- und Hallstraße werden dem öffentlichen Raum entzogen und in das Center integriert, etwa sieben Baudenkmäler werden abgerissen oder entkernt, offene Straßenzüge weichen einer geschlossenen Center-Architektur.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" fordert eine Neugestaltung der Innenstadt, die im Einklang mit Mensch und Stadtbild steht.
 
 
1.   Rudolf-Breitscheid-Straße und Hallstraße bleiben durchgängig öffentlicher Raum und werden zu einer attraktiven Fußgängerzone umgestaltet.
2.   Das Wölfel-Areal um das City-Kino, das Fiedler-Gelände und das Commerzbank-Gebäude werden unabhängig voneinander in getrennten Teilprojekten entwickelt. So ergibt sich die von allen Experten geforderte, offene Bauform ganz von selbst. In den drei Arealen wird Raum für großflächigen Einzelhandel geschaffen, denn in Fürth bestehen große Angebotslücken, vor allem im Bereich Bekleidung. Die multifunktionale Auslegung der Bauten ermöglicht eine ausgewogene
Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Dienstleistung und Kultur.
3.   Alle denkmalgeschützten Gebäude bleiben erhalten, Neubauten werden qualitätsvoll integriert. Das Fürther Kulturforum ist ein Beispiel für ein spannendes Wechselspiel von alter und neuer Architektur mit hoher Verweilqualität.
Hier eine beispielhafte Umsetzung unserer Forderungen:

Für größere Darstellung bitte auf das Bild klicken!
 
1.   Durch Offenhalten der bestehenden Straßen wird die Fußgängerzone nicht abgeriegelt und isoliert, sondern bleibt aus allen Richtungen schnell erreichbar. Davon profitieren Fußgängerzone und anschließende Geschäftslagen.
2.   Wenn drei kleinere Areale unabhängig voneinander entwickelt werden, hat die heimische Bauwirtschaft gute Chancen auf Arbeitsplatz sichernde Aufträge. Bei Großprojekten hingegen erhalten meist nur überregionale Anbieter den Zuschlag.
3.   Früher oder später notwendige Sanierungen oder andere Nutzungen lassen sich bei drei voneinander unabhängigen Arealen in offener Bauform deutlich einfacher realisieren.
4.   Durch unser Konzept werden automatisch stadtverträgliche Flächen erreicht. Bei konsequenter Umsetzung der Multifunktionalität wird zudem die Gefahr des mittelfristigen "Umkippens" in ein reines Einkaufsviertel nachhaltig gebannt.
5.   Unser Konzept hält alle Chancen für die dringend gebotene Revitalisierung des City Centers offen. Bei Bau eines überdimensionierten Mega-Centers hingegen würde die Lage des City Centers noch wertloser und eine Sanierung gänzlich unwirtschaftlich werden.
 
 
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Engagieren Sie sich, so gut Ihnen das möglich ist: Wir können jede Art von Unterstützung gebrauchen. Am Besten kommen Sie zu unseren Versammlungen oder arbeiten in einem unserer Arbeitskreise mit, aber auch eine Geldspende hilft.

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Ansprechpartner für Arbeitsgruppen:

AG Zukunft: peter.krauss@bessere-mitte-fuerth.de
AG Wirtschaft: dr.michael.mueller@bessere-mitte-fuerth.de
AG Öffentlichkeitsarbeit: manuela.helfrich@bessere-mitte-fuerth.de


Konto für Ihre Zuwendungen:

Sparda Bank Nürnberg
Kto.-Nr.: 10 219 64 84
BLZ: 760 905 00
Kontoinhaberin: Susanne Zoller,
Stichwort: Bessere Mitte Fürth

Spendenbescheinigungen können wir leider nicht ausstellen, da wir kein Verein sind. Wir versichern aber, dass die Zuwendungen zweckgebunden eingesetzt werden. Alle Mitglieder der Bürgerinitiative engagieren sich ehrenamtlich.
 

Wir sehen die Notwendigkeit, die Fürther Innenstadt für die Bewohnerinnen und Bewohner Fürths und Umgebung als Einkaufsort und Lebensraum attraktiver zu gestalten.

Es besteht Handlungsbedarf, gerade auch im Bereich des ehemaligen Fiedler- und Wölfel-Areals. Eine kommerzielle Nutzung muss dabei nicht unbedingt im Vordergrund der Überlegungen stehen.

Die Bedingungen, zu denen eine Umgestaltung der Fürther Innenstadt erfolgen soll, müssen durch eine gemeinsame Willensbildung in der Stadt festgelegt werden und dürfen nicht durch einen Investor diktiert werden.

Deshalb fordern wir, dass folgende Punkte beachtet werden:

  1. Die Rudolf-Breitscheid-Straße und die Hallstraße müssen öffentlicher und demokratischer Raum bleiben.

  2. Die vorhandene Stadtstruktur mit der geschlossenen Blockbauweise und der Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum bleibt erhalten.

  3. Denkmalgeschützte Häuser und wertvolle Fassaden werden restauriert und erhalten. Häuser mit besonders wertvollen Innenausstattungen werden nicht entkernt.

  4. Fürth als Denkmalstadt lebt in erster Linie von einer fast geschlossen erhaltenen Bausubstanz (Ensembles), die so in Deutschland nur selten anzutreffen ist. Dieses Image wollen wir durch die Übernahme der weltweit beliebigen "Shopping Mall Architektur" nicht verlieren.

  5. Ein Großprojekt mit ca. 25.000 qm Verkaufsfläche bedroht die bestehende Geschäftswelt. Neue Verkaufsflächen sind auf ein für Fürth verträgliches Maß zu beschränken.

  6. Für das City-Center sowie für bestehende und ggf. neue Verkaufsflächen ist eine integrierte Lösung zu finden (Einzelhandelskonzept), damit Fürth nicht zu einem Mahnmal für falsche Stadtentwicklung verkommt.

  7. Die Öffentlichkeit ist rechtzeitig und umfassend zu informieren (besonders über Folgen und Kosten für die Allgemeinheit) und an Entscheidungen zu beteiligen (z.B. Infrastruktur, Finanzierungstransparenz, Bürgschaften, Abrisse etc.).

  8. Negative Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr müssen vermieden werden.

Nicht alle, die in der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" vertreten sind, stehen hinter allen der genannten Punkte. Die verschiedenen Punkte sind für die Beteiligten von unterschiedlicher Bedeutung und Gewichtung. Es gibt aber keinen Punkt, der den Positionen Einzelner widerspricht.

Wir werden die verschiedenen Möglichkeiten zur demokratischen Mitgestaltung nutzen, auch die im Bebauungsplanverfahren vorgesehenen. Wenn es nötig ist, werden wir uns dafür einsetzen, dass bei einem Projekt dieser Tragweite die gesamte Bevölkerung über einen Bürgerentscheid beteiligt wird. Als ultima ratio schließen wir rechtliche Schritte nicht aus.

So gemeinsam formuliert und beschlossen auf der Gründungsversammlung am 15.12.2008
 

Veröffentlichung bzw. Nachdruck von Texten, Teilen davon oder Bildern aus dieser Homepage sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Bürgerinitiative bzw. der für den Inhalt verantwortlichen Personen erlaubt! Fragen an kontakt@bessere-mitte-fuerth.de
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Mi., 01.02.2012, 19:30
Plenums-Treffen
Pan Olio, Waagstr. 2
Ansprechpartnerin:
Manuela Helfrich
 
Kontakt zur
Bürgerinitiative
Bessere Mitte Fürth:
kontakt@bessere.mitte-fuerth.de
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Veröffentlichungen der
Bürgerinitiative
Bessere Mitte Fürth:
Dokumentation
von Dr. M. Müller:
"Einkaufsstadt Fürth. Eine Analyse des innerstädtischen Einzelhandels
Dokumentation
von Dipl. Kfm. G. Kuntermann und Dr. M. Müller:
"Das verlorene Einkaufs­paradies. Aufstieg und Nieder­gang des City-Centers"
 
Bürgerinitiative
Bessere Mitte Fürth in Bürger-Blogs und
bei Sozialen Netzen:
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