Logo der Bürgerinitiative Eine bessere Mitte für Fürth Abendstimmung auf der Fürther Freiheit      
           
 
 
   
 
Mediathek:
Do., 05.09.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abriss des Festsaals hat begonnen"
Do., 05.09.2013
Bildergalerie in den Fürther Nachrichten:
"Der Festsaal des Park-Hotels muss dran glauben"
Di., 27.08.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Jetzt rückt der Festsaal in den Fokus"
Fr., 23.08.2013
Artikel in der Fürther Freiheit:
"»Und hinterher ist die Enttäuschung groß« – Worte des Baureferenten aus dem Jahr 2003"
Mo., 19.08.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Nach dem Park-Hotel wird der Festsaal fallen"
Sa., 17.08.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürth: Aufbau des Einkaufszentrums beginnt mit Betonpfählen"
Di., 13.08.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Festsaal: Ministerium hält Abrisserlaubnis für rechtswidrig"
Mo., 12.08.2013
Artikel in der Fürther Freiheit:
"Tod auf Raten: Der Festsaal verschwindet"
Mi., 31.07.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abriss des Fürther Parkhotels hat begonnen"
Do., 25.07.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Mit gemischten Gefühlen zum Meilenstein"
Mi., 24.07.2013
Beitrag im Bayerischen Rundfunk zur Bilanz des Denkmalschutzgesetzes:
"Der zahnlose Tiger"
Sa., 20.07.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"MIB hat eine weitere Hürde genommen"
Mo., 08.07.2013
Artikel in der Fürther Freiheit:
"Der Festsaal fällt – Fürth gibt auch jüdisches Erbe preis"
Di., 02.07.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Park-Hotel: Rückbau des Festsaals beginnt"
So., 30.06.2013
Artikel und Bilderserie in der Fürther Freiheit:
"Festsaal-Agonie: Wachgeküßt, um zu sterben?"
Di., 25.06.2013
Kommentar des Stadtheimatpflegers zur → Antwort von MIB auf den offenen Brief der BI vom 14.6.2013 in der Fürther Freiheit:
"Auf den offenen Brief hat zwar nicht [...] - weiterlesen"
 
Di., 25.06.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abrissbagger schafft in Fürth Platz für Einkaufszentrum"
 
Mi., 19.06.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"In letzter Minute: Appell gegen Abriss des Park-Hotels"
 
Mi., 13.06.2013
Artikel und Bilderserie in der Fürther Freiheit:
"»Abriß verpflichtet« – Vom Krieg verschont, vom Stadtrat nicht"
 
Mo., 10.06.2013
77. Rundbrief des Stadtheimatpflegers
Mo., 10.06.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Kirschtorte kann den Rathauschef nicht umstimmen"
Mi., 05.06.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Stadtheimatpfleger startet Festsaal-Petition in Fürth"
Di., 28.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Festsaal des Park-Hotels: Stadt genehmigt den Abriss"
Mo., 27.05.2013
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"Fürth am Scheideweg: Wider den amtlichen Vandalismus"
Mo., 20.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Denkmalrat macht sich für den Festsaal stark"
Fr., 17.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Architekt: Nicht immer gleich abreißen"
Mi., 15.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Saalschlacht im Park-Hotel erreicht ihren Höhepunkt"
Fr., 10.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Denkmalrat besichtigt das Park-Hotel"
Fr., 03.05.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Hartnäckiges Tauziehen um den Festsaal"
Do., 11.04.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Breitscheidstraße erhält moderne Akzente"
Mi., 27.03.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ringen um den Festsaal des Fürther Park-Hotels"
Di., 19.03.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Standfestes Fischerhaus glänzt wie neu"
Mo., 11.03.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Innenstadt: Ostern rollen die Bagger an"
Do., 28.02.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Grüne lehnen Bürgerbegehren ab"
Mi., 20.02.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Initiatoren halten am Bürgerbegehren fest"
Di., 12.02.2013
Launige Postkarte des Stadtheimatpflegers (bei ihm zu bestellen):
"Grüße aus der Denkmalstadt"
Sa., 09.02.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Containerdorf auf dem Fontänenbrunnen"
Fr., 08.02.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Glasgeschoss mit historischem Bezug"
Do., 07.02.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Stadt hält das Bürgerbegehren für unzulässig"
Mi., 30.01.2013
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"'Einkaufen im Denkmal ist möglich' – Der Erhalt des Park-Hotels als Erfolgs­faktor für die Neue Mitte"
Mi., 30.01.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Stadt Fürth prüft das Bürgerbegehren"
Sa., 26.01.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Park-Hotel: Bürgerbegehren sorgt für brisante Stimmung"
Do., 24.01.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Park-Hotel: Bürgerbegehren wurde gestartet"
Do., 10.01.2013
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Neue Mitte Fürth: Warten auf Informationen von MIB"
Fr., 28.12.2012
Video-Dokumentation auf der Seite von
Medien PRAXIS e.V.
:
"Videos zur Diskussion über Fürths neuen »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße«, auch »Neue Mitte« genannt"
Do., 27.12.2012
Artikel im Blog
Gesichter der Stadt
:
"Das Parkhotel im Dezember"
Mi., 19.12.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Heftige Dispute im Park-Hotel"
Mo., 17.12.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"1 Baudenkmal, 2 Stunden, 1000 Besucher'"
Sa., 15.12.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"1000 Menschen strömten ins Park-Hotel"
Mi., 12.12.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Park-Hotel: MIB hält an Neubauplänen fest"
Di., 11.12.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"»Neue Mitte«: Was Fürth von Brüssel lernen kann'"
Mo., 10.12.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Tauziehen um die Hotelfassade"
Mo., 03.12.2012
75. Rundbrief des Stadtheimatpflegers
Mi., 28.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Mehrheit für den neuen Entwurf"
Sa., 24.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Tag der offenen Tür im Park-Hotel geplant"
Do., 22.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wie viel Fürth steckt im neuen MIB-Entwurf?"
Mi., 21.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Gestaltung der Neuen Mitte: Tendenz geht Richtung MIB"
Di., 20.11.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"»Weil Stadt mehr ist als ein Haufen Häuser« – Der Gedanke hinter dem Verein 'Wir sind Fürth'"
Mo., 19.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Auch der neue MIB-Entwurf sorgt für Konfrontation in Fürth"
Fr., 16.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"MIB legt die Karten am Montag auf den Tisch"
Mi., 14.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerinitiative hat sich neu formiert"
Di., 13.11.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Park-Hotel: Kritiker wollen 'die Notbremse ziehen'"
Sa., 27.10.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Zentrum: Sprecher der Bürgerinitiative zieht sich zurück"
Sa., 20.10.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt Fürth: Fassadendiskussion zieht sich"
Do., 18.10.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"MIB – steht der Investor zu seinem Wort?"
Mi., 03.10.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Breitscheidstraße: Das Feilen geht weiter"
Mo., 24.09.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Massive Kritik an der Optik des Einkaufs­komplexes"
Fr., 21.09.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"Erstaunliche (?) Ergebnisse des Architekturwettbewerbes zur Neuen Mitte Fürth"
Do., 20.09.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Sorge ums Stadtbild"
Do., 20.09.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Architekten müssen in die Verlängerung gehen"
Mi., 19.09.2012
73. Rundbrief des Stadtheimatpflegers
Mo., 11.09.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Architekten-Workshop mit zwei Siegern"
Fr., 31.08.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"'Bessere Mitte' zu Gast in Venedig"
Do., 26.07.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abschied von der Breitscheidstraße"
Di., 24.07.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Warnung vor Privatisierung"
Di., 17.07.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Der neue Mieter ist ein alter Bekannter"
Sa., 14.07.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"MIB meldet die ersten Erfolge"
Sa., 07.07.2012
Rundbrief des Stadtheimatpflegers
Dr. Alexander Mayer:
"Rundbrief des Stadtheimatpflegers
Nr. 72"
Mi., 04.07.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Streitfall City-Center: Die Fronten bleiben verhärtet"
Di., 03.07.2012
Artikel in der Nürnberger Zeitung:
"City-Center: Kaufvertrag gültig oder nicht?"
Mo., 25.06.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Marktführer ECE zeigt Interesse am Fürther City-Center"
Mo., 04.06.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürth: "Der Festsaal muss bleiben""
Mi., 09.05.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Einzelhändler können auf Hilfe hoffen"
Do., 03.05.2012
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"Dejà-vu in der Stadt­entwicklung – Verkauf des Kinogrundstücks in der Gebhardtstraße "
Do., 29.03.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Keine Lobby für den Festsaal"
Mi., 28.03.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Architekten feilen am Einkaufskomplex"
Do., 15.03.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Schicksal des Hotel-Saals ist besiegelt"
Sa., 10.03.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: MIB legt Zeitplan vor"
Sa., 11.02.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Noch eine Hängepartie"
Mi., 01.02.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"City-Center: Bauantrag und Bedenken"
Mi., 25.01.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Imagepflege für die Innenstadt"
Fr., 13.01.2012
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Verwirrspiel im City-Center"
Sa., 28.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Abschied von einem trostlosen City-Center"
Mo., 26.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Einkaufspläne: Ein Hoffen und Bangen"
Mo., 12.12.2011
Leserbrief von Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer in den Fürther Nachrichten veröffentlicht auf fuerther.freiheit.info
Do., 08.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Korb vom Fürther Baukunstbeirat"
Di., 06.12.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt lockt ihren Baukunstbeirat"
Sa., 26.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Handwerk fühlt MIB auf den Zahn"
Fr., 25.11.2011
Kommentar in den Fürther Nachrichten:
"Schräge Töne ohne jede Not"
Fr., 25.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Abschied vom Architektenwettbewerb"
Di., 22.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Architekten pochen auf den Wettbewerb"
Mo., 21.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther Kaufkraft fließt zu stark ab"
Fr., 18.11.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Stadt schlägt neuen Kurs ein"
Sa., 29.10.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Projekt für die City: Kippt der Wettbewerb?"
Mi., 12.10.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Das City-Center schließt Mitte Januar"
Di., 13.09.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Jetzt bekommen die Architekten das Wort"
So., 14.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Kontroverse ohne Ende - der politische Zwist um Möbel Höffner geht weiter"
So., 14.08.2011
Der kommunal-politische Kommentar in den Fürther Nachrichten:
"Schulterschluss für die City"
Di., 09.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"In Fürth bahnt sich der Umschwung an"
Di., 09.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Marktkauf-Gebäude bleibt länger verwaist"
Sa., 06.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt gibt das her"
Do., 04.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Thema Innenstadt: Der Investor hat das Wort"
Mo., 01.08.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Center verleibt sich C&A ein"
Fr., 29.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wie geht es mit dem Einkaufsschwerpunkt weiter?"
Do., 28.07.2011
Artikel auf fuerth.de:
"Entscheidung für Investor gefallen"
Mi., 27.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Berliner Firma baut Fürther Einkaufszentrum"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Rennen scheint gelaufen"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Noch ein Votum für MIB"
Do., 21.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wachsende Gegnerschar will Höffner stoppen"
Mo., 18.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Investor klagt über verfrühte Diskussion"
Mi., 14.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Stadt verschiebt das Votum um eine Woche"
(inkl. Bilderstrecke)
Mo., 11.07.2011
Dokumentation auf der Seite der Medien PRAXIS:
Videos von den Präsentationen der Investoren
Sa., 09.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Drei Entwürfe für den Fürther Einkaufsschwerpunkt"
Do., 08.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Absage an das Ufo"
Mi., 07.07.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Spannung in der Fürther Innenstadt steigt"
Mi., 11.05.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Weiterer Bewerber wirft das Handtuch"
Do., 14.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Im Fürther City-Center stehen die Zeichen endlich auf Grün"
Fr., 08.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Stück Innenstadt ins Internet verdrängt"
Sa., 02.04.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Nachbarn machen Fürth Konkurrenz"
Mi., 30.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Projektbeirat muss schweigen"
Sa., 26.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Marktkauf-Komplex soll aufgemöbelt werden"
Sa., 19.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürther City: Auftritt der Investoren"
und der Kommentar von Wolfgang Händel:
"Pannen und Lokalpatrioten"
Fr., 18.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Debatte um den Denkmalschutz"
Mi., 16.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Zweifel am effektiven Denkmalschutz"
Mi., 02.03.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"City-Center: Käufer beruhigt die Skeptiker"
Sa., 26.02.2011
Artikel im Sonntagsblitz:
"Fürths neues Vorzeigeprojekt"
Do., 24.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Markstein auf dem Weg zur attraktiven City"
Di., 22.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Innenstadtpläne kommen großen Schritt voran"
Sa., 19.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Einkaufsschwerpunkt: Jetzt geht es in die Vollen"
Di., 15.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Schulterschluss von Handwerk und Handel"
Fr., 11.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Das heikle Ringen um mehr Öffentlichkeit "
Mi., 09.02.2011
Blogbeiträge in der Fürther Freiheit zur Meldung in den Fürther Nachrichten "Wirtschaftsbeirat ..."
Mi., 09.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Wirtschaftsbeirat kritisiert die Grünen"
Sa., 05.02.2011
Pressemitteilung zur Kritik an der "Erklärung zur Innen-stadtentwicklung" im "Neue Mitte"-Blog der Grünen u.a. mit einer Grafik des vorgeschlagenen Verfahrens der Stadt Fürth
Sa., 05.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Streit um den Einkaufsschwerpunkt schwelt"
Do., 03.02.2011
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Grüne verärgern Wirtschaftsreferenten"
Mi., 02.02.2011
"Erklärung zur Innenstadtentwicklung" der Grünen im Original
So., 28.11.2010
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"»Einkaufsstadt Fürth«: Die Weichen werden jetzt gestellt"
So., 29.08.2010
Artikel in der
Fürther Freiheit
:
"Neues von der neuen »Neuen Mitte«"
Mi., 06.08.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Hoffnung im Center"
Di., 14.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Mangel an 'junger Mode'" dazu passend die Dokumentation von Dr. M. Müller:
"Einkaufsstadt Fürth. Eine Analyse des innerstädtischen Einzelhandels
jetzt online!
Di., 07.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"BI Bessere Mitte bleibt am Ball"
Fr., 03.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"City-Center: OB warnt vor zu viel Euphorie"
Do., 02.07.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Viel Hoffnung auf eine neue 'Neue Mitte'"
Mi., 01.07.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Pläne für die Neue Mitte haben sich erledigt"
und der Kommentar:
"Das Center ist tot, es lebe das Center!"
Mo., 22.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"In der Neuen Mitte brodelt die Gerüchteküche"
Sa., 13.06.2009
Leserbriefe in den Fürther Nachrichten im Original und mit dokumentierten Kürzungen bei zonebattler.net
Mo., 08.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerinitiative ist verärgert über OB"
Do., 04.06.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"CSU attackiert den Fürther OB"
Die in dem Artikel erwähnte Presse-mitteilung der CSU
Sa., 30.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Eine Chance für Fürth"
Fr., 29.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"CSU und Grüne klären die Fronten"
Do., 28.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Neue Mitte: Entscheidung muss noch warten"
Mo., 25.05.2009
Artikel
in der Nürnberger Zeitung:
"Überschätzte
'Neue Mitte'?"
Sa., 23.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Ein Streit um Zahlen"
Do., 21.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Herbe Kritik am CSU–Schwenk"
Der in dem Artikel erwähnte JHV-
Leitantrag der SPD zur "Neuen Mitte"
Di., 19.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"CSU nähert sich der Bürgerinitiative"
Mo., 18.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Buntes Fest für Erhalt der Breitscheidstraße"
Sa., 16.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Baureferent rät zum bedächtigen Vorgehen"
Fr., 15.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Kritische Händler fordern den runden Tisch"
Do., 14.05.2009
Artikel
in der Nürnberger Zeitung:
"Fürth: 'Neue Mitte' oder 'bessere Mitte'?"
Mi., 13.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"'Besser feiern' in der Breitscheidstraße"
Mi., 13.05.2009
Fernsehbericht in Franken TV in den Nachrichten (das Datum 13.05.2009 muss auf der Seite ausgewählt werden)
Zu sehen auf der Seite von
Franken TV
Di., 12.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Kritiker pochen auf einen Bürgerentscheid"
Do., 07.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Fürths Rathauschef heizt die Diskussionen an" und der Kommentar:
"Kritik an der falschen Stelle"
Mi., 06.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Neue Mitte: Stimmung ist durchwachsen"
Di., 05.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten: "Ernüchterung statt Erkenntnis"
und in der NZ:
"Fürth will um 'Jahrhundertchance' kämpfen"

Mo., 04.05.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Die Stadt hat Plan B schon in der Schublade"

Fr., 01.05.2009
Artikel in den Fürther Nachrichten:
"Die Neue Mitte droht zu scheitern"
und der Kommentar:
"Kein Grund zur Schwarzmalerei"
Do., 30.04.2009
Artikel
in der NZ:
"Neue Mitte Fürth droht zu scheitern"
Do., 23.04.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Denkmalpfleger im Clinch mit der Stadtspitze"
Fr., 10.04.2009
Relaunch der Internetseite der "Kritischen Einzelhändler"
Do., 09.04.2009
Leserbriefe
in den Fürther Nachrichten:
"Große Befürchtungen"
Do, 02.04.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Der Dialog stockt nach dem ersten Treffen"
 
Mo., 30.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Im Handel knirscht es - Kritische Geschäftsleute werden offensiv"
So., 29.03.2009
Internetseite der "Kritischen Einzelhändler" online
Fr., 27.03.2009
Presseerklärung

"Neue Mitte": Unvereinbare Standpunkte - Bürgerinitiative ist enttäuscht über mangelnde Kompromiss-bereitschaft des Investors Sonae Sierra
Mi., 25.03.2009
Leserbriefe
in den Fürther Nachrichten:
"Riesenchance oder Katastrophe?"
Mi., 21.03.2009
Hörfunkbericht im Bayerischen Rundfunk über Verluste im Einzelhandel durch das Einkaufszentrum "Stadtgalerie" in Schweinfurt: "Dass der Investor sein Geld..."
 
Do., 19.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Der Rathauschef müht sich um Fürths Image"
 
Mi., 18.03.2009
Berichte im Bayerischen Rundfunk über das neue Einkaufs-zentrum "Stadtgalerie" in Schweinfurt:
Artikel "Einzelhändler klagen über Umsatzeinbrüche"
Fernsehbeitrag
"In der Innenstadt bleiben Kunden aus"
Di., 17.03.2009
Artikel
in den Erlanger Nachrichten:
"SPD erforscht Laden-Leerstände"
 
Mo., 16.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerinitiative will von Erfahrungen profitieren"
Di., 10.03.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Bürgerentscheid zum Thema Neue Mitte rückt näher"
Sa., 28.02.2009
Leserbrief
in den Fürther Nachrichten:
"Ringen um öffentliches Eigentum"
Di., 24.02.2009
Artikel
in der Süddeutschen Z. über das von Soane Sierra betriebene "Alexa" in Berlin:
"Das Leben ist eine Baustelle"
Sa., 21.02.2009
Leserbrief
in den Fürther Nachrichten:
"Innenstadtcharakter respektieren"
Fr., 13.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Annäherung bei der Neuen Mitte"
Do., 12.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Gegenentwurf soll die bessere Mitte bringen"
Mi., 11.02.2009
Fernsehbericht des Bayerischen Fernsehens (BR 3) in der Frankenschau
Zu sehen auf BR-online
Sa., 07.02.2009
Artikel
in den Fürther Nachrichten:
"Das City-Center als Mahnmal?" und "Wettbewerb dauert länger"
Di., 03.02.2009
Artikel
im Fränkischen Tag:
"Einkaufscenter-Boom erreicht Fürth"
Di., 03.02.2009
Artikel
in Focus:
"Einkaufszentren -
In der City nur noch Ramsch"
Zu lesen auf der Seite von Focus online
Mi., 21.01.2009
Fernsehbericht des Bayerischen Fernsehens (BR 3) in der Frankenschau
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Mi., 21.01.2009
Hörfunkinterviews im Bayerischen Rundfunk (BR 1) mit OB Dr. Thomas Jung und BI-Sprecherin Ursula Kreutz
Zu hören auf BR-online
Mi., 21.01.2009
Kommentar zur Podiumsdiskussion der FN: "Eine ermutigende Erfahrung"
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Nachrichten
Di., 20.01.2009
Video zur Podiumsdiskussion der FN
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Di., 20.01.2009
Artikel zur Podiumsdiskussion der FN: "1000 Fürther beim FN-Forum"
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Nachrichten
Fr., 16.01.2009
Fernsehbericht in Franken TV in den Nachrichten (das Datum 16.01.2009 muss auf der Seite ausgewählt werden)
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Franken TV
Do., 15.01.2009
Hörfunkinterviews
bei Radio Franken mit:
Dr. Michael Müller - Sprecher der Bürgerinitiative

Dr. Thomas Jung - Oberbürgermeister der Stadt Fürth
 
Fürth, den 5. September 2013
Soll und Haben
Die Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« hat bis zum letzten Moment nichts unversucht gelassen, um den Abriss des Festsaals des ehemaligen Park-Hotels zu verhindern. Seit heute hilft auch kein Wunder mehr. Das bedeutende Baudenkmal ist bald nur noch ein Haufen Schutt. Diese schmerzliche Niederlage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bürgerinitiative seit ihrer Gründung im Dezember 2008 sehr viel erreicht hat.
 
Rettung des öffentlichen Raums
Die Bürgerinitiative formierte sich Ende 2008, als Pläne des portugiesischen Investors Sonae Sierra bekannt wurden, Teile der Rudolf-Breitscheid- und Hallstraße in ein überdimensioniertes Einkaufszentrum einzubeziehen. Es war vor allem die drohende Privatisierung von öffentlichem Raum, die damals empörte Bürgerinnen und Bürger auf die Barrikaden trieb. Entsprechend lautete die erste Forderung einer bis zuletzt verbindlichen 8-Punkte-Agenda: »Die Rudolf-Breitscheid-Straße und die Hallstraße müssen öffentlicher und demokratischer Raum bleiben.«

Beim zweiten Anlauf, im betreffenden Gebiet ein Einkaufszentrum zu schaffen, wurde der öffentliche Raum von der Kommune nicht mehr zur Disposition gestellt. Dies ist ein wesentliches Verdienst der Bürgerinitiative. Hier hat ein Lernprozess stattgefunden, der maßgeblich von der Bürgerinitiative angestoßen wurde. Dabei erwies sich ein Bürgerbegehren, das am 16. Mai 2009 angestrengt worden war und von rund 3.100 Bürgerinnen und Bürgern unterzeichnet wurde, als machtvolles politisches Instrument. Zum Bürgerentscheid kam es nicht mehr, da am Ende die Weigerung eines Hausbesitzers, sein Eigentum zu veräußern, den Ausschlag für den Rückzug von Sonae Sierra gab.

 
Keine autarke Shopping-Mall
Auch in einem zweiten maßgeblichen Punkt hat die Stadt hinzugelernt: Von Anfang an argumentierte die Bürger­ini­tia­tive, dass ein Einkaufszentrum mit 25.000 Quadratmeter Einkaufsfläche zu groß sei und den bestehenden Einzelhandel in der Fürther Innenstadt in seiner Existenz bedrohe. Statt einer autarken, sich nach außen hin abschottenden Shopping-Mall propagierte die Bürgerinitiative die separate Entwicklung der verschiedenen Areale beiderseits der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Als die Stadt nach dem Rückzug von Sonae Sierra einen neuen Investor suchte, wurde der Ratschlag der Bürgerinitiative befolgt und die Einkaufsfläche auf 15.000 Quadratmeter begrenzt, was von allen Experten als innenstadtverträglich erachtet wird. Statt einer geschlossenen Mall wurde nun ein offenes Geschäftshausmodell präferiert, das auch im Hinblick auf einen eventuellen Rückbau Vorteile bietet.

 
Erhalt der Stadtstruktur
Das Abgehen von der Megastruktur eines unproportionierten Einkaufskolosses, der die gewachsene historische Stadtgestalt missachtet hätte, brachte auch die Chance mit sich, die für Fürths Stadtbild prägende geschlossene Blockbauweise aufzunehmen. Dass dies nun mit einer allenfalls durchschnittlichen Architektur passiert, wiegt angesichts der Sicherung der städtebaulichen Struktur weniger schwer. Die Bürgerinitiative war zwar an der Entscheidung für das Büro Weis & Volkmann beteiligt, doch entsprachen weder der Kreis der zum Workshopverfahren eingeladenen Architekturbüros noch die Zusammensetzung der Jury den Vorstellungen der Bürgerinitiative. Weis & Volkmann wurden als das kleinste Übel gewählt. Entgegen der Darstellung des Investors bleibt der typologische Bezug auf die historische bürgerliche Architektur der Innenstadt eine ästhetisch nicht nachvollziehbare Behauptung. Darüber hinaus soll hier jedoch keine Fassadendiskussion geführt werden.
 
Die Krise der Denkmalstadt
Dass Stadtspitze und -verwaltung jedem Investor mit großen Zugeständnissen in Sachen Denkmalschutz bereitwillig entgegenkommen würden, hatte sich bereits gezeigt, als der Hinweis auf die zwingende Beachtung des Denkmalschutzes angeblich versehentlich aus den Wettbewerbsunterlagen des Investorenauswahlverfahrens verschwunden war. Erst auf Drängen der Bürgerinitiative und nach einem Antrag der Grünen im Stadtrat wurde dieser entscheidende Passus wieder aufgenommen: Ein Erfolg, der leider ohne Folgen bleiben sollte. Die Vertreter der Stadt haben die Einhaltung des Denkmalschutzes im Investorenauswahlverfahren offenbar nicht mit Nachdruck eingefordert.

MIB, dem neuen Investor, eilte auf dem Gebiet des Denkmalschutzes ein guter Ruf voraus. Der Masterplan des Büros DunnetCraven, London, der die Kubatur historisierend einkleidete, ließ Hoffnungen auf einen besonders sensiblen Umgang mit den Baudenkmälern keimen. Ein flott gezeichneter Querschnitt auf der Website des Büros DunnetCraven zeigt bis heute, dass ursprünglich der Festsaal als bedeutendes Einzeldenkmal einbezogen werden sollte. Auch die MIB-Bewerbungsunterlagen vom 1. Juli 2011 belegen dies. Ausdrücklich hat MIB zwar nie den Erhalt des Festsaals versprochen, doch stellte der Projektentwickler eine Prüfung in Aussicht. Erwartungsgemäß gelangte diese zu dem Ergebnis, dass ein Erhalt des Festsaals aus wirtschaftlichen und bautechnischen Gründen nicht in Betracht gezogen werden könne.

Immer wieder wird der Bürgerinitiative vorgehalten, sich im Wissen um diesen Sachverhalt im Investorenauswahlverfahren für MIB ausgesprochen zu haben. Tatsächlich wurde MIB von der Bürgerinitiative aus verschiedenen Gründen favorisiert. Ein ausdrückliches Bekenntnis zum Erhalt des denkmalgeschützten Saals schien angesichts der Vorgabe, dass der Denkmalschutz zwingend zu beachten sei, nicht zusätzlich notwendig. Der vorauseilende Gehorsam der Stadtverwaltung machte es MIB jedoch sehr einfach, diese Wettbewerbsbedingung außer Acht zu lassen. Weder der Oberbürgermeister noch der Baureferent und Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde machten sich stark für den Denkmalschutz. Sie nannten die Debatte um den Denkmalschutz gar »überflüssig«. Zu groß war die Angst, der neue Investor könne wieder abspringen. Die Bürgerinitiative stand in der »Denkmalstadt« plötzlich alleine mit ihrer Forderung da, dem Denkmalschutz Beachtung zu schenken.

Egal, was die Bürgerinitiative unternahm, immer landete sie mit ihren Bemühungen, den Saal zu retten, in einem Bermudadreieck zwischen Fürth, Ansbach und München. Beim Hin und Her zwischen der skrupellos agierenden Stadtverwaltung, der passiven Regierung von Mittelfranken, dem offensichtlich machtlosen Landesdenkmalamt, dem ohnehin nur konsultativen Landesdenkmalrat und dem Petitionsausschuss des Landtags, in den der lange Arm der allein regierenden Fürther Sozialdemokratie hineinreicht, blieb der Denkmalschutz auf der Strecke. Der Kampf gegen den Abriss des Festsaals entwickelte sich zu einem Paradebeispiel dafür, auf welch tönernen Füßen der Denkmalschutz in Bayern steht.

Es beginnt mit dem Geburtsfehler des Denkmalschutzes schlechthin, dass nämlich der Baureferent gleichzeitig den Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde zu spielen hat. Eine unselige Personalunion, die zwangsläufig zu Rollenkonflikten führen muss. Wenn sich dann auch noch das scheinbar so mächtige Landesdenkmalamt als zahnloser Tiger entpuppt, klingt es wie Hohn, dass der Denkmalschutz in Bayern Verfassungsrang genießt! Nicht unmittelbar betroffene, d. h. abseits des entstehenden »Einkaufsschwerpunkts« wohnende Bürger können noch nicht einmal zu juristischen Mitteln greifen, um ihr Recht auf Einspruch gegen die Selbstverstümmelung der »Denkmalstadt« Fürth wahrzunehmen. Gegen die bereits während des Bebauungsplanverfahrens erteilte Abrissgenehmigung kann nicht geklagt werden. Da der Bebauungsplan den Abriss des Festsaals nicht festlegt, kann auch er diesbezüglich juristisch nicht angegriffen werden. Jede Klage liefe ins Leere einer Gesetzeslücke, die von der Stadt in schamloser Weise genutzt wird, um ja allen Wünschen des Errichters der »Neuen Mitte« zu entsprechen.

MIB schneidet sich mit dem Abriss des Festsaals ins eigene Fleisch. Die Bürgerinitiative ist der festen Überzeugung, dass die Einbeziehung des historischen Saals ein Alleinstellungs­merkmal für das neue Einkaufszentrum bedeutet hätte. Stadt und Investor haben ohne Not eine große Chance vergeben! Was alternativ möglich gewesen wäre, hat ein Mitbe­werber von MIB in Entwürfen vorgeführt.
 
Denken in Zusammenhängen
Auch wenn sich die Aktivitäten in der Endphase zwangsläufig auf den Denkmalschutz konzentrierten, hat die Bürgerinitiative das Projekt eines Einkaufszentrums in der Rudolf-Breitscheid-Straße immer in allen Dimensionen und Zusammenhängen thematisiert und problematisiert. Das darniederliegende City-Center nahm deshalb einen wichtigen Platz in der Argumentation der Bürgerinitiative ein. Die Forderung, für bestehende und neue Verkaufsflächen eine integrierte Lösung und ein Einzelhandelskonzept zu entwickeln, fand bei den zuständigen Stellen indes kein Gehör. In zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen und Dokumentationen informierte die Bürgerinitiative nicht nur über das engere Thema »Einkaufszentren«, sondern auch über innerstädtischen Einzelhandel, Wirtschaft und Kaufkraft in Fürth, über die Geschichte des City-Centers sowie über Denkmalschutz und Architektur. Die Bürgerinitiative füllte so das Informationsvakuum in Fürth, das durch das Fehlen einer langfristigen und nachhaltigen Stadtentwicklung entstand, und übernahm damit Aufgaben, die eigentlich Pflichten der Politik gewesen wären.

Wie zufällig und widersprüchlich sich Fürths Stadtentwicklung gestaltet, dafür liefert die Ansiedlung von Möbel Höffner in Fürths Norden ein gutes Beispiel. Diese Entscheidung ist so gar nicht vereinbar mit der gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderung einer Aufwertung des innerstädtischen Einzelhandels, da allein das innenstadtrelevante Handelssegment des Möbelriesen so viel Verkaufsfläche in Anspruch nehmen wird, wie der neue Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße insgesamt an Verkaufsfläche besitzt. Diesen Skandal nicht lauter angeprangert zu haben, muss sich die Bürgerinitiative rückblickend selbst vorwerfen. Auch andere Themen konnten aufgrund begrenzter Kapazitäten an Arbeitskraft und Zeit nicht aufgegriffen werden, z. B. die neue Regelung der Stellplatzablöse, von der MIB gerade dadurch finanziell profitieren wird, dass das Unternehmen sein Versprechen brach, die Zahl der Stellplätze gering zu halten.
 
Konstruktiver Dialog
Der Bürgerinitiative ging es von Anfang an um einen konstruktiven Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt. In manchen Phasen kam es sogar zu einer institutionalisierten Zusammenarbeit. Es sei an die Formulierung der Unterlagen für das Investorenaus­wahlverfahren sowie die Teilnahme im begleitenden Projektbeirat und die Mitarbeit im Architektenworkshop erinnert. Diese Form der Bürgerbeteiligung verdient Anerkennung und sollte als ausbaufähiges Modell für zukünftige Entscheidungsprozesse von großer öffentlicher Relevanz in Erinnerung behalten werden.

Dass die Vertreter der Bürgerinitiative bei Androhung hoher Strafgelder zum Schweigen über die Verhandlungen angehalten waren, mag wettbewerbsrechtlich nachvollziehbar sein, setzte jedoch der Transparenz der Verfahren ebenso enge Grenzen wie der demokratischen Teilhabe. An entscheidenden Punkten des Verfahrens schenkten die Stadt und der Investor den engagierten Bürgerinnen und Bürgern gar kein Gehör.

Besonders schmerzlich war, dass die Vorschläge der Bürgerinitiative für das Teilnehmerfeld des Architektenwettbewerbs und für die Zusammensetzung der Jury keine Beachtung fanden. Mit der Zuspitzung der Auseinandersetzung um den Erhalt des Festsaals ging ein bedauerlicher Verlust an Dialogbereitschaft von Seiten der Stadt einher. Er gipfelte in den Vorwürfen von Radikalität und mangelnder demokratischer Kultur, da die Bürgerinitiative den Willen der mutmaßlichen Mehrheit nicht respektiere. Ermutigung zu demokratischem Handeln in der Stadtgesellschaft sieht anders aus.

 
Ein starkes Team
Für alle Mitglieder der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« war es eine wichtige Erfahrung, wie Menschen aus unterschiedlichsten Milieus und mit verschiedensten Berufen über Jahre hinweg kontinuierlich gemeinsam an einer Sache arbeiteten, die ihnen sehr am Herzen lag. Jeder brachte das ein, was sie oder er am besten konnte. Die vielen Talente ergänzten sich perfekt. Die entwickelte Diskussions- und Informationskultur innerhalb der Bürgerinitiative half über so manche Enttäuschung im Umgang mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit hinweg. Und als der Elan der Bewegung ins Stocken zu geraten drohte, brachte die Zusammenarbeit mit dem Verein »Wir sind Fürth« neuen Schwung. Auch wenn sich die Bürgerinitiative nun auflöst, werden die eine oder der andere ehemalige Mitstreiter gewiss wieder ins stadtpolitische Geschehen eingreifen.
 
Was bleibt
Es bleibt die Hoffnung, dass das bürgerschaftliche Engagement der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in Politik und Verwaltung das Bewusstsein dafür geschärft hat, dass Stadtentwicklung aktiv betrieben werden muss. Nur auf Investoren zu warten, ist zu wenig. Der Stadtspitze und ihrer Bürgerschaft ist mehr Selbstvertrauen zu wünschen. Denn nur wer um seine Stärken weiß, kann gewinnen.

Es bleibt ferner die Hoffnung, dass alle Verantwortlichen in der Stadtspitze aus der Geschichte der Bürgerinitiative das Vertrauen schöpfen, auch in Zukunft Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen, wenn wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft anstehen. Die Parteien bleiben die Träger der politischen Willensbildung, doch sind sie in die Krise geraten. Niedrige Wahlbeteiligungen und rückläufige Mitgliederentwicklung bedeuten Alarmsignale. Demokratie endet nicht an den Türen des Sitzungssaals, in dem der Stadtrat tagt. Wir Bürger wünschen uns, dass sich die Stadträte in Zukunft früher, aktiver und genauer zur Sache informieren, damit die Gefahr vorschneller Entscheidungen, die hinterher bedauert werden, ausgeschlossen wird.

Es bleibt schlussendlich die Hoffnung, dass der Widerstand gegen den Abriss des Festsaals des ehemaligen Park-Hotels dazu beiträgt, in Zukunft andere Denkmäler vor dem Abriss zu retten. Die Öffentlichkeit ist sensibilisiert und hat in weiten Teilen begriffen, dass der reiche Denkmalbestand Fürths ein Pfund darstellt, mit dem noch immer nicht ausreichend gewuchert wird.

Die Chronologie der Aktivitäten der Bürgerinitiative wird auch weiterhin auf der Homepage einsehbar sein. Darüber hinaus ist eine Publikation geplant, die die Geschichte der Bürgerinitiative und die gesammelten Erfahrungen dokumentiert.

Die Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« bedankt sich bei allen, die sich in den vergangenen Jahren engagiert oder solidarisch gezeigt haben.


Dr. Thomas Heyden und Manuela Helfrich (Sprecher der Bürgerinitiative)
 
23.07.2013
Denkmalschutz in Bayern: Verfassungsgut oder Feigenblatt?
Offener Brief der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"
und des Vereins "Wir sind Fürth"
 
Herrn Horst von Bassewitz
Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission der
Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Schlegelstraße 1
53113 Bonn


Fürth, den 23. Juli 2013


Offener Brief zum drohenden Abriss des Park-Hotel-Festsaals in Fürth


Sehr geehrter Herr von Bassewitz,

vielen herzlichen Dank für die klaren Worte, die Sie für den drohenden Abriss des Festsaals des ehemaligen Park-Hotels in Fürth gefunden haben. Ja, es ist tatsächlich ein "eklatanter Fall von Kulturlosigkeit" ! Selten zuvor wurde den Verantwortlichen in der Stadtspitze so unmissverständlich gesagt, was sie da eigentlich treiben.

Die Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth«, die seit Ende 2008 das Projekt einer Shopping-Mall mit 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche und später eines "Einkaufs­schwerpunkts" mit 15.000 Quadratmeter links und rechts der Rudolf-Breitscheid-Straße kritisch, aber immer auch konstruktiv begleitet hat, ist mit ihrem Latein am Ende. Egal, was wir unternehmen, immer landen wir mit unseren Bemühungen, den Saal zu retten, in einem Bermudadreieck zwischen Fürth, Ansbach und München, in dem beim Hin und Her zwischen der skrupellos agierenden Stadtverwaltung, der passiven Regierung von Mittelfranken, dem offensichtlich machtlosen Landesdenkmalamt, dem ohnehin nur konsultativen Landesdenkmalrat und dem Petitionsausschuss des Landtags, in den der lange Arm der allein regierenden Fürther Sozialdemokratie hineinreicht, der Denkmalschutz auf der Strecke bleibt. Der Kampf gegen den Abriss des Festsaals hat sich zu einem Paradebeispiel dafür entwickelt, auf welch tönernen Füßen der Denkmalschutz in Bayern steht.

Es beginnt mit dem Geburtsfehler des Denkmalschutzes schlechthin, dass nämlich der Baureferent gleichzeitig den Vertreter der Unteren Denkmalschutzbehörde zu spielen hat. Eine unselige Personalunion, die zwangsläufig zu Rollenkonflikten führen muss. Wenn sich dann auch noch das scheinbar so mächtige Landesdenkmalamt als zahnloser Tiger entpuppt, klingt es wie Hohn, dass der Denkmalschutz in Bayern Verfassungsrang genießt! Als nicht unmittelbar betroffene, d. h. abseits des entstehenden "Einkaufsschwerpunkts" wohnende Bürger können wir noch nicht einmal zu juristischen Mitteln greifen, um unser Recht auf Einspruch gegen die Selbstverstümmelung der "Denkmalstadt" Fürth wahr­zu­nehmen. Gegen eine bereits während des Bebauungsplanverfahrens erteilte Abrissge­nehmigung kann nicht geklagt werden. Da der Bebauungsplan den Abriss des Festsaals nicht festlegt, kann auch er diesbezüglich juristisch nicht angegriffen werden. Eine Popularklage liefe ins Leere einer Gesetzeslücke, die von der Stadt in schamloser Weise genutzt wird, um ja allen Wünschen des Errichters der "Neuen Mitte" zu entsprechen.

Wer schützt den Denkmalschutz in unserem Land? Auch wenn sich die Bürgerinitiative nach dem Abriss des Festsaals auflösen sollte, bleiben ihre Mitglieder zusammen mit dem Verein "Wir sind Fürth" an dieser Frage interessiert. Vielleicht gelingt es uns ja, Sie oder ein anderes hochrangiges Mitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für einen Vortrag in Fürth zu gewinnen.

Mit solidarischen Grüßen aus der »Denkmalstadt« Fürth

Manuela Helfrich, Dr. Thomas Heyden
für die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"

Felix Geismann
für den Verein "Wir sind Fürth"

 
08.07.2013
Ein "historischer Abriss"
Die Debatte um den Erhalt des denkmalgeschützten Festsaals hat die Geschichte des Park-Hotels in den Fokus gerückt. Dr. Michael Müller unterstreicht in seinem in der "Fürther Freiheit" erschienenen historischen Abriss den großen Beitrag von Fürther Juden zur Entstehung des ersten Hauses am Platze und dessen Bedeutung für das jüdische gesellschaftliche Leben. Auch wenn das altehrwürdige Hotel in den kommenden Wochen den Baggern zum Opfern fällt, sollte Dr. Müllers Text den Anstoß geben zu einer vertieften Auseinandersetzung mit diesem bislang weithin unbekannten Ort jüdischer Geschichte in Fürth.

Zum Artikel "Der Festsaal fällt – Fürth gibt auch jüdisches Erbe preis"
auf www.fuerther-freiheit.info
 
14.06.2013

MIB verspielt in Fürth seinen guten Ruf

Offener Brief der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und des Vereins "Wir sind Fürth" an den Aufsichtsrat von MIB, Herrn Ulrich Hülsbeck

Sehr geehrter Herr Hülsbeck,

wir wenden uns in einem offenen Brief an Sie als Aufsichtsratsmitglied der MIB AG.

Wie Sie wissen, entwickelt MIB in Fürth gerade einen neuen Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße. Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und der Verein "Wir sind Fürth e. V." begrüßen ausdrücklich die Impulse, die davon für den Einzelhandel in der Fürther Innenstadt zu erhoffen sind.

MIB ist als Investor bekannt, der in vergleichbaren Projekten großen Wert auf den Erhalt und die Integration historischer Bausubstanz gelegt hat. Gelungene Beispiele wie die Baumwollspinnerei, der Barthels und der Wünschmanns Hof in Leipzig sowie die Anna-Louisa-Karsch-Straße und die Von-Luck-Straße in Berlin zeugen von respektvollem Umgang mit architektonischen Zeugnissen der Vergangenheit bei gleichzeitiger innovativer Nutzung für neue ökonomische Zwecke. Diese nachhaltige und seriöse Investitionspolitik von MIB durfte bislang als Markenzeichen Ihres Unternehmens gelten.

Die Erwartungen, dass das Fürther Projekt bei MIB in den richtigen Händen sei, waren entsprechend groß. Im Investorenwettbewerb fiel der Zuschlag für MIB auf der Basis eines Masterplans des Architekten James Craven, der allseits große Hoffnungen auf eine stadtbild- und denkmalgerechte Lösung weckte. Nachdem in den Ausschreibungs­unterlagen des Investorenauswahlverfahrens dem Denkmalschutz ein hoher Stellen­wert zukam, war die Enttäuschung umso größer, als ersichtlich wurde, dass MIB keine Bereitschaft zeigt, sich eines architektonisch wie historisch für Fürth bedeutsamen Denkmals anzunehmen, des 125 Jahre alten Festsaals im ehemaligen Park-Hotel.

Der unter Denkmalschutz stehende Festsaal des Park-Hotels bildete für viele Jahrzehnte den gesellschaftlichen Mittelpunkt des 1888 fertiggestellten Neurenaissance-Hotelbaus wie der ganzen Stadt Fürth. Darüber hinaus erinnert das Park-Hotel in Fürth durch seine Lage an der Fürther Freiheit an die Ankunft der ersten deutschen Eisenbahn im Jahre 1835. Der Ludwigsbahnhof ist längst abgerissen. Geblieben ist das ehemalige Hotel, das die Nähe zum Bahnhof suchte. Es darf als einziges bauliches Denkmal dieses technik-, verkehrs- und kulturgeschichtlich bedeutenden Ereignisses verstanden werden.

Wir sind nicht zuletzt aufgrund der Planungen eines Mitbewerbers sowie eines früheren Investors der festen Überzeugung, dass sich der Festsaal in den Einkaufsschwerpunkt gewinnbringend integrieren ließe. Als echtes Alleinstellungsmerkmal würde der Festsaal dem Projekt besondere Attraktivität sichern.

Vor dem Hintergrund dieser Option möchten wir MIB an seine Selbstverpflichtung zu einem "behutsame(n) Umgang mit der Formensprache vergangener Epochen" im auf der Website veröffentlichen Leitbild des Unternehmens erinnern:

"Das Engagement für eine selbstbewusste und respektvolle Architektur des 21. Jahr­hunderts und der behutsame Umgang mit der Formensprache vergangener Epochen zur Schaffung ästhetisch-funktionaler Wertigkeit bleibt eine gültige Traditionslinie der MIB, an der die Entwicklung des Unternehmens gemessen wird."

MIB setzt in Fürth seinen guten Ruf aufs Spiel. Es wäre Ihrem Geschäft gewiss nicht zuträglich, wenn die Marke MIB in Zukunft mit der Zerstörung statt der Wahrung historischer Bausubstanz verknüpft würde. Wohlgemerkt, es geht hier um ein Baudenkmal, für dessen Erhalt sich das bayerische Landesdenkmalamt, der bayerische Landes­denkmalrat und das Denkmalnetz Bayern einsetzen. Eine Online-Petition an den Regierungspräsidenten von Mittelfranken fand innerhalb kürzester Zeit mehr als 1700 Unterstützer. Daraus wird ersichtlich, wie stark das öffentliche Interesse am Erhalt des Festsaals ist.

Die Zeit drängt: Die Stadt Fürth hat übereilt eine Abriss-Genehmigung erteilt und möchte Tatsachen schaffen. Deshalb appellieren wir dringend an Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, um den Abriss des Festsaals in letzter Minute zu verhindern. MIB hat das Know-how und die Mittel, eine optimierte Lösung zu realisieren - zum Vorteil für MIB und zum Vorteil des Stadtbildes von Fürth.

Das Schicksal des Festsaals und des Park-Hotels liegt in Ihrer Hand. Sie sind herzlich zu einem Gespräch und einem Ortstermin nach Fürth eingeladen.

Mit freundlichen und hoffnungsvollen Grüßen

Dr. Thomas Heyden und Felix Geismann


Verteiler des Schreibens:

· MIB Aufsichtsrat
· MIB Vorstand
· Kopie an den Oberbürgermeister der Stadt Fürth
· Kopie an die Presse

24.06.2013
Antwort auf den offenen Brief der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und des Vereins "Wir sind Fürth" an den Aufsichtsrat von MIB, Herrn Ulrich Hülsbeck von Dr. Alexander Schlag und Uwe Laule

Ihr offener Brief vom 14. Juni 2013


Sehr geehrter Herr Dr. Heyden,
sehr geehrter Herr Geismann,
sehr geehrte Mitglieder der Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth«
und des Vereins »Wir sind Fürth e.V.«,

MIB wurde im Rahmen eines 2011 durchgeführten Investorenauswahlverfahrens beauftragt, einen neuen Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße zu entwickeln und zu realisieren. Auf der Grundlage unseres im Juli 2011 ein­ge­reich­ten Bewerbungskonzepts konnten wir seitdem dieses für uns wie für Fürth so wich­ti­ge Projekt deutlich vorantreiben, weiterentwickeln und, wie wir meinen, verbessern.

Im Nachgang konnte sich ein mehrstufiger Architekturworkshop, dessen Jury breit mit Fachleuten und Vertretern der Stadt Fürth und des Stadtrates besetzt war, mit den unterschiedlichen Ideen der beteiligten Architekturbüros befassen. Die Jury, in der auch ein Vertreter der Bürgerinitiative saß, für die Sie sprechen, hat sich nach leidenschaftlich geführten Diskussionen mit klarer Mehrheit für die Umsetzung des jetzt in Angriff genommenen Konzepts entschieden. Dabei wurden insbesondere auch die Belange des Denkmalschutzes und die Rücksichtnahme auf den vor­han­de­nen Bestand bei der Entscheidungsfindung intensiv diskutiert und abgewogen.

Da es möglicherweise nicht allen Lesern Ihres Schreibens bewusst ist, dürfen wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass unser Be­wer­ber­kon­zept im Investorenauswahlverfahren im Juli 2011 von vorne herein eine wei­test­ge­hen­de Neubebauung des »Fiedlerareals« bei Erhalt lediglich der Festsaal­fassade vorsah. Die Neubebauung und die sich hieraus ergebenen Flächen und Nutzungen in diesem Areal sind und waren wesentlicher Bestandteil der Funk­tions­fähigkeit und wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projekts »Neue Mitte Fürth«.

Ihr offener Brief erweckt leider den Anschein, als würde die Neue Mitte Fürth die wichtigsten und wesentlichsten Anliegen des Denkmalschutzes ignorieren. Damit lassen Sie insbesondere die zentrale Rolle unter den Tisch fallen, die die denk­mal­ge­schütz­ten Altbauten an der Rudolf-Breitscheid-Straße, die historische Wege­be­ziehung zwischen Fürther Freiheit und Schwabacher Straße und der Erhalt der denk­malgeschützten Fassade an der Moststraße für die Neue Mitte einnehmen. Die Be­wah­rung des denkmalgeschützten Häuserensembles an der Rudolf-Breitscheid-Straße dominiert die Logik unseres Entwurfs. Nicht zuletzt der Wunsch nach Be­wah­rung an dieser Stelle führte uns zur Entwicklung eines »Ge­schäfts­haus­mo­dells« an der als Fußgängerzone verlängerten Rudolf-Breitscheid-Straße und zum Verzicht auf ein Einkaufszentrum mit einer internen Mall.

Mit diesem Konzept setzt die Neue Mitte einen bewussten Schwerpunkt in Belangen des Denkmalschutzes. Das Konzept greift die intensiven politischen und fachlichen Diskussionen auf, in deren Rahmen das Vorhaben Neue Mitte von den beteiligten Ämtern und Behörden, insbesondere aber von der Stadt Fürth und ihren politischen Gremien selbst bereits vor der Ausschreibung des Investitionsvorhabens struk­tu­riert wurde.

Der vollständige Erhalt der Fassade des Parkhotels war während des In­ve­sto­ren­aus­wahl­ver­fah­rens kein Diskussionsgegenstand. Nach dem Zuschlag des Vor­ha­bens an MIB existierte nochmals einen großzügig gefasster Raum für Diskussionen im Rahmen des Architektenworkshops. Auch dort wurde der Erhalt des Hotels von den Personen und Stellen, die sich in der bzw. für die Stadt mit Belangen des Denk­mal­schutzes befassen, nie zur Sprache gebracht.

In den Diskussionen der Teilnehmer des Architekturworkshops wurde sogar immer wieder, auch von den Vertretern des Denkmalschutzes, unterstrichen, dass das Volumen des heutigen Parkhotels in Verbindung mit seiner Höhe eigentlich nicht zu der historischen Körnung des Stadt passt, und uns wurde eine in Ihrer Kubatur und Höhenabwicklung demütige(re) Ausformung der Neuen Mitte sehr ans Herz gelegt. Diese – auch von dem Architekten des Masterplanes James Craven vertretene – Wahrnehmung des historisch richtigen architektonischen Umgangs mit der Stadt­struk­tur setzen wir mit den Fassadenvorschlägen der Architekten Weis & Volkmann um, für die sich die Jury entschieden hat..

Der historische Saal teilt mit dem Hotel nicht nur die Höhe, sondern absorbiert auch als gewaltiger Quader nahezu 2/3 der Ausdehnungsfläche, die die Geschäfte auf der Rudolf-Breitscheid-Straße an dieser Stelle nutzen können, um sich in die Tiefe hinein zu entfalten. Als wir unser Geschäftshausmodell vorgestellt haben, mussten wir von Anfang an klarstellen, dass die Aufreihung der Läden entlang der Rudolf-Breitscheid-Straße diesen immer eine Ausdehnung in die Tiefen der Pro­jekt­grund­stücke hinein ermöglichen muss. Zentraler Baustein des Planungskonzeptes der Neuen Mitte ist die Ansiedlung von großflächigen, teilweise mehrgeschossigen Handelshäusern in zentraler Lage der Stadt, um dem Entwicklungsdefizit des Für­ther Einzelhandels zu begegnen. Aus diesen funktionalen Zwängen heraus haben wir bereits in unserer Bewerbung im Juli 2011 klargestellt, dass der Erhalt des denk­mal­geschützten Saales mit dem angestrebten Entwicklungskonzept nicht ver­einbar ist.

Diese Aussage haben wir uns gleichwohl nicht leicht gemacht, sondern haben sehr früh bei Vorortterminen die Geometrie des Saals gemeinsam mit Fach­leu­ten be­wer­tet.

Die Fürther Innenpolitik wie auch die beteiligten Behörden, aber auch die beteiligten Vertreter des Denkmalschutzes, haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr­fach mit dem von uns vorgelegten Planungskonzept und dem not­wen­di­ger­weise verbundenen Abriss des Saals befasst.

So wurde das vorgestellte Konzept, wie oben bereits ausgeführt, zuerst intensiv im Zusammenhang mit der Vergabe des Investitionsvorhabens an MIB in der Stadt Fürth diskutiert, dann wieder im Zusammenhang mit dem Abschluss des Kauf­ver­tra­ges, und schließlich nochmal besonders eingehend und unter ausdrücklicher Ein­bindung der Bewahrer dieser Anliegen im Zusammenhang mit dem Archi­tekten­work­shop und seinen Ergebnissen.

Die breite Akzeptanz unseres Geschäftshausmodelles beruhte dabei in unserer Wahrnehmung auch auf der Wertung, dass der Erhalt der Rudolf-Breitscheid-Straße und seines denkmalrelevanten Hausensembles Vorrang vor dem Erhalt des Saals hat. So hat auch zuletzt der von Ihnen angeführte bayerische Landesdenkmalrat in seiner Stellungnahme in der Gesamtschau die denkmalschützerischen Qualitäten unseres Projektes ausdrücklich gewürdigt.

Die Ergebnisse dieser Diskussionen hat die Stadt schließlich in Verträgen zu­sam­men­ge­führt, die uns auf den Bau der Neuen Mitte in der vorgelegten Gestalt fest­legen. Auf Basis dieser Verträge und im Vertrauen auf deren Bestand sind wir unsererseits bereits zahlreiche Verpflichtungen eingegangen; vor allem gegenüber Mietern, Planern und Bauunternehmen. Wir müssen es leider so deutlich sagen: Dieser erreichte Stand des Vorhabens lässt die Diskussion Ihrer Belange alleine schon unter dem Aspekt der von Ihnen strapazierten Zeitachse absolut und beim besten Willen nicht mehr zu. Wir müssen auch nochmals ausdrücklich betonen, dass es niemals einen »Plan B zum Erhalt zumindest des Saales« gegeben hat, auf den wir zurückgreifen könnten. Im Gegenteil, ein Erhalt des Saales unter wel­chen Bedingungen auch immer würde heute zwingend zum Scheitern des ge­sam­ten Projektes führen.

Soweit Sie uns an unseren Ruf erinnern, was den behutsamen Umgang mit der Formensprache vergangener Epochen betrifft, so erlauben wir uns abschließend, Sie auf aktuelle Erfahrungen zu verweisen, die wir gerade in der Lutherstadt Witten­berg sammeln durften. Dort waren wir bei Errichtung eines großflächigen Centers gefordert, mit dem Status der Stadt als UNESCO-Weltkulturerbe um­zu­ge­hen. Unser Bauvorhaben am Marktplatz gegenüber der Kirche, in der Luther gepredigt hat, wur­de auch dort anfangs von interessierten Kreisen misstrauisch kommentiert. Auch in Wittenberg haben wir eine behutsame Einbettung in die vorhandene Stadtstruktur empfohlen, hier wie dort vertreten und gestaltet von dem Architekten­team James Craven und Gunnar Volkmann. Seit das Center eröffnet ist, erleben wir einen hohen Grad an Zufriedenheit der Wittenberger mit dem Geschaffenen und seiner in Denk­mäler eingebetteten Architektur.

Auch für die Neue Mitte Fürth erhoffen wir uns, dass die Architektur und die Um­set­zung am Ende auch diejenigen mitnehmen und überzeugen können, deren Herz heute noch an anderen Nutzungs- und Gestaltungskonzepten hängt.

Bitte bleiben Sie trotz dieser Entwicklung der Neuen Mitte Fürth gewogen.

Mit freundlichen Grüßen

MIB AG
Immobilien und Beteiligungen

Dr. Alexander Schlag Uwe Laule


zugleich für die weiteren Adressaten Ihres offenen Briefes vom 14. Juni 2013


Kopie an:
Herrn Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung
Herrn Wirtschaftsreferent Horst Müller
Frau Susanne Kramer, Amtsleiterin und Pressesprecherin Stadt Fürth
Frau Karin Hackbarth-Herrmann, Projektbeauftragte für den Einzelhandel in der Innenstadt
Herrn Gerhard Fuchs, Geschäftsführer IHK-Geschäftsstelle Fürth
Herrn Wolfgang Händel, Fürther Nachrichten
 
01.06.2013
Online-Petition gegen den Abbruch des Festsaals des Park-Hotels

Vor einer Woche wurde die Abbruchgenehmigung für den denkmalgeschützten Saal des Park-Hotels in Fürth erteilt. Das Landesamt für Denkmalpflege und viele andere sind empört über diese Entscheidung.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und der Verein "Wir sind Fürth e. V." appellierten umgehend an den Regierungs­präsidenten in Ansbach, die Stadt Fürth anzuweisen, die Abrissgenehmigung zurückzunehmen. Dr. Alexander Mayer, der Fürther Stadtheimatpfleger, richtete eine Petition an den Bayerischen Landtag. Professor Greipl, Chef des Landesamtes für Denkmalpflege, äußerte dem Vernehmen nach am Rande einer öffentlichen Veranstaltung, dass das Landesamt alles Erdenkliche unternehmen werde, um diesen Bescheid aufzuheben.

Um diese diversen Aktivitäten zu unterstützen, haben wir begleitend auf Change.org eine Petition gestartet. Auf Change.org wurden in letzter Zeit auch vermehrt Anliegen zum Denkmalschutz gestellt, zuletzt zum nationalen Denkmal East Side Gallery. Der Link zu dieser Petition lautet wie folgt:

http://www.change.org/de/Petitionen/kein-abbruch-des-historischen-festsaals-in-f%C3%BCrth-bayern

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Wir bitten ganz herzlich und dringend, diese Petition zu unterschreiben, alle erdenklichen Verbreitungsmöglichkeiten zu nutzen (Facebook, Rundmails etc.) und damit den unwiderruflichen Verlust dieses Baudenkmals zu verhindern.

 
27.05.2013
Offener Brief an den Regierungspräsidenten der Regierung von Mittelfranken Herrn Dr. Thomas Bauer

Die "Denkmalstadt" Fürth muss zur Räson gebracht werden!
 
Sehr geehrter Herr Regierungspräsident,

die Stadt Fürth begehrt, für die Schaffung eines Einkaufszentrums den denkmalgeschützten Festsaal des Park-Hotels, Rudolf-Breitscheid-Straße 15, zu beseitigen. Aufgrund der herausragenden Bedeutung des Baudenkmals und dessen Integrierbarkeit in das Projekt haben sich das Landesamt für Denkmalpflege, das Denkmalnetz Bayern und zuletzt auch der Landesdenkmalrat, mit einstimmigem Votum,
für dessen Erhalt positioniert.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und der Verein "Wir sind Fürth"
sind empört darüber, dass die "Denkmalstadt" Fürth am vergangenen Freitag die Abbruchgenehmigung erteilt hat (Aktenzeichen 2013/0001/324/EA/S WI), obwohl das Bebauungsplanverfahren noch nicht einmal die Phase der öffentlichen Auslegung erreicht hat: Die öffentliche Auslegung beginnt am 29. Mai und endet am 1. Juli 2013 (Fürther Amtsblatt vom 22. Mai 2013). Offensichtlich sollen vollendete Tatsachen geschaffen werden. Das Bebauungsplanverfahren Nr. 370a (Neuer Einkaufsschwerpunkt in der Rudolf-Breitscheid-Straße) wird ad absurdum geführt.

Gegen den Abbruch bestehen massive denkmal- und verfassungsrechtliche Bedenken: Die Stadt Fürth hat mit dem Park-Hotel eigenes Eigentum mit dem Ziel der Beseitigung eines Baudenkmals weiterveräußert. Sie verkennt nicht nur die denkmalpflegerische Bedeutung des Festsaals, vielmehr hat es diese von vornherein in den Dienst eines vorgegebenen und von ihr insbesondere wegen der Einkaufs-Belange gutgeheißenen Investorenkonzepts gestellt. Durch die wiederholte abwägende Befassung mit dem Themenkreis des Denkmalschutzes zieht sich wie ein roter Faden die Erwägung, die Wirtschaftlichkeit des Projekts sei bei Erhalt des Saals gefährdet. Bereits der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans geht von dem Wunsch von Stadt und Investor aus, am Ort des Park-Hotels ein Einkaufszentrum zu verwirklichen. Insgesamt ist mit diesem Planungsvorgang dem besonders hohen Gewicht des Denkmalschutzes in keiner Weise Rechnung getragen worden, der in Bayern Verfassungsrang besitzt. Nach einschlägiger Rechtsprechung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs ist die Beseitigung des Park-Hotel-Festsaals als Verstoß gegen die Bayrische Verfassung zu erkennen. Der Bebauungsplan ist in seiner bisherigen Entwurfsfassung nicht genehmigungsfähig und wäre bei Inkraftsetzung auf dem Klageweg unter Vorbringung verfassungsrechtlicher Bedenken aufhebbar.

Die Stadt Fürth versucht sich dieser rechtlichen und fachlichen Kontrolle nun offensichtlich durch die vorab erteilte Abbruchgenehmigung zu entledigen. Dieses rechtsmissbräuchliche Vorgehen geht nicht nur zu Lasten des Verfassungsgutes des Denkmalschutzes, sondern verstößt auch gegen das Willkürverbot der Bayrischen Verfassung. Dieser Winkelzug ist imstande, nicht nur dem konkreten Kulturschatz zu schaden, sondern gleichwohl die Außenwirkung Fürths als "Denkmalstadt" in ihrer Glaubwürdigkeit massiv herabzusetzen.

Daher appellieren wir nachdrücklich an Sie: Die Regierung von Mittelfranken muss in Wahrnehmung ihrer Aufsichtspflicht die Stadt Fürth anweisen, die Abrissgenehmigung zurückzunehmen, um Schaden weit über die Grenzen der Stadt hinaus zu vermeiden, der zwingend daraus resultiert, wenn städtische Behörden den Denkmalschutz noch 40 Jahre nach Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes so grundsätzlich in Frage stellen. Der Abbruch-Bescheid muss sofort außer Vollzug gesetzt werden. Vor der Ausfertigung des BPL 370a sollen keine Einzelabbruchgenehmigungen erteilt werden, die bauleitplanerische Entscheidungen vorwegnehmen. Nach dem einstimmigen Votum des Landesdenkmalrats für den Erhalt des denkmalgeschützten Saals vom 17. Mai 2013 und entsprechender Stellungnahmen des Landesamtes für Denkmalpflege sehen wir die Regierung von Mittelfranken in der Pflicht, die "Denkmalstadt" Fürth nicht nur zum Vollzug des Denkmalschutzgesetzes, sondern auch zum grundsätzlich anstandslosen Verwaltungshandeln anzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Heyden
für die Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth«

Felix Geismann
für den Verein »Wir sind Fürth«

 
08.05.2013
 
Die Arbeit mit dem Gebäudebestand ist zur wichtigsten architektonischen Aufgabe geworden: es geht um Revitalisierung, Umnutzung, Ergänzung in bestehenden Gebäuden und das Füllen von Lücken im Gewebe der Stadt.

Der Münchener Architekt Muck Petzet und Preisträger Best Architects 2007 und 2012 hält den Gebäudebestand für eine der wichtigsten energetischen, kulturellen, sozialen und architektonischen Ressourcen für die Gestaltung unserer Zukunft. Als Kommissar des deutschen Biennale-Beitrags 2012 »Reduce/Reuse/Recycle« bestritt er in Venedig den deutschen Pavillon unter dem Motto: »Reduce, Reuse, Recycle – ein neuer Ansatz zum Umgang mit vorhandenen Gebäuden?«

Geht es auch im Umgang mit dem Bestand also zunächst um Reduktion und Vermeidung von Aufwand? Welche Vermeidungsstrategien gibt es?

Durch die Übertragung der Hierarchie von Vermeidung, Weiterverwendung und Verwertung erhält man ein mögliches Wertesystem zum Umgang mit Bestandsgebäuden: Je weniger Änderungen gemacht werden und je weniger Energie aufgewendet wird, umso effektiver ist die Umbau-Strategie: der Baustil für die Energiewende sozusagen. Die in der Biennale vorgestellten 16 Positionen und Strategien verschiedener Architekturbüros zeigen aber auch das hohe schöpferische Potential, das in einem affirmativen Umgang mit dem Bestand liegen kann.

Als weiterer Referent spricht Peter Stutzmann, Bildhauer und Steinmetz aus Fürth. Am Beispiel des Parkhotels, dass für den neuen Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße vollständig abgerissen werden soll, demonstriert er in seinem Kurzvortrag die bestehenden Möglichkeiten des Erhalts der historischen Fassade incl. des denkmalgeschützten Festsaales – bei gleichzeitiger Nutzung als Einkaufszentrum.

Veranstaltungsort: Waagplatz 2, Galerie Freibank (Altstadtverein Fürth)
Beginn: 20 Uhr
- Eintritt frei -

Eine gemeinsame Veranstaltung von:
- Wir sind Fürth e.V. (www.wir-sind-fuerth.de)
- Bürgerinitiative – Eine bessere Mitte für Fürth

 
19. Februar 2013
Worte der Woche von Stadbaurat Joachim Krauße
Im FN-Artikel »Standfestes Fischerhaus glänzt wie neu« (Link siehe Mediathek) wird Stadtbaurat Joachim Krauße mit den Worten zitiert: »Es ist schon erstaunlich, was man mit Gebäuden tun kann, die für Laien aussehen, als wären sie abbruchreif«. Da hat er zweifellos recht. Und auch seiner zweiten Aussage: »Man sieht hier, dass es sich lohnen kann, auch bei schwierigsten Bedingungen derartige Projekte anzugehen« ist uneinge­schränkt zuzustimmen…
 
13. Februar 2013
Wieder ein Denkmal weniger in der "Denkmalstadt" Fürth?

An den
Vorsitzenden des Landesdenkmalrats
Staatsminister a. D. Dr. Thomas Goppel
c/o Geschäftsstelle des Landesdenkmalrats
Salvatorstraße 2
80327 München

Sehr geehrter Herr Dr. Goppel,

der Festsaal des Park-Hotels in Fürth und seine Fassade müssen vor der Zerstörung bewahrt werden. Das Denkmal ist durch die Pläne des Leipziger Projektentwicklers MIB für einen "Einkaufsschwerpunkt" in der Rudolf-Breitscheid-Straße in seiner Existenz bedroht. Die Stadt Fürth wertet den erwarteten Effekt für den Fürther Einzelhandel höher als den Denkmalstatus des Festsaals.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" appelliert deshalb an den Landesdenkmalrat, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das sich in seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2013 unmissverständlich gegen einen Abriss ausgesprochen hat, zu unterstützen und ihm den Rücken zu stärken.

Fürth zählt zu den sechs am besten erhaltenen historischen deutschen Großstädten (neben Leipzig, Dresden, Regensburg, Heidelberg und Oldenburg). Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt selbst den Titel der "Denkmalstadt" verliehen. Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" versteht dies als Selbstverpflichtung der Kommune zu einem vorbildlichen Umgang mit schützenswerten historischen Bauten.

Leider war in der Vergangenheit allzu oft das Gegenteil der Fall: Vom Flächenabriss des Gänsbergviertels, dem unter anderem auch das Geleitshaus am Grünen Markt zum Opfer fiel, über den Geismannsaal und die Sahlmann-Villa am Bahnhofsplatz bis hin zum Café Fürst und dem bis heute schmerzlich vermissten Fischhäusla an der Rednitz ist die Liste der verlorenen Baudenkmäler lang. Böse Zungen sprechen gar davon, dass die Stadt nach dem Kriege nachgeholt habe, was ihr im Zweiten Weltkrieg erspart geblieben sei. Der positive Effekt dieser teils gedankenlosen, teils mutwilligen Zerstörung war die Entstehung einer kritischen Öffentlichkeit, die sich im Falle des drohenden Verlustes des Park-Hotel-Festsaals sogar in zwei Initiativen artikuliert: der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" und dem Verein "Wir sind Fürth", der sich durch ein Bürgerbegehren für den kompletten Erhalt des ehemaligen Park-Hotels stark macht.

2008 formierte sich die Bürgerinitiative, als Pläne zu einer Shopping-Mall mit 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche im Bereich der Rudolf-Breitscheid-Straße bekannt wurden. Der Widerstand aus den verschiedensten Teilen der Fürther Bürgerschaft richtete sich vor allem gegen die Privatisierung öffentlichen Raums, die Zerstörung von Denkmälern und die drohende Verödung der Fürther Innenstadt. Das von einem portugiesischen Investor betriebene Projekt kam aufgrund der Weigerung eines Hausbesitzers, sein Anwesen in der Rudolf-Breitscheid-Straße zu veräußern, zu Fall.

Im zweiten Anlauf versicherte sich die Stadt Fürth der Unterstützung von Seiten der Bürgerinitiative, als es um ein Auswahlverfahren für neue Investoren ging. Die Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes war dabei ein wichtiges Kriterium. Mit MIB schien ein Projektentwickler gefunden zu sein, der auch auf diesem Feld mit der gebotenen Sensibilität zu Werke gehen würde. Die Hoffnungen wurden enttäuscht, als MIB die Integration des historischen Festsaals in den Einkaufsschwerpunkt mit dem Hinweis auf statische und feuerpolizeiliche Schwierigkeiten für unmöglich erklärte. Der Argumentation der Bürgerinitiative, dass der Festsaal ein Alleinstellungsmerkmal des Einkaufsschwerpunkts in der Region werden und so auch als Garant des kommerziellen Erfolges des Projektes dienen könne, will MIB nicht folgen.

Der Festsaal bildet den repräsentativen Mittelpunkt des ehemaligen Park-Hotels, das in den Jahren 1887/88 als Hotel National von den Leipziger Architekten Georg Weidenbach und Anton Käppler im zeittypischen Stil der Neurenaissance errichtet wurde. Nach Beschädigung im Zweiten Weltkrieg und Modernisierung und Aufstockung in den Jahren 1953 bis 1955 besitzt nur noch der Festsaal die Eigenschaft eines Denkmals. Dem tat auch die im Februar 2010 bekannt gewordene Zerstörung von stuckierten Medaillons keinen Abbruch, wie das Landesdenkmalamt bereits mit Schreiben vom 23. November 2011 bestätigt hat.

Das Park-Hotel und sein Festsaal sind vielfältig mit der Lokalhistorie verknüpft. Als Beispiel sei die Rolle des Park-Hotels in der Zeit der Räterepublik genannt: Vom 9. November 1918 bis zum 11. April 1919 tagte hier der Exekutivausschuss des Fürther Arbeiter- und Soldatenrates. Entscheidend aus Sicht der Bürgerinitiative ist jedoch die Tatsache, dass der Festsaal des Park-Hotels neben den Resten des Hotels Kütt die einzige verbliebene bauliche Reminiszenz an den von den Nationalsozialisten abgerissenen Ludwigs-Bahnhof auf der heutigen Fürther Freiheit darstellt. Überall auf der Welt entstanden im 19. Jahrhundert große Hotels in nächster Nähe der Bahnhöfe oder waren sogar in die Bahnhöfe integriert. Mit dem Festsaal existiert in Steinwurfnähe zu der Stelle, an der am 7. Dezember 1835 die erste deutsche Eisenbahn ihren Zielbahnhof erreichte, ein Baudenkmal, das durch den oben geschilderten Zusammenhang zur Erinnerung an dieses historische Datum von nationalem Rang sehr viel besser taugt als jede Gedenktafel.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" bedauert zutiefst, dass die Untere Denkmalschutzbehörde, vertreten durch Baureferenten Joachim Krauße, bislang keine Anstrengungen zur Bewahrung des Baudenkmals unternommen hat. Dies ist umso weniger nachvollziehbar, als der Baureferent als Privatperson ganz offensichtlich Sympathien für die Forderung nach Erhalt des Festsaals hegt: "Fürths Baureferent Joachim Krauße lässt (…) keinen Zweifel daran, dass er es ‚gern gesehen' hätte, wäre der Saal (…) restauriert worden", berichteten die Fürther Nachrichten am 15. März 2012. Obwohl die Stadt sogar Eigentümerin des ehemaligen Park-Hotels ist bzw. war, hat man es versäumt, MIB klare Grenzen hinsichtlich des Umgangs mit dem Baudenkmal zu setzen. Getrieben von der Sorge, der Investor könne Fürth den Rücken kehren, ist die "Denkmalstadt" Fürth wieder einmal bereit, ein Denkmal zu opfern. Denkmalschutz, der im Freistaat Bayern Verfassungsrang genießt, wird einmal mehr gegen Interessen des Einzelhandels ausgespielt und soll den Kürzeren ziehen. Dabei ist diese Alternative eine falsche und rein polemisch: Denkmalschutz und Einzelhandel lassen sich sehr wohl miteinander versöhnen, wenn nur alle Beteiligten es wollen und dafür nicht nur nach Schema F verfahren.

Wir bitten den Landesdenkmalrat, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um den Festsaal des Park-Hotels zu retten!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Heyden und Manuela Helfrich
für die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"

 
23. Januar 2013
Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" begrüßt und unterstützt das Bürgerbegehren des Vereins "Wir sind Fürth".
Wir verstehen das Bürgerbegehren als das momentan aussichtsreichste Instrument zum Erhalt des denkmalgeschützten Festsaals im Park-Hotel. Zwar geht das Bürgerbegehren über die bisherigen Forderungen der Bürgerinitiative hinaus, doch steht der Erhalt des gesamten Gebäudes keineswegs im Widerspruch zu unseren ursprünglichen Zielen. Im Gegenteil: Die Forderung, den Festsaal nicht aus seinem baulichen und funktionalen Zusammenhang zu isolieren, unterstreicht den von Anfang an im Zentrum unserer Bemühungen stehenden Denkmalschutzgedanken.

Nicht zuletzt die im Park-Hotel am Tag der offenen Tür gesammelten Eindrücke und Erfahrungen haben zum Schulterschluss mit dem Verein "Wir sind Fürth" geführt. Hinzu kommt die Enttäuschung über Abweichungen von Zusagen, die der Investor im Vorfeld gemacht hat, wie zum Beispiel den Erhalt der Fassade des Festsaals. Selbst das in Aussicht gestellte voll verglaste Dachgeschoss wurde bisher nicht fest zugesagt.

Das Bürgerbegehren wird zeigen, in welch hohem Maße sich die Fürther Bürgerinnen und Bürger mit "ihrem" Park-Hotel identifizieren. Stadtspitze und MIB sind aufgerufen, "Einkaufen in der Denkmalstadt" zu ermöglichen, ohne dass die Liste der unwiederbringlich verlorenen Denkmäler noch länger wird.

www.wir-sind-fuerth.de

 
17. Dezember 2012
Offener Brief der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth", verfaßt im Rückblick auf den von der Stadt Fürth veranstalteten "Tag der offenen Tür" im Park-Hotel am 15.12.2012
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Thomas Jung,

wir freuen uns, Ihnen von einem gelungenen Tag der offenen Tür im Park-Hotel berichten zu dürfen. Entgegen Ihrer Befürchtung, dass die Veranstaltung nur auf wenig Interesse stoßen könnte ("Bislang haben nur zwei Personen bei uns im Rathaus den Wunsch geäußert, den Saal einmal zu sehen."), kamen innerhalb von nur zwei Stunden knapp 1.000 Interessierte.

Das Kalkül der Stadt, das Vorführen eines heruntergekommenen Baus mache seinen Abriss schmackhaft, ist nur teilweise aufgegangen. Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" hat viel Rückhalt gefunden für ihre Forderung, den Festsaal samt seiner Fassade an der Moststraße zu erhalten. In zahlreichen Einzelgesprächen und Diskussionen äußerten Fürther Bürgerinnen und Bürger ihr Unverständnis über den drohenden Verlust eines weiteren Baudenkmals. Die Nachricht, dass an der Fichtenstraße das ebenfalls denkmalgeschützte Gärhaus von 1896 abgerissen werden soll, hat offensichtlich auch in Sachen Festsaal zu erhöhter Sensibilität geführt. Wann endlich, so fragen sich viele, hört die "Denkmalstadt" damit auf, ihren Denkmalbestand für die Interessen von Investoren zu opfern?

Noch immer ruft der Frevel an der Bauplastik Empörung hervor. Obwohl die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen längst eingestellt hat, kursieren weiterhin die Namen von Tatverdächtigen und der ausführenden Firma.

"Leidenschaftslos" sei die Stadt hinsichtlich der Festsaalfassade an der Moststraße, räumte Uwe Laule bei unserem Treffen mit MIB ein. Deshalb droht die Verstümmelung der Fassade durch eine Tiefgarageneinfahrt. Ebenso "leidenschaftslos" zeigte sich die Stadt am vergangenen Samstag. Wo waren Sie, sehr verehrter Herr Oberbürgermeister, oder Ihr Baureferent, als 1.000 Menschen Diskussionsbedarf hatten zur Zukunft des Park-Hotels? Die Bürgerinitiative und der Verein "Wir sind Fürth" taten ihr Möglichstes, um die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Stadt ihrer Pflicht zur Information nicht nachgekommen ist.

Vor diesem Hintergrund, aber auch der Tatsache, dass noch um 15 Uhr eine Menschentraube vor dem Eingang des Park-Hotels stand, möchten wir einen weiteren Tag der offenen Tür im Park-Hotel anregen – vielleicht etwas früher angekündigt und länger als nur zwei Stunden. Bitte ersparen Sie das nächste Mal Ihrer Mitarbeiterin Frau Hackbarth-Herrmann die Peinlichkeit, uns aufgrund der Präsentation eines historischen Fotos des Saales verweisen zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Manuela Helfrich, Dr. Thomas Heyden und Peter Krauß für die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth"

 
Die offene Antwort von OB Dr. Thomas Jung zum offenen Brief der BI "Eine bessere Mitte für Fürth":
Sehr geehrter Herr Dr. Heyden,
sehr geehrte Frau Helfrich,
sehr geehrter Herr Krauß,

vielen Dank für Ihren offenen Brief.

Seitens der Stadtverwaltung war niemand vor Ort um Bürgerinnen oder Bürger zu beeinflussen. Wir hatten als Stadt noch einmal die Gelegenheit geben wollen, dass Bürgerinnen und Bürger sich objektiv und unbeeinflusst ein eigenes Bild machen können. So hat es auch der Investor gesehen. Sie haben es anders gesehen. Damit kann ich gut leben, aber bitte akzeptieren Sie auch, dass die Stadt Fürth die Bürgerinnen und Bürger nicht beeinflussen und in eine Richtung lenken möchte.

Ihrem Wunsch, noch eine weitere Öffnung herbeizuführen, kann leider nicht entspro­chen werden. Ich habe Ihr Anliegen in der städt. Referentenrunde vorgebracht und übereinstimmend wurde die Entscheidung getroffen, es bei der einmaligen Öffnung zu belassen. Die Entscheidung des Stadtrates, an MIB das Objekt zu vergeben, bin­det die Stadtverwaltung. Diese Entscheidung ist unter ausdrücklicher Zustimmung Ihrer Bürgerinitiative gefallen. Bei dieser Entscheidung hatte MIB von Anfang an erklärt, den Saal nicht zu erhalten. Jede weitere Öffnung oder öffentliche Aktion der Stadt Fürth würde in der Öffentlichkeit den falschen Eindruck erwecken, es gäbe hier noch einmal Abänderungsmöglichkeiten. Nach klarer Aussage des Investors sieht dieser solche Möglichkeiten nicht. Deshalb kann sich die Stadt Fürth nicht an Aktio­nen beteiligen, die in der Öffentlichkeit andere Erwartungen zu wecken geeignet sind. Dies wäre seitens der Stadt Fürth eine Irreführung der Öffentlichkeit.

Das in Ihrem Brief angesprochene Gelände auf dem Brauereigelände hatte keine Denkmaleigenschaft. Dies legt allein das Landesamt und nicht die Stadt Fürth fest. Deshalb ist auch kein Denkmal verschwunden.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Jung

 
Bilder vom "Tag der offenen Tür" im Park-Hotel am 15.12.2012

Besucher des Parkhotels, Foto: Dr. Michael Müller
 

Dr. Thomas Heyden im Gespräch mit Besuchern des Parkhotels, Foto: Ursula Kreutz
 

Die Aktiven der Bürgerinitiative vor dem Parkhotel, Foto: Ursula Kreutz
 

Dr. Thomas Heyden im Fernseh-Interview, Foto: Ursula Kreutz
 

Präsentation einer Ansicht des restaurierten Saals des Parkhotels, Foto: Ursula Kreutz
 

Blick vom Parkhotel über die Freiheit, Foto: Ursula Kreutz

 

Weitere aktuelle Bilder vom Parkhotel sind zu sehen unter:
http://www.flickr.com/photos/dankogreenfotos/sets/72157632153046414/

 
27. November 2012
Stellungnahme der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" zum Tag der offenen Tür im Park-Hotel (Fürther Nachrichten vom 24. November 2012)
Zum Tag der offenen Tür im Park-Hotel bietet die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" gerne ihre Mitarbeit an. Wir möchten unserem Wirtschaftsreferenten Horst Müller und der Fürther Bevölkerung mit einer eindrucksvollen Computer-Rekonstruktion des ursprünglich prächtigen Saals verdeutlichen, warum dieses Baudenkmal erhalten werden muss, und zeigen, dass der Festsaal - entgegen der Behauptung von Herrn Müller - tatsächlich im Verborgenen noch existiert.

Richtig ist: Die Wände des Saals sind zum Teil noch mit Holzpaneelen aus der Admiral-Kino-Zeit verblendet. Die besonders attraktive Glasdeckenkonstruktion ist vom Saal aus wegen einer abgehängten Decke aus den Tagen des Kinos momentan nicht sichtbar. Darüber hinaus wird der Raumeindruck durch einen Quereinbau aus Kalksandstein beeinträchtigt. Die Medaillons in den beeindruckenden Rundbögen wurden leider in einer kriminellen Nacht-und-Nebel-Aktion abgeschlagen, was jedoch die Wirkung der Architektur nicht schmälert.

Zugegeben, die Rekonstruktion des Festsaals und seine Einbeziehung in den Einkaufsschwerpunkt sind kein Spaziergang, doch dürften die Schwierigkeiten zu meistern sein, wie ATP/Ten Brinke, die im Wettbewerb nur knapp unterlegen waren, mit ihrem Vorhaben des Festsaal-Erhaltes gezeigt haben.

 
23. November 2012

Stellungnahme der Bürgerinitiative zum überarbeiteten Entwurf
des Einkaufsschwerpunkts Rudolf-Breitscheid-Straße vom 21. November 2012

In der Sitzung der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" am 21. November 2012 wurde der überarbeitete Entwurf des Einkaufsschwerpunkts Rudolf-Breitscheid-Straße diskutiert, der am 19. November 2012 im Wirtschaftsausschuss von MIB vorgestellt worden war.

Die Bürgerinitiative begrüßt den Verzicht auf das turmartige Eckgebäude, das städtebaulich von vielen Bürgerinnen und Bürgern als zu dominant empfunden worden war. Gleiches gilt für den Gebäudeteil, der zum anschließenden Haus der ehemaligen Vereinigten Blattgoldfabriken vermitteln sollte, dieser Aufgabe jedoch nicht gerecht wurde.

Die Neuformulierung des Baukörpers auf rechteckigem Grundriss stößt auch in den Kreisen der Bürgerinitiative auf Zustimmung. Vor allem die Orientierung zur Friedrichstraße findet Beifall, da damit die Fürther Freiheit einen plausiblen nordwestlichen Platzabschluss erfährt.

Auf eine Diskussion der Fassade möchte sich die Bürgerinitiative nicht einlassen, doch hätte sie sich eine gestalterisch ansprechendere Lösung erhofft. Entscheidend wird nun die Detaillierung des Entwurfs sein. Nachbesserungsbedarf wird insbesondere beim gläsernen Obergeschoss gesehen, das in der Realisierung wohl kaum so transparent ausfallen dürfte, wie es die in der Presse verbreitete Ansicht glauben machen will. Der Hinweis auf den Ludwigsbahnhof ist historisch nicht nachvollziehbar.

Fürth könnte mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden sein, wenn nicht immer noch der Verlust eines Baudenkmals drohen würde: Die Bürgerinitiative wird sich weiterhin für den Erhalt des Festsaals und seiner Fassade zur Moststraße einsetzen.

 
12. November 2012
Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" informiert
In der Sitzung der Bürgerinitiative "Bessere Mitte Fürth" am 7. November 2012 wurde ein dreiköpfiger Sprecherrat gewählt: Manuela Helfrich, Dr. Thomas Heyden und Peter Krauß, die sich alle drei von Anfang an in der Bürgerinitiative engagiert haben, bilden ab sofort die Schnittstelle zur Öffentlichkeit.

Wesentliche Punkte des ursprünglichen Forderungskatalogs der Bürgerinitiative mögen erreicht sein, doch insbesondere in Sachen Denkmalschutz sowie Information und Beteiligung der Öffentlichkeit besteht weiterhin Handlungsbedarf.

Der Festsaal des Park-Hotels und die Fassade des Festsaals an der Moststraße werden durch das eingeleitete Bebauungsplanverfahren zum Abriss freigegeben. Mehr als einen Rüffel vom Landesamt für Denkmalpflege, vielleicht auch vom Landesdenkmalrat haben die Verantwortlichen nicht zu fürchten. Darüber hinaus hat die selbst ernannte "Denkmalstadt Fürth" durch den frühzeitigen Verkauf des Park-Hotels an den Investor MIB das Gesetz des Handelns aus der Hand gegeben. Die Bürgerinitiative wird dennoch ihre Aufklärungsarbeit über die Chance fortsetzen, die eine Einbeziehung des Festsaals für den neuen Einkaufsschwerpunkt bedeuten würde. Der zur hochwertigen Geschäftsimmobilie umgebaute Festsaal wäre das absolute Highlight und ein Garant für den kommerziellen Erfolg des Projekts.

Gleichzeitig gilt es, auch die südliche Seite der Rudolf-Breitscheid-Straße vor zu großen Eingriffen in den denkmalgeschützten Bestand zu bewahren. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass die überarbeiteten Pläne des Architekturbüros Weis & Volkmann vor der Bauausschusssitzung im Dezember der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der bislang weitgehend transparent gestaltete Entscheidungsprozess darf in dieser finalen Phase keine Lücke erfahren! Die in Internetforen und Leserbriefen intensiv geführte Diskussion über die Architektur des Einkaufsschwerpunkts beweist, wie groß das öffentliche Interesse an der Frage ist, welches Gesicht die Stadt an dieser wichtigen Stelle zeigen und wie viel Geschichte dort noch ablesbar sein wird. "Nägel mit Köpfen machen", wie Stadtbaurat Joachim Krauße von den Fürther Nachrichten zitiert wurde, darf deshalb nicht bedeuten, die Öffentlichkeit auszuschließen, sondern den Dialog mit den Fürther Bürgerinnen und Bürgern fortzusetzen.

 
24. Oktober 2012
Eine persönliche Bilanz der Bürgerinitiative Bessere Mitte Fürth
und eine Chronik der Ereignisse bis heute
Von Dr. Christofer Hornstein

In der gut besuchten Mitgliederversammlung der BI am Dienstag, den 23.10.12 habe ich wie mehrfach intern angekündigt nach vier Jahren mein Amt als Sprecher niedergelegt. Die aktuelle Diskussion über den Architektenwettbewerb hat mir gezeigt, dass es innerhalb der BI keine belastbare Übereinkunft gibt, was unter »stadtverträglicher« bzw. »qualitätvoller« Architektur zu verstehen ist. Die Bürgerinitiative kann dies meiner Ansicht nicht leisten. Ich möchte (und kann) mich dieser mehr oder weniger geschmäcklerisch geführten Diskussion nicht als Sprecher einer Bürgerinitiative stellen, sondern nur als ein im Städtebau und Denkmalschutz engagierter Architekt.

Anlässlich der Niederlegung meines Sprecheramtes in der Bürgerinitiative »Bessere Mitte Fürth« aus o.g. Gründen scheint es mir geboten, eine Bilanz zu ziehen und die Chronik der Ereignisse rund um die »Neue Mitte« und die BI bis heute stichpunktartig Revue passieren zu lassen.

Dabei liegt mir in erster Linie am Herzen, alteingesessene und neu zugezogene Bürger zu ermuntern, sich auch in Zukunft konstruktiv in Gestaltungsprozesse für IHRE Stadt einzubringen. Meine persönlichen Erfahrungen sind sicher nicht durchweg positiv, aber die Erfolgsgeschichte der BI »Bessere Mitte Fürth« zeigt, auf vielen Ebenen beginnt ein Paradigmenwechsel im Stadtgestaltungsprozess und Bürgerengagement kann sich durchaus lohnen!

Die Chronik

Mitte 2008

Die Stadtspitze stellt euphorisch die Planungen des portugiesischen Investors Sonae Sierra zum Bau eines innerstädtischen, geschlossenen Einkaufscenters vor. Über ein Jahr dauernde, weitestgehend geheime Gespräche mit dem Investor gehen dieser Präsentation voraus. Der Investor wird als Heilsbringer für die Beendigung des desolaten Zustandes der Einkaufstadt Fürth gefeiert. Der Einzelhandel und der Großteil der Bürger sind begeistert. Einzig der Stadtheimatpfleger warnt.

Ende 2008

Der Widerstand gegen die Pläne wächst, als in der Öffentlichkeit realisiert wird, dass die Rudolf-Breitscheid-Straße, die zentrale Ost-West-Achse der Innenstadt, für das neue Einkaufszentrum privatisiert werden soll. Es formiert sich die Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth« gegen die Pläne der Stadtspitze und des Investors. Über 100 Besucher mit sehr unterschiedlicher Motivation kommen auf die Gründungsversammlung. Formu­lierung eines 8-Punkte-Programms als Agenda. Hauptpunkte: Kein Entwidmung öffentlichen Raumes, Schutz der denkmalgeschützten Ensemble und Reduzierung der geplanten Verkaufsfläche von 25.000 m² auf max. 15.000, um »Staubsaugereffekte« für die restliche Innenstadt zu vermeiden.

Bis Mitte 2009

Diverse Aktionen der BI-Aktivisten (ca. 40 Personen): Infostände in der Fußgängerzone, Bürgergespräche, Pressearbeit, Stadtfest mit Musik, Unterschriftenlisten, Bürgerbefragungen u.ä., Vortragsveranstaltungen mit Dr. Pump-Uhlmann (Autor von »Angriff auf die City«), Dr. Exner vom BlfD zum Thema Denkmalschutz, Dr. Müller (BI-Mitglied) zum Thema Wirtschaft und Kaufkraft in Fürth, Dr. Hornstein zur städtebaulichen Situation, Infoveranstaltung mit Vertretern von Bürgerinitiativen aus anderen Städten mit ähnlicher Problematik, Aufbau einer professionellen Webseite, regelmäßige BI-Treffen für jedermann, KONSTRUKTIVER PROTEST (Erarbeitung von Gegenkonzepten für ein offenes, kleineres Center und Kontaktaufnahme zu anderen Investoren), Beginn der Unterschriftensammlung und Vorbereitung eines Bürgerentscheides. Abnehmende Begeisterung der Öffentlichkeit für das Sonae Sierra-Projekt v.a. bei der gut informierten Bevölkerung.

Mitte 2009

Rückzug des Investors, weil der Besitzer eines zentralen Grundstückes auf dem Areal nicht zum Verkauf bereit war.

Seit Mitte 2009 bis Mitte 2011

komplettes Umdenken in der Stadtspitze:

  • Die Stadt erwirbt die betreffenden Areale und nimmt endlich das Heft des Handelns in die Hand.

  • Die Stadt schreibt ein sog. »Interessenbekundungsverfahren« für Investoren aus.

  • Die Stadt wählt vier Investoren aus und tritt mit diesen Investoren ins sog. »wettbewerbliche Dialogverfahren« ein.

  • Die Stadt nimmt die Vorschläge der BI zur Änderung der Aufgabenbeschreibung im sog. »wettbewerblichen Dialog­verfahren« fast vollständig auf und legt diese dem Stadtrat zur Abstimmung vor!

  • Die Hauptpunkte der BI sind in der Aufgabenbeschreibung – wenn auch teilweise etwas verwaschen – als zwingende Vorgaben enthalten!

  • Vertreter der BI sind im sog. »Projektbeirat für das wettbewerb­liche Dialogverfahren« vertreten.

  • Der Projektbeirat wird über die Investorengespräche ausführlich informiert, und gibt nach eingehender Diskussion der Angebote ein Votum zu den Angeboten der Investoren ab.

Mitte 2011

Kür des Investors MIB auf breiter Basis im Projektbeirat und als Konsens in der Stadtgesellschaft. Das Konzept stammt vom Londoner AB Dunnet/Craven.
[Video-Mitschnitt der Projekt-Präsentation]

Bis Oktober 2012

Verträge zwischen Stadt und MIB werden unterzeichnet. Mit äußerst knapper Mehrheit befürwortet der Stadtrat, dass der Investor anstelle eines eigentlich vorgesehenen Architektenwettbewerbes den Masterplan des Londoner Architekten James Craven in einem neuartigen »Workshop-Verfahren« weiter entwickelt. MIB selbst initiiert dann aber doch einen Architektenwettbewerb. Bei der Auswahl der Teilnehmer finden die Vorschläge der BI leider keine Berücksichtigung. Der Wettbewerb mit nur fünf Teilnehmern hilft zwar dem Investor, ein deutsches Kooperationsbüro für den Londoner Architekten zu finden, bleibt im Ergebnis in Teilen allerdings unbefriedigend. Nun soll unter Leitung des Masterplaners nachgebessert werden. Das Ergebnis ist offen. Die BI appelliert weiter beharrlich für eine Erhaltung des denkmalgeschützten Saales im Parkhotel und der dazugehörigen Fassade, deren Erhalt der Investor nachweislich zugesagt hat.

Meine persönliche Bilanz

  • Die Rudolf-Breitscheid-Straße und die Hallstraße bleiben öffentlicher und demokratischer Raum.

  • Damit konnte ein kaum wieder zu reparierender Fehler in der Stadtentwicklung verhindert werden.

  • Die vorhandene Stadtstruktur mit der geschlossenen Blockbauweise und der Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum bleibt erhalten.

  • Denkmalgeschützte Häuser auf der südlichen Rudolf-Breitscheid-Straße werden nicht komplett abgerissen, die wertvollen Sandsteinfassaden werden restauriert, es sind allerdings nicht denkmalgerechte Eingriffe bei Fassade und Gebäudedecken im Gespräch, um die Sichtbarkeit der dahinter liegenden Geschäftsflächen abzubilden bzw. großzügige Entrees zu den Geschäften zu ermöglichen. Nach Aussage des Investors soll der denkmalgeschützte Festsaal des Parkhotels abgerissen werden. Der Umgang mit der Festsaalfassade bleibt ungewiss. In Punkto Denkmalschutz sieht die BI Ihre Ziele bisher nur teilweise erfüllt und appelliert weiterhin für eine ernsthafte und echte Abwägung der Denkmalschutzbelange im Bebauungsplan bzw. Genehmigungsverfahren.

  • Eine Übernahme der weltweit beliebigen »Shopping Mall Architektur«, die leider für einige Entwürfen des Wettbewerbes das Leitbild war und wenig regionalen Fürth-Bezug erkennen lässt, konnte verhindert werden.

  • Ein Großprojekt mit »Staubsaugereffekt« für die Innenstadt und ca. 25.000 qm Verkaufsfläche, wie von Sonae Sierra geplant, konnte verhindert werden. Stattdessen soll ein offenes »Geschäftshausmodell« ohne Mall mit ca. 15.000 qm Verkaufsfläche entstehen. Damit ist es nach Auskunft aller Experten gut verträglich für eine Stadt wie Fürth und ein gewinnbringender Impuls für die Einkaufsstadt Fürth.

  • Die Öffentlichkeit ist heute wesentlich besser über das Projekt in der Stadtmitte informiert. Hierzu konnte die BI einen wesentlich Beitrag leisten.

  • Die Revitalisierung des City-Centers gestaltet sich auch nach vier Jahren als sehr schwierig und scheint sich immer mehr zu einem juristischen Hick-Hack zu entwickeln, nachdem die Besitzer offensichtlich auf einen Hochstapler hereingefallen sind. Die BI hatte und hat diesbezüglich keine Karten in der Hand und konnte nur auf die Wichtigkeit der Revitalisierung des City-Centers für die Innenstadt, aber auch den neuen Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße hinweisen.

Ob man das Erreichte nun als Erfolg sieht oder nicht, muss natürlich jeder für sich selbst beurteilen. Unbestritten ist, dass die Entwicklung in Fürth bundesweit gerade im Hinblick auf Bürgerengagement positiv registriert worden ist. Dabei wurde v.a. der bis zum heutigen Zeitpunkt immer konstruktive Ansatz der Bürgerinitiative »Bessere Mitte Fürth«, aber auch die Kooperationsbereitschaft in der Stadtspitze gelobt.

 
21. September 2012
Stellungnahme der BI zu den bisherigen Ergebnissen des Architekten-Wettbewerbs zur "Neuen Mitte"
Die BI hat nach der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse zum Architekten-Wettbewerb über die Resultate am 19. September ausführlich diskutiert.

Dabei lohnt es sich, die Entwicklung bis zum jetzigen Wettbewerbsergebnis und die Haltung der BI dazu noch einmal revue passieren zu lassen. Von Anfang an hat sich die BI sowohl bei der Investorenauswahl als auch bei städtebaulichen Fragestellungen für wettbewerbliche Verfahren ausgesprochen. Der in einem solchen Verfahren gefundene Investor MIB überzeugte mit einem vom Londoner Architekturbüro Dunett/Craven ausgearbeiteten Konzept, das von einer großen Mehrheit in der Stadtgesellschaft angenommen wurde.

Die positive Resonanz auf das Konzept, das bereits eine eindeutige Haltung zur Stadtgestaltung erkennen ließ, hat den Investor dazu bewogen, statt im vorgesehenen klassischen Architektenwettbewerb ein innovatives Workshop-Verfahren unter Leitung des Masterplaners Craven zu veranstalten. Im Stadtrat gab es dafür eine knappe Mehrheit. Aus öffentlich nie klar kommunizierten Gründen hat sich MIB dann doch für einen klassischen beschränkten Architekturwettbewerb entschieden. Die BI positionierte sich weder gegen ein Workshop-Verfahren, noch gegen einen klassischen Wettbewerb. In der Stellungnahme vom 27. Oktober 2011 regte die BI allerdings an, dass im Falle des beschränkten Wettbewerbs folgende Punkte beachten werden sollten:

1. Der Investor, die Stadtverwaltung und ein von der Stadt Fürth bestimmter
Projektbeirat erarbeiten eine Auslobung, die sich streng am Grundkonzept des
Architekten James Craven orientiert und zusätzlich die Möglichkeit lässt, auch
den unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Festsaal des Parkhotels in
einen Entwurf mit zu integrieren.

2. Wettbewerb als beschränkter Wettbewerb mit mindestens 8 Teilnehmern, die
positive Referenzen in der Realisierung von Neubauten in historischen
Innenstädten haben. Die BI hat der Stadt Fürth und dem Investor einige
Vorschläge zu entsprechenden Büros gemacht.

3. James Craven als Vorsitz einer Jury, deren Fachpreisrichter ebenfalls positive
Referenzen aufweisen sollten.

4. Eventuell könnte eine Zwischenpräsentation hilfreich sein.

Teilweise wurden diese Anregungen vom Investor aufgenommen, teilweise leider nicht.

Die BI ist nun mit dem Ergebnis des Architekturwettbewerbs konfrontiert und stellt einhellig fest, dass die bisherigen Resultate des Wettbewerbs den Masterplan des Architekturbüros nicht befriedigend verbessern und ausdifferenzieren konnten. Keiner der Entwürfe kann wirklich überzeugen, wobei innerhalb der BI eine eindeutige Tendenz in Richtung des ersten Preises als das geringere Übel zu erkennen ist.

Die BI möchte vor einer abschließenden Bewertung des gesamten Prozesses die von der Jury angeregten Nachbearbeitung der Entwürfe abwarten, wünscht sich aber, dass die weitere Entwicklung der "Neuen Mitte Fürth" auf die Erfolgsstraße zurückfindet.

Die BI würde es außerdem sehr schätzen, wenn der Investor MIB viel Mut beweisen würde und den historischen Festsaal des ehemaligen Parkhotels in das Gesamtkonzept nun doch integrieren würde. Der zur hochwertigen Geschäftsimmobilie umgebaute Festsaal wäre das absolute Highlight des Einkaufsschwerpunktes!

Anmerkung: Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels lag die Genehmigung von MIB zur Veröffentlichung von Bildern der Wettbewerbsergebnisse nicht vor, weshalb die BI auf folgende FN-Artikel verweist:

www.nordbayern.de/region/fuerth/architekten-mussen-in-die-verlangerung-gehen

www.nordbayern.de/region/fuerth/sorge-ums-stadtbild

Weitere Artikel zum Thema:

www.fuerther-freiheit.info/2012/09/21/erstaunliche-ergebnisse-des-architekturwettbewerbes-zur-neuen-mitte-fuerth

www.nordbayern.de/region/fuerth/massive-kritik-an-der-optik-des-einkaufskomplexes-1.2376377

 

 
 
13. September 2012
Appell des Denkmalnetzes Bayerns
Als Mitglied des Denkmalnetzes Bayern veröffentlichen wir hier den offenen Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer, um die Förderung der bayerischen Denkmallandschaft im
"Bayerischen Kulturkonzept" zu berücksichtigen.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

als landesweites Bündnis bürgerschaftlicher Denkmalinitiativen begrüßen wir es, dass Sie mit dem "Bayerischen Kulturkonzept" das kulturelle Leben in unserer Heimat verstärkt fördern wollen.

Wir sind mit der Bayerischen Staatsregierung einig in der Ansicht, dass Bayern für geschichtliches Erbe ebenso wie für zeitgenössische Kulturleistungen steht und beides Grundlage für die Einzigartigkeit und das Selbstbewusstsein unseres Landes ist. Der Reichtum unserer einmaligen Kulturlandschaft ist fester Bestandteil bayerischer Lebensqualität und bayerischen Heimatgefühls.

In ganz herausragender Weise verleiht das vielfältige und vielschichtige bauliche Erbe unserem Land sein kulturlandschaftliches Gesicht, vom regionaltypischen Bauernhaus bis hin zu den Denkmälern der Industriekultur, vom barocken Adelsschlösschen bis hin zu den Zeugnissen bürgerlicher Baukultur. Denkmäler prägen die regionale Identität, sie geben den einzelnen Landstrichen erst ihr unverwechselbares Gepräge. Sie machen Bayern zu dem, was es ist: zu einer starken Heimat für uns Bürgerinnen und Bürger und zu einer starken Marke, die nach außen strahlt.

Diese Qualitäten, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, stehen auf dem Spiel. Wir laufen Gefahr, dass die gebaute Geschichte in den Regionen Stück für Stück unwiederbringlich verloren geht. In manchen Regionen Bayerns wurde in den letzten 25 Jahren jedes fünfte eingetragene Denkmal zerstört. Etwa 3.000 Baudenkmäler stehen leer. Ihnen droht der schleichende Verfall, bis nichts mehr zu retten ist.

Sie wissen wie wir, dass die Denkmalpflege vor allem zwischen 1990 und 2007 einen drastischen finanziellen und institutionellen Abbau erleiden musste. Die Fördermittel zur Unterstützung von Denkmaleigentümern beim Erhalt ihrer Gebäude wurden kontinuierlich gekürzt. Die Zuwendungen wurden um ca. 90 Prozent heruntergefahren, von ursprünglich ca. 23 Mio. Euro auf ca. 2 Mio. Euro im Jahr. Ganz offensichtlich waren die Verantwortlichen in der Politik der Meinung, der Erhalt unserer baulichen Geschichtszeugnisse sei in Zeiten der Globalisierung nicht mehr von Bedeutung. Dies aber wäre ein fataler Irrtum. Globalisierung braucht Heimat, die Weltmarke
Bayern braucht Anker im kulturellen Erbe, um nicht unterzugehen.

Zwar trat bei der Förderung der Baudenkmäler seit 2008 eine leichte Linderung ein. Zuletzt pendelte sich die jährliche Förderungssumme bei etwa 10. Mio. Euro ein, immer noch weniger als die Hälfte der einstigen Mittel. Den privaten Denkmaleigentümern – die fast zwei Drittel der Baudenkmäler besitzen – kann häufig noch immer nicht die dringend benötigte finanzielle Unterstützung gewährt werden, nicht einmal in Form von Anerkennungsförderungen.

Dabei sind lebendig genutzte Baudenkmäler ein Schlüssel zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen. Ihre Sanierung wirkt konjunkturfördernd, stärkt qualifizierte Berufe und die regionale Identität. Ein gepflegtes baukulturelles Gesicht des Landes ist unverzichtbare Grundlage für erfolgreichen Tourismus. Es erleichtert schließlich auch denjenigen die Identifikation mit ihren neuen Lebensort, die neu nach Bayern hinzuziehen. Der Erhalt der Zeugnisse der überlieferten Baukultur ist kulturell, sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig. Kurzum: Unsere Denkmäler sind eine wichtige Lebensgrundlage für die Gegenwart und für nachfolgende Generationen.

Jedes vorbildlich instandgesetzte Denkmal ist ein Leuchtturm an seinem Ort und in seiner Region, oft sogar darüber hinaus. Durch die Pflege der Baudenkmäler partizipieren die Bürgerinnen und Bürger einer Region an der kulturellen Identität des gesamten Landes. Die gebauten Zeugnisse der Geschichte sind ein wichtiges Element gleichwertiger Lebensverhältnisse. Wo gebaute Geschichte stolz gepflegt wird, wird zugleich Lebensqualität gesichert, Städte pulsieren und ländliche Räume werden attraktiv.

Denkmäler machen Heimat lebenswert. Es liegt an uns, diese Potentiale zu nutzen und dem Geschichts- und Gesichtsverlust unserer reichen Kulturlandschaft entgegenzuwirken. Wir bitten Sie daher eindringlich, im Rahmen des Kulturkonzepts in starkem Maß auch unser gebautes Erbe in den Landschaften zu bedenken. Bitte stellen Sie wieder die Mittel zur Verfügung, die Bayerns Denkmäler für die Zukunft brauchen. Mit den Förderstrukturen des Freistaats sind geeignete Instrumente dafür vorhanden. In Kombination
mit dem Beratungs- und Dienstleistungsangebot des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege können Initiativförderungen die Instandsetzung, Sanierung und Neubelebung von Denkmälern in Gang setzen und die Bereitschaft zur Instandhaltung unterstützen. Die Förderpraxis der vergangenen Jahrzehnte hat unter Beweis gestellt, dass die staatlichen Anschubfinanzierungen ein Vielfaches an privaten Investitionen nach sich ziehen und großartige Eigenleistungen der Bürgerinnen und Bürger anstoßen.

Verstärken Sie die Politik des Ermöglichens und Aktivierens. Starten Sie gemeinsam mit der
staatlichen und bürgerschaftlichen Denkmalpflege eine Förderkampagne, in der Sie die Sanierung von Baudenkmälern aktiv bewerben. Sehr viele Menschen engagieren sich im Land für unser gebautes Kulturerbe, vielfach mit innovativen Konzepten – tatkräftige Eigentümer, kompetente Architekten und Handwerker, zukunftsorientiert denkende und handelnde Denkmal- und Heimatvereine sowie Kommunalpolitiker und nicht zuletzt die fachkundigen Mitarbeiter der staatlichen Denkmalbehörden. Im Land ist ein großes Bewusstsein für den Wert der historisch gewachsenen Strukturen und der Elemente unserer kulturellen Identität vorhanden. Dieses gilt es nicht zu enttäuschen.

Unsere Heimat muss in ihrer Geschichtlichkeit im Nahfeld der Menschen und in ihrer
Vielgestaltigkeit erfahrbar bleiben. Jedes vor dem Untergang gerettete Denkmal ist ein Stück Bayern für die Zukunft. Bitte geben Sie den Bürgerinnen und Bürgern des Chancenlandes Bayern eine Chance auf eine lebenswerte Zukunft auf dem Fundament einer reichen Vergangenheit. Der Unterstützung des Denkmalnetzes Bayern können Sie sich dabei sicher sein.

 
12. August 2012
Offener Brief an den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Fürth
 
Herr Oberbürgermeister Dr. Jung antwortete auf unseren offenen Brief vom 30. Juli 2012 mit einem E-Mail vom 7. August (siehe unten). Hierzu ist aus Sicht der BI folgendes anzumerken:

- Wir begrüßen, dass auch Herr Oberbürgermeister Dr. Jung die Erhaltung der »Grundpfeiler des Konzeptes« wünscht.

- Dass der Festsaal »abgehakt« sei, ist unrichtig. Nach Art. 6 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes kann der Abriss eines Baudenkmals nur nach einer Abwägung erfolgen. Das Ergebnis dieser noch nicht erfolgten Abwägung wird nun schon zum wiederholten Male verbal vorweggenommen.

- Der Beschluss im Stadtrat vom 16. März 2011 lautete entsprechend unserer Anregung: »Weitere zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes«. Dies bedeutet im Wortsinn mehr als die ohnehin gesetzlich vorgegebene Anwendung des Denkmalschutzgesetzes.

- Die Kritik zur Tiefgarage bezog sich in erster Linie darauf, dass der von vielen erhoffte Food-Court im Untergeschoss keinen Platz mehr hat und somit offensichtlich entfällt, was aufgrund der entsprechenden Versorgungslage in der Innenstadt mehr als bedauerlich ist.

 
Schreiben des Oberbürgermeisters vom 7. August
  Sehr geehrter Herr Stenzel,

vielen Dank für Ihren offenen Brief. Es freut mich sehr, dass Sie weiter offen dazu stehen, dass Sie sich für MIB ausgesprochen haben und diese Haltung auch nicht in Frage stellen.

Auch ich wünsche, dass die Grundpfeiler des Konzepts erhalten bleiben.

Hinsichtlich des Saals gab es aus meiner Sicht genug Erklärungen, auch zu Beginn des Verfahrens. Jede weitere Wiederholung einer wirklich abgehakten Forderung erscheint aus meiner Sicht nicht wirklich hilfreich. Hinsichtlich der kompletten Erhaltung der Einzeldenkmäler bin ich der Auffassung, dass eine Beachtung des Denkmalschutzes bedeutet, dass man ihn beachtet, aber nicht, dass ausschließlich Denkmalschutzbelange sich in jeder Fragestellung allein durchsetzen können.

Neben H+M, der viel Geld in den Umbau investiert, und Wöhrl mit langfristigem Mietvertrag, ist die Standortsicherung von C&A für die Einkaufsstadt ebenfalls von großer Bedeutung. Ich persönlich empfinde die Achse H+M, C&A und Wöhrl als Grundgerüst des Textileinzelhandels in der Stadt. Der Erhalt von C&A ggü. einem Weggang ist deshalb aus meiner Sicht grundsätzlich zu begrüßen.

Ich gehe aber mit Ihnen davon aus, dass weitere ergänzende Sortimente zusätzliche Angebote nach Fürth bringen werden.

Die angesprochene Konzeptänderung hin zu einem Tiefgaragenstellplatz erfolgt nicht zuletzt aufgrund vielfacher Wünsche des örtl. Handels und der örtl. Wirtschaft. Inwieweit auch Mieterwünsche hier eine Rolle spielen kann ich nicht beurteilen. Die Stadt Fürth selbst hat keine Einwände, wenn moderat zusätzlicher Parkraum entsteht. In gewissem Umfang gebieten dies auch baurechtl. Vorschriften.

So bedanke ich mich für die weitere kritische Begleitung des wichtigen Projekts und grüße herzlich

Ihr

Dr. Thomas Jung

 
Offener Brief vom 30. Juli 2012


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Jung,

durch Berichte in der Presse entstanden dieser Tage einige Irritationen darüber, ob die mit dem In­vestor MIB verbundenen Erwartungen nunmehr auch wirklich erfüllt werden. Auch die Bürgerinitiative hat sich damals für MIB ausgesprochen und bleibt bei dieser Haltung. Wir bitten jedoch Sie und damit die Stadt Fürth, darauf hinzuwirken, dass die Grundpfeiler des Konzeptes, mit dem MIB das Investoren­auswahlverfahren gewonnen hat, bestehen bleiben und nicht sukzessive wieder zur Disposition ge­stellt werden. Im Einzelnen bitten wir dies insbesondere bei den folgenden Punkten zu tun:


1. Komplette Erhaltung der Einzeldenkmäler entlang der südlichen Rudolf-Breitscheid-Straße. Begründung: Stadtratsbeschluss vom 16.03.2011 (»zwingende Vorgabe ist die Beachtung des Denkmalschutzes«).

2. Erhalt der Fassade des Festsaales in der Moststraße. Begründung: wie bei 1. sowie eigene Aussage von MIB in der Projekt-Präsentation vom 07.07.2011.

3. Orientierung der Architektur und der städtebaulichen Gestaltung am Masterplan des Architektur­büros Dunett/Craven. Begründung: aktuell bekannt gewordene Konzeptänderung von hochwertigem Lebensmittelhandel zu Tiefgarage mit neuer Einfahrt über die Moststraße.

4. Hochwertiger Einzelhandel mit Schwerpunkt auf Textilprodukten. Begründung: Die Wahl von C&A als Ankermieter lässt befürchten, daß es nur zu einer räumlichen Umsiedlung bereits in Fürth vorhandener Anbieter kommen wird, nicht jedoch zu der erhofften qualitativen und quantitativen Ausweitung des Angebots.


Der geplante Abbruch des denkmalgeschützten Festsaals steht im Widerspruch zum unter Punkt 1. bereits zitierten Stadtratsbeschluss. Die BI bedauert, dass MIB den Saal für baulich schwierig sanier­bar und zudem für schlecht vermietbar hält. Wir sind indes nach wie vor von der Attraktivät eines sanierten Festsaales überzeugt und regen an, im Rahmen des laufenden Wettbewerbes noch einmal darüber nachzudenken, ob mit dem Erhalt des Saales für ein »Haus-in-Haus-Konzept« nicht ein einzigartiges »Leuchtturm-Projekt« von langfristig hoher Anziehungskraft – auch überregional – realisiert werden könnte.

Die BI unterstützt alle Aktivitäten, die dazu geeignet sind, den Wandel hin zu einer attraktiven Ein­kaufsstadt voranzubringen. Dass dieser Wandel nicht nur die ökonomischen Interessen von Investoren berücksichtigt, sondern auch die Bewahrung des Stadtbildes, die Lebensqualität der Anwohner und die vielzitierte Aufenthaltsqualität in Fürths »guter Stube« im Auge behält, ist nach unserer Auffassung nichts weniger als selbstverständlich. Wir vertrauen in dieser Hinsicht auf eine klare und selbstbewusste Haltung der Stadt Fürth und ihrer Repräsentanten.

gez. Bürgerinitiative »Eine bessere Mitte für Fürth«

 
 
 
Die Stadt Fürth will die Innenstadt an einen Investor verkaufen. Wir lassen uns die Fürther Freiheit nicht verbauen!
 
Durch die Weigerung des Besitzers eines
Hauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße,
dieses zu verkaufen, sollte vom vorgesehenen
Investor Sonae Sierra bis Ende Juni ein
neuer Vorschlag erstellt werden.
So stellte es sich der Investor "Sonae Sierra" vor:
Wer in Fürth von A nach B möchte, muss durch den neuen Shopping-Koloss – und Einkaufen wird erste Bürgerpflicht.
  Das internationale Konsortium Sonae Sierra plant mitten in Fürth ein Shopping Center von gewaltigen Ausmaßen, der Stadtrat gibt grünes Licht. Bis zu 25.000 qm Verkaufsfläche sollen - genau wie vor 25 Jahren beim City-Center - täglich etwa 20.000 Menschen in die Fürther Innenstadt locken.

Der Preis: Teile der Rudolf-Breitscheid- und Hallstraße werden dem öffentlichen Raum entzogen und in das Center integriert, etwa sieben Baudenkmäler werden abgerissen oder entkernt, offene Straßenzüge weichen einer geschlossenen Center-Architektur.

Die Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" fordert eine Neugestaltung der Innenstadt, die im Einklang mit Mensch und Stadtbild steht.
 
 
1.   Rudolf-Breitscheid-Straße und Hallstraße bleiben durchgängig öffentlicher Raum und werden zu einer attraktiven Fußgängerzone umgestaltet.
2.   Das Wölfel-Areal um das City-Kino, das Fiedler-Gelände und das Commerzbank-Gebäude werden unabhängig voneinander in getrennten Teilprojekten entwickelt. So ergibt sich die von allen Experten geforderte, offene Bauform ganz von selbst. In den drei Arealen wird Raum für großflächigen Einzelhandel geschaffen, denn in Fürth bestehen große Angebotslücken, vor allem im Bereich Bekleidung. Die multifunktionale Auslegung der Bauten ermöglicht eine ausgewogene
Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Wohnen, Dienstleistung und Kultur.
3.   Alle denkmalgeschützten Gebäude bleiben erhalten, Neubauten werden qualitätsvoll integriert. Das Fürther Kulturforum ist ein Beispiel für ein spannendes Wechselspiel von alter und neuer Architektur mit hoher Verweilqualität.
Hier eine beispielhafte Umsetzung unserer Forderungen:

Für größere Darstellung bitte auf das Bild klicken!
 
1.   Durch Offenhalten der bestehenden Straßen wird die Fußgängerzone nicht abgeriegelt und isoliert, sondern bleibt aus allen Richtungen schnell erreichbar. Davon profitieren Fußgängerzone und anschließende Geschäftslagen.
2.   Wenn drei kleinere Areale unabhängig voneinander entwickelt werden, hat die heimische Bauwirtschaft gute Chancen auf Arbeitsplatz sichernde Aufträge. Bei Großprojekten hingegen erhalten meist nur überregionale Anbieter den Zuschlag.
3.   Früher oder später notwendige Sanierungen oder andere Nutzungen lassen sich bei drei voneinander unabhängigen Arealen in offener Bauform deutlich einfacher realisieren.
4.   Durch unser Konzept werden automatisch stadtverträgliche Flächen erreicht. Bei konsequenter Umsetzung der Multifunktionalität wird zudem die Gefahr des mittelfristigen "Umkippens" in ein reines Einkaufsviertel nachhaltig gebannt.
5.   Unser Konzept hält alle Chancen für die dringend gebotene Revitalisierung des City Centers offen. Bei Bau eines überdimensionierten Mega-Centers hingegen würde die Lage des City Centers noch wertloser und eine Sanierung gänzlich unwirtschaftlich werden.
 
 
Wollen auch Sie eine bessere Mitte für Fürth?

Engagieren Sie sich, so gut Ihnen das möglich ist: Wir können jede Art von Unterstützung gebrauchen. Am Besten kommen Sie zu unseren Versammlungen oder arbeiten in einem unserer Arbeitskreise mit, aber auch eine Geldspende hilft.

An dieser Stelle finden Sie ständig aktuelle Termine, den umfassenden Pressespiegel, eine Chronik der bisherigen Ereignisse, umfangreiche Hintergrundinformationen und unser Programm in der ausführlichen Fassung. Auf unsere Kontaktseite können Sie unseren Newsletter abonnieren.

Ansprechpartner für Arbeitsgruppen:

AG Zukunft: peter.krauss@bessere-mitte-fuerth.de
AG Wirtschaft: dr.michael.mueller@bessere-mitte-fuerth.de
AG Öffentlichkeitsarbeit: manuela.helfrich@bessere-mitte-fuerth.de


Kontoverbindung für Ihre Zuwendungen auf Anfrage

Spendenbescheinigungen können wir leider nicht ausstellen, da wir kein Verein sind. Wir versichern aber, dass die Zuwendungen zweckgebunden eingesetzt werden. Alle Mitglieder der Bürgerinitiative engagieren sich ehrenamtlich.
 

Wir sehen die Notwendigkeit, die Fürther Innenstadt für die Bewohnerinnen und Bewohner Fürths und Umgebung als Einkaufsort und Lebensraum attraktiver zu gestalten.

Es besteht Handlungsbedarf, gerade auch im Bereich des ehemaligen Fiedler- und Wölfel-Areals. Eine kommerzielle Nutzung muss dabei nicht unbedingt im Vordergrund der Überlegungen stehen.

Die Bedingungen, zu denen eine Umgestaltung der Fürther Innenstadt erfolgen soll, müssen durch eine gemeinsame Willensbildung in der Stadt festgelegt werden und dürfen nicht durch einen Investor diktiert werden.

Deshalb fordern wir, dass folgende Punkte beachtet werden:

  1. Die Rudolf-Breitscheid-Straße und die Hallstraße müssen öffentlicher und demokratischer Raum bleiben.

  2. Die vorhandene Stadtstruktur mit der geschlossenen Blockbauweise und der Trennung zwischen öffentlichem und privatem Raum bleibt erhalten.

  3. Denkmalgeschützte Häuser und wertvolle Fassaden werden restauriert und erhalten. Häuser mit besonders wertvollen Innenausstattungen werden nicht entkernt.

  4. Fürth als Denkmalstadt lebt in erster Linie von einer fast geschlossen erhaltenen Bausubstanz (Ensembles), die so in Deutschland nur selten anzutreffen ist. Dieses Image wollen wir durch die Übernahme der weltweit beliebigen "Shopping Mall Architektur" nicht verlieren.

  5. Ein Großprojekt mit ca. 25.000 qm Verkaufsfläche bedroht die bestehende Geschäftswelt. Neue Verkaufsflächen sind auf ein für Fürth verträgliches Maß zu beschränken.

  6. Für das City-Center sowie für bestehende und ggf. neue Verkaufsflächen ist eine integrierte Lösung zu finden (Einzelhandelskonzept), damit Fürth nicht zu einem Mahnmal für falsche Stadtentwicklung verkommt.

  7. Die Öffentlichkeit ist rechtzeitig und umfassend zu informieren (besonders über Folgen und Kosten für die Allgemeinheit) und an Entscheidungen zu beteiligen (z.B. Infrastruktur, Finanzierungstransparenz, Bürgschaften, Abrisse etc.).

  8. Negative Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr müssen vermieden werden.

Nicht alle, die in der Bürgerinitiative "Eine bessere Mitte für Fürth" vertreten sind, stehen hinter allen der genannten Punkte. Die verschiedenen Punkte sind für die Beteiligten von unterschiedlicher Bedeutung und Gewichtung. Es gibt aber keinen Punkt, der den Positionen Einzelner widerspricht.

Wir werden die verschiedenen Möglichkeiten zur demokratischen Mitgestaltung nutzen, auch die im Bebauungsplanverfahren vorgesehenen. Wenn es nötig ist, werden wir uns dafür einsetzen, dass bei einem Projekt dieser Tragweite die gesamte Bevölkerung über einen Bürgerentscheid beteiligt wird. Als ultima ratio schließen wir rechtliche Schritte nicht aus.

So gemeinsam formuliert und beschlossen auf der Gründungsversammlung am 15.12.2008
 

Veröffentlichung bzw. Nachdruck von Texten, Teilen davon oder Bildern aus dieser Homepage sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Bürgerinitiative bzw. der für den Inhalt verantwortlichen Personen erlaubt! Fragen an kontakt@bessere-mitte-fuerth.de
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Veröffentlichungen der
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Dokumentation
von Dr. M. Müller:
"Einkaufsstadt Fürth. Eine Analyse des innerstädtischen Einzelhandels
Dokumentation
von Dipl. Kfm. G. Kuntermann und Dr. M. Müller:
"Das verlorene Einkaufs­paradies. Aufstieg und Nieder­gang des City-Centers"
 
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